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Tierskandal in Bützer ++ Apotheker schlägt Alarm ++ Hula Hoop in Gülpe

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
geht es Ihnen auch so, dass Sie tierische Redewendungen benutzen, ohne allzu viel darüber nachzudenken? Da begegnen sie uns: die dumme Kuh, die lahme Ente oder der olle Affe. Oder wir hören von einem tollen Hecht, einer süßen Maus oder einer flotten Biene. Und besonders oft hat es das Schwein ins Reich der Sprache geschafft. Da ist von Schweinerei, Saustall oder Ferkelei die Rede. Aber all die launigen Wortspiele verbieten sich bei dem, was MAZ-Redakteure in dieser Woche erleben mussten. Sie berichteten von einem grausigen Fund, den Passanten im westhavelländischen Bützer im Milower Land machten: In einer Abfalltonne lagen dutzende tote Ferkel. Das Perfide: unter diesen lagen jedoch auch einige lebende Tiere, die um ihr Leben quiekten und kämpften. Das Geschehen warf viele Fragen auf: nach den Schuldigen, nach den Auswüchsen der Massentierhaltung, nach der Verantwortung der Landwirte, aber auch nach der Verantwortung der Kunden beim Fleischkauf oder eben Fleisch-Nichtkauf. Das Thema beleuchten wir in unserer Newsletter-Rubrik “Aufreger der Woche”, wohl wissend, dass es uns viel länger als eine Woche aufregen wird.
Länger als ein Jahr beschäftigt uns alle nun schon das Thema Corona. In dieser Woche gab es da ein Drunter und Drüber. Und zwischen dem Drunter und dem Drüber lag die berühmte 100er-Grenze. Wir sind ja inzwischen alle zu kleinen Sieben-Tage-Inzidienz-Experten geworden. Wir rechnen mit und nach und hatten Hoffnung: Die Fallzahlen gingen nach unten, das Havelland hatte sich unter die magische 100er-Marke gekämpft und damit Hoffnungen auf mehr Alltag gemacht. Aber dann kletterten die Werte wieder. Immerhin: Derweil wird mehr geimpft, auch wenn nicht jeder mit der Reihenfolge einverstanden ist. Und es wird viel mehr getestet im Havelland, eine Reihe neuer Testzentren soll den Weg zu einem möglichst negativen Testergebnis unkompliziert ermöglichen. Ja, da scheint mal was gut zu klappen. Eine gute Nachricht nach all den Pleiten und Ungeschicklichkeiten der letzten Monate.
Wer gute Nachrichten sucht, der wird im Havelland auch immer fündig. Die Menschen, die hier leben und arbeiten, sorgen dafür. Meine Kollegen haben viele spannende und liebenswerte Menschen getroffen: der Mann, der für den Ironman Hawaii trainiert, die Frau, die Bücher vor ihrem Grundstück tauscht, der Künstler, der einen Schriftzug für Verliebte baut, der Händler, der nachts Horrorbücher schreibt, oder eben die Frau, die in dieser Woche gerade das Bundesverdienstkreuz erhielt. Schön, dass wir solche Nachbarn haben.
Kommen Sie gut ins Wochenende und bleiben Sie gesund,
herzliche Grüße
Ihre Marlies Schnaibel
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern an marlies.schnaibel@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Vieritz: Geisterrad mahnt nach tödlichem Fahrradunfall wieder
Falkensee: Alte Stadthalle - jetzt kommt der Antrag auf Abriss
Brieselang: Platznot in Kitas sorgt für Rüffel
Wernitz: Dieser Unfallschwerpunkt wird 2022 entschärft
Rathenow: Bundeswehr auf Irrwegen - Kolonne bleibt an der Jederitzer Brücke stecken
Brieselang: Geheime Gespräche über neuen Sportplatz
Nauen: Illegale Müllablagerungen nehmen immer mehr zu
Rathenow: Anwohner gegen Abholzung für Neubaugebiet
Elstal: So sieht es in der Adler- und Löwenkaserne heute aus
Nauen: Ein Ort für Liebesschlösser mitten in der Stadt
Paulinenaue: Ein Dorf "mit ohne Bahnhof"
Nauen: Teilplan für große Windräder wird aufgestellt
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Aufreger der Woche: Spaziergänger finden tote Ferkel

Mehr als 30 tote Ferkel fanden Spaziergänger in Bützer. (Foto: Kay Harzmann)
Mehr als 30 tote Ferkel fanden Spaziergänger in Bützer. (Foto: Kay Harzmann)
Als uns vor einigen Tagen am späten Sonntagnachmittag die ersten Bildern von dem schrecklichen Fund in Bützer erreichte, stockte auch uns in der Redaktion nicht nur kurz der Atem. Passanten waren im dem Ortsteil des Milower Landes auf merkwürdige Geräusche aus einer Abfalltonne aufmerksam geworden, die vor dem Gelände eines Schweinezuchtbetriebes stand. Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert, auch das Veterinäramt des Landkreises wurde später dazu geholt.
Wie sich vor Ort schließlich herausstellte, waren in zwei Mülltonnen jede Menge toter Tiere für die Abholung durch einen Abdecker bereitgestellt worden. Das Fatale: Zwischen den toten Ferkeln befanden sich auch drei Tiere, die noch lebten und offenbar um ihr Leben gequiekt hatten und gehört worden waren.
Der anschließende Aufschrei war groß: bei Ortsansässigen, über die Grenzen des Milower Landes hinaus, bei der Kreisverwaltung, dem Kreisbauernverband und erst Recht in den sozialen Medien. Die Berichterstattung zu dem Vorfall schwappte schnell über die Region hinaus, selbst der Spiegel berichtete über den Fund in Bützer.
“Diese Bilder werden den vielen Landwirten hier im Havelland nicht gerecht, die tagtäglich auf ihren Höfen ackern und denen das Wohl ihrer Tiere sehr am Herzen liegt”, schimpfte Dirk Peters, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes. Die Bilder aus Bützer hätten auch auf ihn “wie aus einem Gruselfilm” gewirkt. Peters fordert nun schnelle und vor allem transparente Aufklärung seitens des Kreises. Bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz “gibt es für mich null Toleranz”, sagt der Landwirt. „Der Blick auf die Bilder und die Situation vor Ort macht den Anschein, dass dort Tierschutzverstöße stattgefunden haben“. Peters weist zudem auf die gegenwärtig grassierende Gefahr der Afrikanischen Schweinepest hin, die dem Vorfall eine noch größere Brisanz gibt.
Die drei lebend aufgefundenen Tiere mussten später ebenfalls getötet werden. (Foto: Kay Harzmann)
Die drei lebend aufgefundenen Tiere mussten später ebenfalls getötet werden. (Foto: Kay Harzmann)
Fakt ist: Das Veterinäramt der Kreisverwaltung war in der Vergangenheit immer wieder zu Kontrollen in dem Betrieb gewesen. „Dabei wurden auch schon Mängel festgestellt“, sagte Kreissprecherin Caterina Rönnert auf MAZ-Nachfrage. Diese seien jedoch technischer und baulicher Art gewesen.
Die Fläminger Tiergut GmbH, vor deren Gelände die Spaziergänger auf die toten und teils noch lebenden Tiere aufmerksam geworden waren und deren Geschäftsführer der Niederländer Erwin van den Borne ist, betätigt sich auf dem Sektor der Schweinezucht und des Schweinehandels. Sie hat ihren Hauptsitz im Bad Belziger Ortsteil Schwanebeck. Dort werden ausschließlich Sauen gehalten. In der Außenstelle in Bützer hingegen werden die Ferkel aufgezogen, welche nach der Jungtieraufzucht zur Weitermast in das In- und Ausland gebracht werden. Die ausführliche Recherche meines Kollegen Joachim Wilisch können Sie hier detailliert nachlesen.
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Die Corona-Lage im Havelland

Der Apotheker Jens Welle aus Ketzin schlug in dieser Woche Alarm. (Foto: Jens Wegener)
Der Apotheker Jens Welle aus Ketzin schlug in dieser Woche Alarm. (Foto: Jens Wegener)
Wenn Apotheker Jens Welle sich mit dem Corona-Virus infizieren sollte, müssen sich etwa 7000 Ketziner und andere Havelländer eine andere Möglichkeit suchen, um an ihre benötigten Medikamente zu kommen. Deshalb schlug der Inhaber der Ketziner Adler-Apotheke in dieser Woche Alarm. Er fordert, dass seine Berufsgruppe, die als systemrelevant gilt, sofort geimpft werden darf. „Das soll natürlich auch für die Angestellten in den Apotheken zutreffen“, sagt der 49-Jährige.
Die Adler-Apotheke am Ketziner Markt ist die einzige im Umkreis von 15 Kilometern. Neun Angestellte beschäftigt Jens Welle im Moment, aber was ihm fehlt, ist ein zweiter Apotheker oder eine Apothekerin, die ihn unterstützt und im Krankheitsfall vertritt. „Ich suche seit September 2020 und finde niemanden. Der Fachkräftemangel ist akut in unseren Bereich. Also muss ich von montags bis samstags in der Apotheke sein, dazu kommen die Notdienste mit 24-Stunden-Bereitschaft, wie zuletzt am 1. Mai. Irgendwann ist der Akku auch bei mir leer“, erklärt Jens Welle. Lediglich im Urlaub wird er vertreten, „dann kommt ein Kollege aus Hannover nach Ketzin. Das wird über die Apothekenkammer organisiert“, fügt er hinzu.
Umso wichtiger sei es, dass Apotheker, die bei der medizinischen Versorgung kranker Bürger eine wichtige Rolle einnehmen, ihr Geschäft am Laufen halten. „Wir haben während der gesamten Pandemie jeden Tag mit Menschen zu tun, wir liefern die Medikamente teils nach Hause aus und werden trotzdem nicht mit einer Impfung vor Corona geschützt? Das kann ich nicht nachvollziehen.“ Auf seine Anfragen und Beschwerden beim Gesundheitsamt des Landkreises Havelland sowie bei der Apothekenkammer bekam er zwar Verständnis und Zuspruch, aber keine konkrete Hilfe: „Die haben mir geschrieben, dass sie mein Ansinnen unterstützen, aber dass sie nicht zuständig sind. Und beim Ministerium in Potsdam heißt es immer nur: ,Es gibt nicht genug Impfstoff’“, schimpft Jens Welle.
Bei der Impfstrategie des Landes hakt es also nach wie vor, wenngleich das Innenministerium am gestrigen Donnerstag einen “neuen Tagesrekord” bei den Corona-Schutzimpfungen vermeldete: 685.944 Menschen haben seit Beginn der Kampagne in Brandenburg inzwischen eine Erstimpfung erhalten (27,2 Prozent der Bevölkerung), 214.452 Menschen sind bereits vollständig geimpft (8,5 Prozent).
Bis jedoch all diejenigen eine Impfung erhalten haben, die sich impfen lassen möchten, wird auch weiterhin noch eine Menge Zeit vergehen. Umso wichtiger sind die Testzentren, die inzwischen flächendeckend über das ganze Havelland entstanden sind. Einen komfortablen Überblick darüber, wo sie sich inzwischen überall testen lassen können - inzwischen gibt es ja fast täglich Meldungen zu neu eröffneten Zentren - finden Sie hier. Ans Herz legen möchte ich Ihnen zudem den Erlebnisbericht meiner Kollegin Viktoria Kratz: Sie hat im kürzlich eröffneten Schnelltestzentrum direkt am Havelpark in Dallgow-Döberitz vorbeigeschaut.
Abschließend gibt es an dieser Stelle zudem wie in jeder Woche die aktuellen Corona-Zahlen für das Havelland: Am Donnerstag gab es im Kreis 28 neue Positivfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der bestätigten Coronafälle im Havelland seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 auf 5938 Personen. 178 Havelländer verstarben seitdem an oder mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz lagt am Donnerstag bei 109,2. Für den heutigen Freitag liegt uns noch kein Wert vor.
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Menschen aus dem Havelland

Gülpe: Hula-Hoop-Artistin gibt Kurse für Anfänger
Falkenrehde: Warum Thea Hoedt das Bundesverdienstkreuz  bekommt
Falkensee: Andreas Kohn wird nachts zum Grusel-Autor
Milow:  Männerfrühstück, Sportgruppe, Schul-AG - sie engagiert sich überall
Falkensee: Büchertausch in der Weserstraße
Wustermark: Christoph Wewel möbelt alte Räder wieder auf
Falkensee: Thomas Greczmiels Ziel ist der Ironman auf Hawaii
Rathenow: Vom Schülerjob zum Bereichsleiter - er macht Karriere im Supermarkt 
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Das MAZ-Fotorätsel der Woche

Kultur und Kaffee auf dem Land. Aber wo? Foto: Marlies Schnaibel
Kultur und Kaffee auf dem Land. Aber wo? Foto: Marlies Schnaibel
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Heute geht es um dieses Gebäude im Havelland, in dem einst Gedtreide gelagert und verarbeitet wurde. Heute ist es ein Ort für Kultur und Kaffee (wenn nicht die Corona-Zwangspause greift). In welchem Dorf des Havellandes ist das Haus zu finden.
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 10. Mai, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 14. Mai in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung vom 30. April 2021
Gleis 5 am Bahnhof von Falkensee. Foto: Marlies Schnaibel
Gleis 5 am Bahnhof von Falkensee. Foto: Marlies Schnaibel
114 Jahre hatte sich die Schlosserei Ziesecke auf dem Hinterhof der Falkenseer Bahnhofstraße/Ecke Bahnstraße befunden. Dann zog das Familienunternehmen um ins Gewerbegebiet Falkensee-Süd. Das war vor fünf Jahren. Auf dem Grundstück zwischen der alten Schlosserei und der Sparkasse entstand ein neues Geschäftshaus, die Familie Ziesecke investierte und baute das markante Haus parallel zum Bahnhof. Der hat dort vier Gleise, was dem Saal in dem neuen Geschäftshaus den Titel „Gleis 5“ gab. Hier hat die kreisliche Musikschule einen Konzertsaal. Außerdem ist das Arbeitsamt Mieter in dem neuen Haus. Mit Gädecks Burger-Grill, dem Café Maiko und dem Eis-Janny’s haben publikumsträchtige Läden ihren Platz gefunden, die derzeit ihrer Öffnung entgegen sehen.
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Kulturelles Havelland

Krimiautor Tim Pieper auf der Ketziner Fähre. (Foto: Ulrich Hansbuer)
Krimiautor Tim Pieper auf der Ketziner Fähre. (Foto: Ulrich Hansbuer)
Der Mann kennt das Havelland von seiner düsteren Seite: Krimiautor Tim Pieper. MAZ-Mitarbeiter Ulrich Hansbuer hat sich mit ihm auf der Ketziner Fähre Charlotte getroffen. Die ist nämlich Ort für eine Mord. Oder war es Selbstmord? In seinem neuen Buch “Finstere Havel” klärt Tim Pieper das auf. Das heißt, er lässt sein Hauptkommissar Toni Sanftleben ermitteln.
Die Idee zu diesem Roman hatte der Autor durch eine Notiz in der MAZ, verrät er. „Es war eine Geschichte in Ihrer Zeitung, in der Märkischen Allgemeinen, die mich auf die Idee brachte“, erzählt Krimiautor Tim Pieper. Eine kleine Meldung, dass ein wartender Autofahrer seine Handbremse vergessen hatte anzuziehen und dann in die Havel rollte – der Fahrer überlebte.
Von „Dunkle Havel“ bis zum Fall „Finstere Havel“, seinem jüngsten Werk, das Ende März erschienen ist, passieren Piepers Morde seit fünf Büchern immer in der Havel oder an der Havel. Was macht das Havelland für einen Autor zum Krimi-Setting? „Der Gegensatz: Die schöne Landschaft und der dunkle menschliche Kontrast“, sagt Pieper und unterstreicht den Gedanken: „Mit Kontrast einen Sog erzeugen.“
Autor Tim Pieper, geboren 1970 in Stade, studierte nach einer Weltreise Neuere und Ältere deutsche Literatur und Recht. Seit 2009 lebt er mit seiner Familie in Kladow. Die Havel ist nicht weit. Die Freiheit als Schriftsteller und Hausmann nutzt er, um die spannenden und abwechslungsreichen Geschichten im Havelland mit dem Fahrrad zu erkunden.
Auf einer Fahrradtour über den Havelradweg sei ihm einst die Idee der Krimi-Buchreihe gekommen. „Ausgestrampelt, euphorisch“ sei er gewesen, kann Tim Pieper sich noch genau an den ersten Moment der Idee vor sechs Jahren erinnern, als er die schöne Landschaft mit den dunklen Seiten des Lebens zu kombinieren begann. Ausgefeilte Krimispannung vor traumhafter Kulisse, nannte dies einmal ein Kritiker, denn die Orte im Havelland sind detailliert genau beschrieben.
Piepers jüngstes Werk „Finstere Havel“ hat seinen gedanklichen Ursprung durch Stefan Nitsche von der Stadtbibliothek Rathenow bekommen. „Nach einer Lesung unterhielt ich mich mit ihm über die Renaturierung der Havel“, erzählt der Autor. Nitsches Beschreibungen seien so konkret und fantasieanregend gewesen, dass sie ihn noch länger beschäftigten und zum nächsten Havel-Krimi führten.
Der sechste Band der Krimireihe aus der Region ist bereits in Arbeit. Die deutsch-deutsche Vergangenheit hat sich der Autor vorgenommen. „Der Fall spielt im Spionage-Milieu“, sagt Pieper. Mehr will er noch nicht verraten.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Ein echter Appetitmacher aus Priort. (Foto: Max Braun)
Ein echter Appetitmacher aus Priort. (Foto: Max Braun)
Unmittelbar am Ortseingang Priort liegt die Einfahrt zur Obstplantage Lienert. Dort hat gleich neben den jungen Obstbäumen das Grillrestaurant „Le Pot“ ein Zuhause gefunden. Lutz Henke und Mila Liebegall gründeten das Le Pot vor etwa einem Jahr, als Caterer Lutz Henke aufgrund ausfallender Messen und Großveranstaltungen kaum noch Aufträge hatte. MAZ-Mitarbeiter Max Braun hat sich auf seiner kulinarischen Erkundungstour auf den Weg dorthin gemacht.
Mittlerweile kümmern sich acht Mitarbeiter um das Zubereiten und vor allem das Ausliefern der Grillspezialitäten. Dabei wuchs die Karte immer weiter. Aktuell finden sich darauf gut 30 Gerichte wieder. Angefangen beim einfachen Cheeseburger und Pommes, bis hin zum „Dry-Aged Wilder Lutz“ mit gereiftem Rindfleisch, Baby-Blattspinat und Limonen-Öl.
Ein weiteres Burger-Highlight ist der sogenannte „FKK-Burger“, der lediglich aus 360 Gramm Black Angus Beef und einem Klecks Burgersoße zwischen zwei Sauerteigbrötchenhälften besteht.
Wem nicht nach Burger zumute ist, der kann aus einer der Sandwich- oder Salatkreationen mit oder ohne Fleisch wählen. Auf Anfrage sind auch vegane Gerichte möglich. Wem Sandwich eher als langweiliges belegtes Brot in Erinnerung ist, der kann sich hier einige neue Anregungen holen und sich überraschen lassen.
Bestellt wird entweder über die Webseite oder per Telefon. Dann kann das Menü entweder selbst abgeholt oder geliefert werden. Dabei beschränkt sich das Liefergebiet vorzugsweise auf Wustermark und Fahrland. Falkensee, Dallgow-Döberitz oder Schönwalde gehören noch nicht dazu, lediglich die großen Party-Platten können mit mehreren Stunden Vorlaufzeit auch hierher geliefert werden. Ob eine Lieferung möglich ist, findet man schon bei seiner Online-Bestellung oder spätestens nach einem Anruf heraus.
Bis auf Montag hat das Priorter Le Pot täglich von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Jede Woche gibt es ein Aktionsgericht mit 20 Prozent Preisnachlass und wer den Newsletter auf der Webseite abonniert, kann einmal im Monat ein Gratis-Menü gewinnen.
Zum Ende des Sommers wird es zusätzlich wieder selbst gemachte Säfte aus Äpfeln, Karotten und Ingwer geben. In Hinblick auf Christi Himmelfahrt, an dem bekanntlich auch „Herrentag“ gefeiert wird, gibt es im Le Pot eine spezielle Partyplatte mit Kalbshaxe und einem kleinen Fass Bier, das man auch unter Corona-Auflagen genießen kann. Also wer da seinen Ausflug macht, der kann nicht nur die schöne Umgebung von Priort mit den vielen blühenden Obstbäumen genießen, sondern auch ein Bierchen zischen.
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