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Zeestower sucht Unfall-Ersthelferin ++ Werden in Nauen 200 Garagen abgerissen? ++ Schönwalde ehrt Ehrenamtler

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
ich begrüße Sie in unserem Newsletter, der in den November etwas Licht bringen will. Der Monat November hat ja ein eher schlechtes Image, kommt vielen grau und düster vor. Die Zeitumstellung tat ein Übriges. Gut also, dass sich der Oktober noch einmal mit seiner ganzen Pracht gezeigt hat. Davon kann man zehren.
Der Herbst zeigte sich von seiner besten Seite. Und das hat viele Havelländer dazu verleitet, noch ein paar Fotos mehr als sonst zu schießen. Wir haben unsere Leser aufgerufen, uns ihr schönstes Herbstfoto zu senden. Und viele Fotos sind bereits in unser E-Mail-Fach geflattert. Das hat große Freude bereitet, sich die durch Herbstmotive der Havelländer zu blättern. Die deutsche Sprache sieht es ja eigentlich nicht vor, Farben zu steigern. Aber ich möchte sagen: rot, röter, am rötesten. Ob Abendrot oder Herbstlaub - das steigerte sich mitunter zum Farb-Orkan. Daneben wie eine farbliche Gegenbewegung: die feinen, melancholischen Nebelfotos vom Morgen. Die Leser haben all die schönen Momente festgehalten.
Noch bis zum 7. November können Sie sich an dem Wettbewerb beteiligen. Dann sucht eine MAZ-Jury die besten Bilder aus und stellt sie einem Leser-Voting. Also, wenn Sie sich noch beteiligen möchten, nutzen Sie das Wochenende. Wir sind neugierig auf Ihre Bilder.
Journalisten sind ja von Natur aus neugierig. Nicht nur, wenn es um schöne Herbstfotos geht, sondern auch, wenn interessante Menschen und Geschichten gesucht werden. Und die gab es in dieser Woche reichlich. Sei es eine Frau, die alles über ihre Heimatstadt sammelt und damit ein ganzes Zimmer ihrer Wohnung füllt, sei es der CDU-Funktionär, der nach 27 Jahren den Vorsitz des Kreisverbandes abgibt. Es ging in den Geschichten meiner Kollegen um die Streichliste der Nauener für 2022, um Garagen, die einem Bauvorhaben im Weg stehen, um einen wachsenden Kinderstadtwald oder um einen Güterbahnhof, der verschwindet.
Also, bleiben auch Sie neugierig.
Mit besten Grüßen
Marlies Schnaibel
Redakteurin Newsdesk Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: marlies.schnaibel@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Zeestow/Tremmen: Nach schwerem Unfall - Lob für die Rettungskräfte und Suche nach Ersthelferin
Nauen: Für neue Sporthalle sollen Garagen abgerissen werden
Falkensee: Fachausschuss gibt grünes Licht für Radverkehrskonzept
Etzin: Wie sich Hermes auf das Weihnachtsgeschäft vorbereitet
Schönwalde: Gemeinde dankt zahlreichen Ehrenamtlern - „Dörfer leben von ihren Vereinen“
Falkensee: Der Kinderstadtwald wächst und wächst
Nauen: Verwaltung legt Streichliste für Etat 2022 vor
Dallgow: Neue Pläne für Belüftungsanlagen in Grundschule, Hort und Kitas
Rathenow: Die Tage des alten Güterbahnhofs sind gezählt
Premnitz: Stadt plant neue Kita
Rathenow: Die Brotpreise steigen – das sagen die Bäcker
Rathenow: Jeden Monat ein neuer Schatz bei der Kleidertauschbörse
Bamme: Entlang der B188 - hier ist der Star ist die Mühle
Havelland: Wetterexperte spricht über Zukunftsszenarien
Rathenow: Neue Pläne für ehemaliges Jobcenter
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Die Corona-Lage im Havelland

54 neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag damit bei 134,8 und stieg damit im Vergleich zum Vortag (119,6) deutlich an. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 7566 Erkrankte im Havelland. 188 von ihnen verstarben an oder mit dem Virus, am gestrigen Donnerstag wurden gleich zwei neue Corona-Todesfälle für den Kreis vermeldet. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 159,2 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 104,1). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 1303 neue Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Im Krankenhaus behandelt werden mussten mit Stand vom Donnerstag landesweit in Brandenburg aktuell 222 Personen wegen einer Covid19-Erkrankung47 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung42 davon müssen beatmet werden.
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Menschen aus dem Havelland

Schönwalde-Glien: Christian Schröder koordiniert die sieben Jugendwehren der Gemeinde
Ketzin: Sie sorgt sich um Gesicht, Füße und Seele der Kunden
Falkensee: Hans-Peter Pohl erhält Europaurkunde von Ministerin
Havelland: So bereitete die CDU Dieter Dombrowski einen grandiosen Abgang
Rathenow: Kerstin Frenkel sammelt die Geschichte ihrer Geburtsstadt
Rathenow: Jugendliche verschönert Wand im Freizeithaus Mühle 
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo schichten sich diese Platten? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wo schichten sich diese Platten? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird der Standort dieser Anlage. Wissen Sie, wo es zu sehen ist? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 8. November, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 12. November direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Skulpturen in Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
Skulpturen in Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen: Diese drei mahnenden Skulpturen stehen an der Hamburger Straße von Falkensee am Eingang zum Geschichtspark. Der erinnert am östlichen Stadtrand von Falkensee an das ehemalige Außenlager des KZ Sachsenhausen. Die Figuren sind 1994 aufgestellt worden. Ingo Wellmann hatte sie gemeinsam mit Jugendlichen vom Haus am Anger Falkensee gestaltet: Sie hatten die Figuren erst aus Ton gestaltet, eine Form hergestellt und dann in Zementguß ausgeführt.
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Kulturelles Havelland

Einladung nach Paretz. (Foto: Nadine Bieneck)
Einladung nach Paretz. (Foto: Nadine Bieneck)
„Man hat schon gemerkt, dass heute hier einiges mehr los war als sonst“, freute sich Heike Zehender. Die 54-Jährige ist Schlossführerin auf der Anlage im Park und Schloss Paretz und sie hat eine Unmenge an Wissen über das Anwesen. Mit dem beteiligte sich die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg an der landesweiten Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“. MAZ-Redakteurin Nadine Bieneck stieß mit den Besuchern auf ein Zeugnis besonderer Handwerkskunst.
„Bislang waren Führungen in unserem Schloss coronabedingt noch nicht wieder erlaubt“, berichtete Schlossbereichsleiterin Evelyn Friedrich. Ab November sei es wieder möglich, in Gruppen von bis zu sechs Personen gemeinsam mit den Schlossführerinnen das Anwesen zu erkunden. Darauf freut sich auch Heike Zehender. „Wir möchten das Wissen und die vielen Anekdoten, die wir über die Geschichte der einstigen Sommerresidenz für Kronprinz Friedrich Wilhelm III. und seine Gemahlin Luise erzählen können, natürlich gern weitergeben“, sagt sie.
Dabei kommt man an den Wandverkleidungen des Hauses nicht vorbei. Als die „berühmten Paretzer Papiertapeten“ beworben, zählen sie zu den bedeutenden Beispielen europäischer Tapetenkunst und belegen das hohe künstlerische und handwerkliche Niveau der in Berlin benachbarten Tapetenmanufakturen zu Beginn des 19 Jahrhunderts. Welche der ganz unterschiedlichen, in jeder Hinsicht aber farbgewaltigen Tapeten der persönliche Favorit der Schlossverwalterin sei? Evelyn Friedrich tat sich schwer. „Jede Einzelne ist für sich wunderbar. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann inspiriert mich persönlich vermutlich das Motiv im Gartensaal am meisten. Das Exotische, die Farbgestaltung, als Durchgang in den Garten. Das ist fast einzigartig“, schwärmt sie.
Ab November geht das Schloss in die Winterpause, ist dann nur noch an Wochenenden und Feiertagen geöffnet (10 bis 16 Uhr). An den anderen Tagen arbeiten die Mitarbeiter bereits fleißig am Programm für die Saison 2022, die am 1. April beginnt. Für die gibt es bereits viele Ideen, „auf deren Umsetzung wir uns sehr freuen“, so Friedrich. Am meisten wünscht sie sich, die Besucher wieder uneingeschränkt im Schloss begrüßen und über die vielen Geschichten und Bonmots über Luise und ihren Kronprinzen erzählen zu können. Übrigens: „Eine der ganz wenigen Liebesheiraten der damaligen Zeit“, wie Heike Zehender weiß.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Miss Kitty zieht um. (Foto: Markus Kniebeler)
Miss Kitty zieht um. (Foto: Markus Kniebeler)
Wer wissen will, wie es sich angefühlt haben könnte, in den 1950er-Jahren ein amerikanisches Café zu betreten, der muss nicht über den großen Teich fliegen. Der kann das auch in Rathenow. Ein paar Schritte die Berliner Straße runter, und schon steht man vor Kitty’s Candy World. Hier hätten sich Dean Martin und Frank Sinatra sicher wohl gefühlt. MAZ-Reporter Markus Kniebeler sammelte schon mal Eindrücke.
Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass Katharina Mirsch in der Berliner Straße einen Laden eröffnete, der nicht nur US-Nostalgikern das Herz aufgehen lässt. Vor allem die Liebhaber süßer Versuchungen kommen in dem originellen Café auf ihre Kosten. Neben Kuchen und Torten in allen Variationen – viele davon nach original amerikanischer Rezeptur – können im Candy-Bereich typische Süßigkeiten aus den Vereinigten Staaten erworben werden.
Obwohl in der ersten Zeit nach der Eröffnung das Café-Geschäfwegen des Corona-Lockdowns unter extrem erschwerten Bedingungen vonstatten ging, haben sich die Geschäfte mittlerweile erfreulich entwickelt. So erfreulich, dass eine Vergrößerung ansteht.
Kitty’s Candy World zieht in den nächsten Tagen um. Und zwar in das seit Monaten leer stehende Ladenlokal gleich nebenan, in dem bis Ende des vergangenen Jahre das Schuh- und Ledergeschäft Lange untergebracht war. Rund doppelt so groß ist die Nutzfläche an dem neuen Standort. Es wird also genug Platz da sein, um die Kunden auch in den Wintermonaten zu bewirten.
Wer sich in die liebevolle Einrichtung des Cafés verliebt hat, muss dem Umzug übrigens nicht mit Sorge entgegensehen. Die gesamte Einrichtung samt Deko wird eins zu eins in den neuen Laden transferiert. Kitty’s Candy World, so wie man sie kennt, wird in der einen Hälfte des Geschäfts wiederauferstehen.
Für die andere Hälfte hat sich die Chefin etwas Neues ausgedacht. Dort soll eine Milchbar im Dinerstil der 50er-Jahre entstehen – mit großer Bedientheke, viel Chrom und den charakteristischen Sitzbänken, die aussehen, als wären sie für einen amerikanischen Straßenkreuzer entworfen worden.
Das bewährte Angebot an süßen Sachen wird es weiterhin geben. Und auch das Frühstücksangebot bleibt bestehen. Belegte Bagels, herzhafte Paninis, Rührei, Bacon, Pancakes, Baked Beans und andere Herzlichkeiten stehen auf der Speisekarte. Geschlemmt werden kann übrigens den ganzen Tag (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, sonnabends von 10 bis 14 Uhr).
„Ich würde das Café liebend gerne auch sonntags öffnen“, sagt Katharina Mirsch. Doch das scheitere momentan am Personal. Wie nahezu alle Gastronomen der Region sucht die Chefin händeringend nach Mitarbeitenden für den Service- und den Küchenbereich. „Wir finden niemanden“, sagt sie „Der Markt ist leer gefegt.“
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Schnappschuss der Woche

Tierisch gut.
Tierisch gut.
Dieses wunderschöne Herbstfoto gelang MAZ-Leser Patrick Reincke. Er beteiligt sich damit an unserem MAZ-Fotowettbewerb “Das schönste Havelländer Herbstfoto”.
Haben Sie auch einen Schnappschuss aus dem Havelland, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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