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Trauer in Vietznitz um den Ortswehrführer ++ Mehr Wildunfälle in dunkler Jahreszeit ++ Neues Burger-Restaurant in Falkensee

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich Willkommen zu unserer neuen Ausgabe unseres Newsletters “Wir im Havelland”.
Mit vielen, vielen Menschen haben meine Kollegen und ich in dieser Woche gesprochen. Ihre Geschichten aufgeschrieben, ihre Hinweise recherchiert und auch ihre Probleme beleuchtet und in Worte gefasst. Die ein oder andere Begegnung hallt da trotz aller Termine und geschriebenen Zeilen noch länger nach. So hat mich in dieser Woche der Nachruf für den langjährigen Vietznitzer Ortswehrführer Fred Schindler, den mein Kollege Andreas Katz verfasst hat, sehr bewegt. Fred Schindler muss ein toller Kerl gewesen zu sein, liest man die vielen Erinnerungen, die jahrelange Weggefährten von ihm berichten.
Berührt hat mich auch das Engagement, mit dem die Mitarbeiter der ASB-Familienhilfe in Falkensee sich für ihre Jugendlichen einsetzen, die das ein oder andere Päckchen zu tragen haben. Eine Jugendwohngruppe, die der ASB seit vielen Jahren erfolgreich betreut, steht vor dem Aus. Aus einem einfachen Grund: Die Unterkunft für die vier Jugendlichen und die Erzieher wurde gekündigt. Ich wünsche Teamleiterin Britta Bohnsack und ASB-Geschäftsführer Robert Grothe mit allen gedrückten Daumen, die ich habe, dass sie schnellstmöglich ein Ausweichquartier finden. Hier gilt: Wenn Sie jemanden kennen der jemanden kennt der… melden Sie sich gern. Die ganze Geschichte dazu lesen Sie hier.
Damit wünsche ich Ihnen viel Freude mit unserer prall gefüllten Newsletter-Mail. Haben Sie einen guten Start ins Wochenende! Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die nächsten Tage - bis nächsten Freitag!
Herzliche Grüße
Nadine Bieneck
Stellvertretende Redaktionsleiterin Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: nadine.bieneck@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: Mehr Unfälle zur dunklen Jahreszeit - fünf Tipps, wie sich das verhindern lässt
Falkensee: Jugendwohngruppe steht nach Wohnungskündigung vor dem Aus
Falkensee: Vollsperrung der Potsdamer Straße dauert länger
Falkensee: Das sind die Anliegen der „Critical Mass“
Nauen: Nachfrage nach Pflegeberuf ist hoch
Nauen: Damit Rollstuhlfahrer weniger Probleme im Alltag haben
Brieselang: Nach Antisemit benannte Straße soll neuen Namen erhalten
Pessin: Serana Europe beliefert Kunden in der ganzen Welt
Ketzin: Zoff wegen Kita-Schließzeit im Sommer - Eltern sollen mitentscheiden
Rathenow: Verein kämpft für ein Heimatmuseum
Rathenow: Frust bei Anwohnern der Waldemarstraße
Rathenow: Bürgelschule testet  System für den digitalen Unterricht
Rathenow: Für die "Superhelden" zählt jetzt jede Stimme
Wölfe in der Döberitzer Heide: Gemischte Meinungen zu den neuen Bewohnern
Nennhausen: Mit Bollerwagen und Schlagerhits durch den Ort
Gülpe: Sägen zum Retten des Weidenwaldes
Albertsheim: Junglandwirte diskutieren ihre Sorgen
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Die Corona-Lage im Havelland

16 neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag damit bei 35,2 und stieg damit im Vergleich zum Vortag (30,4) wieder an. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 7006 Erkrankte im Havelland. 183 von ihnen verstarben an oder mit dem Virus. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 51,0 (vergangenen Freitag betrug der Wert an dieser Stelle 46,7). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 321 neue Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Im Krankenhaus behandelt werden mussten mit Stand vom Donnerstag landesweit in Brandenburg aktuell 79 Personen wegen einer Covid19-Erkrankung24 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung19 davon müssen beatmet werden.
Mit Auslaufen der zuletzt gültigen Corona-Testverordnung müssen zudem seit Montag dieser Woche Bürgerinnen und Bürger - bis auf einige Ausnahmen - für einen Corona-Test bezahlen. Die kommunalen Testzentren waren in den vergangenen Wochen nach und nach geschlossen werden. Gewerbliche Anbieter halten im Landkreis Havelland ein Testangebot aufrecht. Wo Sie sich auch weiterhin testen lassen können, haben meine Kollegen nachfolgend zusammengetragen.
Das sind die aktuellen Corona-Teststationen im Osthavelland
Das sind die aktuellen Corona-Testmöglichkeiten im Westhavelland
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Menschen aus dem Havelland

Vietznitz: Trauer um Fred Schindler - er war Macher und Motivator
Nauen: Er ist einer der jüngsten Landwirte im Havelland
Falkensee: Lennart Meyer ist der Neue im Stadtparlament
Nauen: Susan Wolf leitet jetzt die Arco-Schule
Garlitz: Ortsvorsteherin Gudrun Lewwe tritt nach 13 Jahren zurück
Havelland: Michael Flottron trainiert die Fußballprofis von morgen
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo steht diese Ruine? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wo steht diese Ruine? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird diese Ruine. Wissen Sie, wo sie zu sehen ist? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 18. Oktober, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 22. Oktober direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Die Riesenbrille steht im Kreisverkehr in Rathenow-Ost. (Foto: Christin Schmidt)
Die Riesenbrille steht im Kreisverkehr in Rathenow-Ost. (Foto: Christin Schmidt)
Wer aus Richtung Friesack in die havelländische Kreisstadt hineinfährt, kann sie nicht übersehen: Die große Brille als Symbol für die Stadt der Optik vor den Toren Rathenows. Der Verein Unternehmer für Rathenow hat das imposante Exemplar der Stadt geschenkt. Im April 2018 wurde die Brille mit einem Kran im Kreisverkehr von Rathenow-Ost in Position angebracht und empfängt seither die Besucher der Stadt. Die Skulptur aus beschichtetem Stahl ist sechs Meter hoch und fünf Meter breit. Sie wiegt etwa zwei Tonnen und ist einer Lorgnette nachempfunden.
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Kulturelles Havelland

Gedenkausstellung für Uwe Beckmann: Auch Regine Beckmann (Mitte) war gekommen. (Foto: Marlies Schnaibel)
Gedenkausstellung für Uwe Beckmann: Auch Regine Beckmann (Mitte) war gekommen. (Foto: Marlies Schnaibel)
Diese Ausstellung war lange geplant: Zum 80. Geburtstag von Uwe Beckmann wollten die Schönwalder in ihrer Kreativ-Galerie Bilder des Malers aus Bergfelde zeigen. Dann hat der plötzliche Tod des Künstlers im Jahr 2019 daraus eine etwas andere Schau gemacht: eine Gedenkausstellung, eine Erinnerungsausstellung, auch eine Art Liebeserklärung und eine Art Dankeschön. Denn die Schönwalder haben dem Mann viel zu verdanken, wie meine Kollegin Marlies Schnaibel weiß.
Die Eröffnung der Ausstellung in der Theaterscheune. (Foto: Marlies Schnaibel)
Die Eröffnung der Ausstellung in der Theaterscheune. (Foto: Marlies Schnaibel)
Viele Freunde waren zur Eröffnung der Schau gekommen, waren sie doch dem Maler und Dozenten über Jahrzehnte verbunden. Christian Schlegel übernahm es, auf der Vernissage ein paar Worte zu sprechen. Er gehört neben Christine Link, Dagmar Menzel und Michael Glowatzki zu denen, die Uwe Beckmann noch aus den 80er-Jahren kennen.
Damals waren sie seine Schüler im Malzirkel des Hennigsdorfer Stahlwerkes. Und sie waren es auch, die sich vor 20 Jahren zusammenfanden und den ehemaligen Lehrer fragten, ob er wieder einen Zirkel leiten würde. Nun nicht mehr in einem sozialistischen Großbetrieb, sondern unter dem Dach des Schönwalder Kreativ-Vereins. Beckmann sagte zu. Der Malzirkel ist seit seiner Gründung Kern und Motor des Vereins. Uwe Beckmann fällt dabei ein besonderer Verdienst zu.
Das Kreativhaus im Schönwalder Ortsteil Dorf. (Foto: Marlies Schnaibel)
Das Kreativhaus im Schönwalder Ortsteil Dorf. (Foto: Marlies Schnaibel)
Beckmann als Lehrer und Beckmann als Künstler – um die beiden Themen drehten sich bei der Eröffnung die Gespräche zwischen den Besuchern, zu denen auch Beckmanns Ehefrau Regine und seine Töchter gehörten. Regine Beckmann forderte die Besucher auf: „Tauchen Sie ein in die Farbwelt und die schöne norddeutsche Landschaft.“ Die hatte Uwe Beckmann immer wieder gemalt.
Geboren in Ludwigslust, hatte der Maler Anfang der 60er-Jahre an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Kunsterziehung und Germanistik studiert. Zwei Jahre arbeitete er als Kunsterzieher, begann dann aber das Studium der Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Ab 1971 war er als freischaffender Maler und Grafiker tätig, nach der Wende hat er als künstlerischer Mitarbeiter am Oranienburger Museum gearbeitet, hat Ausstellungen gestaltet, Plakate gemalt, das Wappen des Landkreises Oberhavel entworfen.
Uwe Beckmanns Blick auf das Oranienburger Schloss. (Foto: Marlies Schnaibel)
Uwe Beckmanns Blick auf das Oranienburger Schloss. (Foto: Marlies Schnaibel)
„Der Maler Otto Niemeyer-Holstein hat ihn sehr ermutigt zum Malen“, erinnert sich Regine Beckmann, „er hat ihn ermutigt, seinen Stil zu malen.“ Und Beckmann hat gemalt, hat seinen eignen expressiven, abstrahierten Stil gefunden. Und Beckmann ist selbst zu einem geworden, der andere ermutigt. „Wir haben ihm künstlerisch und menschlich viel zu verdanken“, so Christian Schlegel. Künstlerisch, davon kann man sich regelmäßig bei den Ausstellungen der Malgruppe des Kreativ-Vereins überzeugen. Menschlich, weil er als freundlicher, heiterer, bodenständiger, bescheidener, geselliger Mensch allen so stark in Erinnerung geblieben ist.
Die Schönwalder feiern den Künstler Uwe Beckmann als „König der Farben“ und „Meister der Kunstvermittlung“. Seine Kraft und Freude am Schöpferischen wirken im Verein auf ganz lebendige Art fort. Die Ausstellung „Ansichtssache“ wird in der Kreativ-Galerie in der Dorfstraße 7 in Schönwalde-Dorf noch bis 14. November gezeigt. Geöffnet ist dienstags und mittwochs von 15 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 21 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Daniel Feist (l.) und sein Team von "Anthony Bacon". (Foto: Privat)
Daniel Feist (l.) und sein Team von "Anthony Bacon". (Foto: Privat)
Jeder mag Burger. Oder kennen Sie jemanden, der die reichlich belegten Brötchen nicht mag? Frisch zubereitet – ein absolutes Lieblingsessen. Seit einigen Tagen kommen Burger-Liebhaber in Falkensee ganz besonders auf ihre Kosten – dort eröffnete vor anderthalb Wochen direkt am Bahnhof das Burgerrestaurant „Anthony Bacon“, und ich machte mich direkt auf den Weg, das neue Angebot auszutesten. Und obgleich es hier das typisch amerikanisch angehauchte Angebot für Fastfood-Fans gibt, sind die hausgemachten Burger, Chicken Wings und Pommes-Spezialitäten weit vom Fastfood entfernt. Nicht nur, weil jedes Gericht frisch in der offenen Küche – unter den Augen der Gäste – zubereitet wird.
Frisch zubereitete Burger sind die Spezialität des Hauses. (Foto: Nadine Bieneck)
Frisch zubereitete Burger sind die Spezialität des Hauses. (Foto: Nadine Bieneck)
Inhaber der Burger-Braterei ist Daniel Feist. Und der 37-Jährige weiß genau, was er da tut. Denn das Restaurant in der Falkenseer Bahnstraße ist bereits die zweite Filiale, die er mit seinem Team betreibt. Seit Mai vergangenen Jahres bietet er seine Spezialitäten bereits im benachbarten Berlin-Kladow an. „Solch ein Laden war immer mein großer Team“, erzählt er. Auch von der Corona-Pandemie habe er sich davon nicht abbringen lassen, „den Mietvertrag in Kladow habe ich im Januar 2020 unterschrieben, ein Zurück gab es da eh nicht mehr“. Anschließend bissen er und seine Kollegen sich durch.
Das Burger-Restaurant hat Anfang Oktober in der Bahnstraße eröffnet. (Foto: Nadine Bieneck)
Das Burger-Restaurant hat Anfang Oktober in der Bahnstraße eröffnet. (Foto: Nadine Bieneck)
„Wir haben in Kladow viele Gäste, die extra aus Falkensee zum Essen vorbeikommen. Daher lag es für uns auf der Hand, im nächsten Schritt direkt hier einen Laden zu eröffnen“, sagt der 37-Jährige. Als Namenspate für seine Restaurants stand Sohn Anton, inzwischen sechs Jahre alt, zur Verfügung. Der Name schlummerte bereits lange, bevor Daniel Feist den ersten Burger briet, in der Schublade. „Auf einem Strampler stand der Spruch ,Daddy liebt mich mehr als Speck’, , Daddy loves me more than Bacon’. Daraufhin stand schließlich ,Anthonys Bacon’ als Name im Raum“, verrät er lachend.
"Anthony Bacon" ist nur wenige Meter vom Bahnhof Falkensee entfernt zu finden. (Foto: Nadine Bieneck)
"Anthony Bacon" ist nur wenige Meter vom Bahnhof Falkensee entfernt zu finden. (Foto: Nadine Bieneck)
Zwölf verschiedene Burger in allen Schärfegraden stehen aktuell auf der Karte, zwei davon vegetarisch, einer vegan. „Wir gehen zudem auf Kundenwünsche ein, belegen die Burger auch so, wie die Gäste es sich individuell wünschen“, sagt der Gastronom. Frisch zubereitete normale und Süßkartoffel-Pommes, Chicken Wings und verschiedene Salate sowie eine Getränkekarte runden das Angebot ab. Hungrig heim geht hier übrigens niemand – die Portionen sind mehr als reichlich.
Anthonys Bacon“ in der Bahnstraße 5-12 in Falkensee hat täglich von 12 bis 20 Uhr, Freitag und Sonnabend bis 21 Uhr geöffnet.
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Schnappschuss der Woche

Diesen Sonnenaufgang hielt MAZ-Fotograph Kay Harzmann in dieser Woche im Premnitzer Ortsteil Döberitz fest.
Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Vielleicht sogar auch schon ein Herbstmotiv? Dann schicken Sie es gern an havelland@maz-online.de!
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