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Sturm fegt durch das Havelland ++ Falkenseerin warnt vor „Schockanrufen“ ++ Wahlkampf in Rathenow läuft auf Hochtouren

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Wir im HavellandWir im Havelland

Liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie unseren Newsletter lesen. Freitagfrüh landet er in Ihrem Briefkasten, aber vielleicht sitzen Sie ja heute auch seit 2.30 Uhr vor dem Olympia-Fernseher, um zu schauen, wie die Viererbobs sich für die Medaillen warmtrainieren. Oder sind Sie 5 Uhr aufgestanden, um beim Eishockey mit den Finnen mitzufiebern? Oder gehören Sie zu der stetig wachsenden Curling-Gemeinde, die sich heute über das Bronzespiel der Männer freut? Zu letzter Gruppe gehöre ich. Ich liebe die Sportart, bei der ich das Regelwerk begreife und das Spiel gut nachverfolgen kann, wo ich schon lange nicht mehr über Männer mit Besen lachen muss. Immerhin: Curling war sogar bei den ersten Olympischen Spielen 1924 im französischen Chamonix dabei, damals gewann Großbritannien.
Nun gehören die Havelländer nicht zu den klassischen Wintersportregionen. Wahrscheinlich zu wenig Berge. Darüber können die „Falkenhagener Alpen“ nicht hinwegtäuschen. Vielleicht auch zu wenig Schnee. Wovon wir allerdings genug haben, ist Wind. Die Sturmstunden am Donnerstag belegten das einmal mehr. Wieder einmal waren da die Feuerwehrleute zwischen Falkensee und Premnitz besonders gefragt, haben ihre Motorsägen rausgeholt und jede Menge umgestürzte Bäume aus dem Weg geräumt, drei Menschen wurden im Havelland verletzt. Ob „Xandra“ oder wie vor ein paar Jahren „Xavier“ – die Sturmtiefs schütteln uns ganz schön durch.
Frischer Wind weht bald auch im Rathenower Rathaus. In der Kreisstadt wird am 6. Mai ein neues Stadtoberhaupt gewählt. MAZ stellt alle Kandidaten vor, trifft sich mit ihnen auf eine Tasse Kaffee, die auch mal eine Tasse Tee sein kann. Eine Frau und fünf Männer werben um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler und stellen sich vor. „Engagiert und empathisch“, ist mein Eindruck nach dem Lesen der vielen informativen Beiträge aus unserer Rathenower Redaktion.  Das wird also richtig spannend in Rathenow.
Und wenn wir von Spannung und Entspannung reden – da hoffe ich mit so vielen auf eine Corona-Entspannung. Die Infektionszahlen sind zwar hoch, lassen aber trotzdem Hoffnung für das Frühjahr aufkeimen. Das passende Foto zu dieser Frühlingshoffnung hat unserer Leser Detlef Schwarz aus Nauen beigesteuert. Sie finden es ganz am Ende dieses Newsletters.
Mit besten Grüßen
Marlies Schnaibel
Redakteurin Newsdesk Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: marlies.schnaibel@maz-online.de
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Falkensee: Radweg an der L201 nach Brieselang kommt
Falkensee: Das sagt die Kommunalaufsicht zum Anliegerstraßenbau
Falkensee: Abriss der Stübing-Villa - Hauptausschuss mit deutlichem Votum
Dallgow: Gemeinde will auf Schottergärten-Problematik aufmerksam machen
Havelland: „Erinnerungsorte Brandenburg“ - bislang 22 Orte im Kreis
Falkensee: Riesiger Glücksgriff - ASB-Wohngruppe findet neue Unterkunft
Elstal: So lange dauert es, bis die Knotenpunkte auf der B5 umgebaut sind
Falkensee: „Schockanrufe“ - Opfer warnt andere vor Betrügermasche
Rathenow: Bunt wie das Leben - Förderschule „Spektrum“ feiert Geburtstag
Buckle: Frisch sanierte Dorfstraße wird wieder aufgerissen
Rathenow: Vollsperrung in Rathenow-West unumgänglich
Semlin: Neues Jahrbuch 2021 vom Ortschronist
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MAZ-Aktion: Bürgermeisterwahlen in Rathenow

MAZ-Bürgermeister-Talk am 2. März im Kulturzentrum: Jetzt anmelden!
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Die Corona-Lage im Havelland

Die Zahl der im Havelland neu registrierten Coronafälle blieb auch am Donnerstag hoch. 543 neue Infektionen meldete das Gesundheitsministerium sowie zwei Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Damit stieg die Zahl der Verstorbenen im Havelland seit Ausbruch der Pandemie auf 243. 
Brandenburgweit wurden am Donnerstag 9107 neue Positivfälle und 13 Todesfälle an oder mit Covid-19 vermeldet. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten im Land schätzt das Gesundheitsministerium aktuell auf rund 148.300 (Vorwoche: 128.600). 
Wieder an stieg im Havelland am Donnerstag die Sieben-Tage-Inzidenz. Sie beträgt nun 1313,4, am Mittwoch lag sie bei 1287,2. Damit liegt der Landkreis jedoch weiter deutlich unter der Landes-Inzidenz von 1753,1 (Mittwoch: 1767,8).
Besorgniserregend hoch ist nach wie vor die Inzidenz bei den Kindern und Jugendlichen. Sie liegt aktuell im Havelland bei den Fünf- bis Neunjährigen bei 3063 (brandenburgweit 3686), bei den Zehn- bis 14-Jährigen bei 2910 (brandenburgweit 3539) und bei den 15- bis 19-Jährigen bei 1961 (brandenburgweit 3000). Bei den Säuglingen sowie bei Kleinkindern in einem Alter von bis vier Jahre vermeldet das Gesundheitsministerium für das Havelland einen Wert von 1122 (brandenburgweit 1669). 
Impfstelle in Falkensee nach Sturmschäden geschlossen
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Menschen aus dem Havelland

Havelland: Wechsel an der Spitze - Christian Maaß ist der neue Kämmerer
Falkensee: Ganz junge Start-Up-Gründer wollen mit Blumen durchstarten
Dallgow: Bürgerbus-Vorsitzende lenkt den Verein auf der Straße und am Schreibtisch
Jerchel: Kurrent - für Gerd Dehnhardt kein Buch mit sieben Siegeln mehr
Premnitz/Milower Land: Sven Szramek neuer Ortsvereinsvorsitzender
Rathenow: Aline Schubert trainiert die starken Kerle der Raccoons
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Ein Stein mit Geschichte. (Foto: Marlies Schnaibel)
Ein Stein mit Geschichte. (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird dieser Stein, es ist ein Gedenkstein. Wissen Sie, wo er zu finden sind? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 21. Februar 2022, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 25. Februar direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Die Spaatzer Dorfkirche (Foto: Christin Schmidt)
Die Spaatzer Dorfkirche (Foto: Christin Schmidt)
Vergangene Woche hatten wir an dieser Stelle einen Altar abgebildet. Haben Sie erkannt, zu welchem Gotteshaus dieser gehört? Es ist der Altar der Spaatzer Dorfkirche, ein spätromanisches Feldsteinbauwerk, das vermutlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand. Durch Spitzbogenfenster mit Backsteinlaibung fällt Tageslicht in das Innere des Gotteshauses. An der Südseite sind zwei Portale angeordnet, ihre Backsteingewände sind mit Rund- und Birnstabprofilen versehen.
Das frühere Westportal ist teilweise vermauert. Der quadratische Fachwerk-Dachturm mit Zeltdach und Laterne stammt aus dem Jahr 1706. 1767 und 2000 wurde die Kirche restauriert. An der Südseite befindet sich eine Leichenhalle, die 1730 angebaut wurde. An der Südwand ist noch die Priesterpforte zu sehen. Die Emporen an der Süd- und Westseite stammen aus dem 18. Jahrhundert.
Der Altaraufsatz von 1647 wurde 1957 restauriert. Im säulengerahmten Mittelfeld ist ein großformatiges Abendmahlsgemälde zu sehen, der Aufsatz ist mit Kreuzigung und Himmelfahrt versehen, seitlich sind Schweifwerkwangen angebracht. (Quelle: Wikipedia)
Wer einen Blick ins Innere werfen möchte, die Kirche ist vom 1. April bis 31. Oktober täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang geöffnet. Den Schlüssel gibt es über Matthias Schlüter, Spaatzer Hauptstraße 34, Telefon: 0162/8 15 52 66.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Das Falkenseer Sawito-Team. (Foto: Leonie Mikulla)
Das Falkenseer Sawito-Team. (Foto: Leonie Mikulla)
Wer das erste Mal das Restaurant Sawito in Falkensee besuchen möchte, der muss erst einmal ein bisschen suchen. Unscheinbar verbirgt sich das Lokal zwischen einer Tankstelle und dem Hotel Falkensee. Der Eingang befindet sich nicht gleich vorne an der Straße, sondern liegt versteckt im Hinterhof. Doch hat man es erst einmal geschafft, wird man belohnt mit einem kulinarischen Erlebnis, hat meine Kollegin Leonie Mikulla erkundet.
Während eines Drei-Gänge-Menüs vergehen schnell mehrere Stunden und jeder Gang gleicht einem kleinen Kunstwerk, das alle Sinne anspricht. Die Gerichte sind in sich farblich aufeinander abgestimmt und werden harmonisch auf den Porzellantellern in Form gebracht. Ein Dessert mit dem unverfänglichen Namen „Pumpkin Pie“ gleicht einer architektonischen Installation aus verschiedensten geometrischen Figuren, an einen Kürbiskuchen erinnern dabei nur noch die Farbtöne. Wer sich davon ein bisschen eingeschüchtert fühlt, kann auf das Sawito-Team zählen: Jeder Gang wird zunächst detailliert erklärt, sodass man etwas vorbereitet in das Geschmackserlebnis startet.
Für Überraschungen ist trotzdem gesorgt, wenn altbekannte Zutaten auf ungewöhnliche Weise verarbeitet werden. Genau dies ist auch das Anliegen von Küchenchef Marco Wahl: „Wir wollen gerne eine weltoffene Küche anbieten und uns nicht nur auf französische oder mediterrane Gerichte versteifen. Unser Ziel ist es, bekannte und weniger bekannte Gerichte kreativ aufzuarbeiten.“
Blick ins Restaruant. (Foto: Leonie Mikulla)
Blick ins Restaruant. (Foto: Leonie Mikulla)
Während die Inspiration für die Speisen aus aller Welt kommt, legt das Sawito gleichzeitig besonderes Augenmerk auf die Regionalität der Zutaten: „Wir arbeiten mit dem Hofladen Falkensee und einem Bauern aus der Umgebung zusammen. Vom Unternehmen Finkenblumen beziehen wir Kräuter und Blumen“, erzählt Wahl, der selbst in Falkensee wohnt.
Auch auf der Weinkarte sollen in nächster Zeit bevorzugt deutsche Weine stehen. „Wir haben seit Neustem einen Wein aus Brandenburg ins Angebot aufgenommen: Einen Riesling aus der Lausitz, der sich nicht verstecken muss“, sagt Patrick Schwabe, der als Weinkenner seit drei Monaten das Team des Sawito bereichert. „Es gibt auch Rotweine aus Deutschland – die Villa Jakobs baut sogar ganz in der Nähe in Potsdam Weine an“, so Schwabe.
Das Sawito befindet sich in der Spandauer Straße 14. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonnabend ab 18 Uhr (Ende offen).
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Schnappschuss der Woche

Farbe in Nauen. (Foto: Detlef Schwarz)
Farbe in Nauen. (Foto: Detlef Schwarz)
Der Februar ohne Eis und Schnee, dafür aber mit blühenden Krokussen als Frühlingsboten im Park von Nauen. Detelf Schwarz hat sie fotografiert. 
Haben Sie auch einen Schnappschuss aus dem Havelland, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de
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