"Sir Henry" aus Paaren ist tot ++ Polizeitipps zum Schulanfang im Havelland ++ Nennhausener Störche vor dem Abflug

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Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen zur neuesten Ausgabe unseres Newsletters “Wir im Havelland”. Inzwischen sind wir bereits im August angekommen. Ziemlich genau ein halbes Jahr “newslettern” wir im Havelland jetzt schon. Langweilig geworden ist uns dabei noch nie.
Jedes Mal, wenn ich das Editorial hier schreibe, nehme ich mir vor, mich diesmal wirklich, wirklich kurz zu fassen. Schließlich warten ja jede Menge spannende Geschichten, Termine und Tipps in unserer Mail - da möchte ich Sie auch gar nicht lange aufhalten.
Am Ende kommt dann doch fast immer ein umfangreicher Text zusammen. Es gibt aber auch einfach zu viel zu erzählen. Im Havelland ist halt immer etwas los. Glauben Sie mir, “Wir im Havelland” könnte doppelt so lang sein und wir müssten immer noch die schwere Wahl treffen, welche Geschichten es am Ende hier in den Newsletter schaffen.
Was die Havelländer und unsere Redaktion in dieser Woche bewegt, aufgeregt, aber auch gefreut hat, das verrate ich Ihnen jetzt. Denn ich glaube, diesmal habe ich mich hier wirklich kurz gefasst.
Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Wochenende, bleiben Sie gesund und ich freue mich, wenn wir uns in der nächsten Woche wieder lesen!
Herzliche Grüße
Nadine Bieneck
Stellvertretende Redaktionsleiterin Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: nadine.bieneck@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: Eselfreunde trauern um Sir Henry
Seeburg: Hofladen Huschke leidet unter Bauverzögerung der L20
Brieselang: Kündigung für Sportverein durch die Gemeinde sorgt für Ärger
Nauen: Das sind die Ziele der neuen Bürgerinitiative gegen Windräder
Bienenfarm: Drei Monate Sperrung der Ortsdurchfahrt
Havelland: Das ist die technische Einsatzleitung - sie wird beim Katastrophenalarm gerufen
Nauen: Bereitschaftspraxis an Klinik jetzt länger geöffnet
Havelland: Helfer stehen seit zwei Wochen in den Startlöchern
Havelland: Challenge für guten Zweck - Blutspenden werden gebraucht
Briesener Zootzen: Wo die Blaubeeren am Wegesrand wachsen
Ketzin: Darum setzt der Einkaufsmarkt immer stärker auf regionale Produkte
Perwenitz: Die Kulturmühle - entstanden aus dem Feuer
Stölln: Luftkrieg über dem Havelland -  Ausstellung im Lilienthal-Centrum
Rhinow: Ein Ort in Aufruhr - Unbekannte sorgen für Angst auf der Straße
Nennhausen: Jungstörche bereiten sich auf die große Reise vor
Premnitz: Rentner blitzt bei Hausärzten ab
Rathenow: Warum die Sanierung des Körgrabens so lange dauert 
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Schulbeginn im Havelland: Abc-Schützen unterwegs

Westhavelland: 411 Erstklässler beginnen Montag ihre Schulkarriere
Havelland: 14 Schulwegunfälle in 2020 – Polizei gibt Tipps
Wustermark: So hat sich die Grundschule auf den Start vorbereitet
Wie laufen die Einschulungsfeiern in Nauen? Wie viele erste Klassen werden in Falkensee eingeschult? Wie viele in Rathenow und Rhinow? Wie sind die Einschulungsfeiern in Schönwalde-Glien geplant? Auf www.maz-online.de/lokales/havelland können Sie in diesen Tagen im Detail nachlesen, wie die Einschulungsfeiern in den Städten und Gemeinden quer durchs Havelland organisiert und umgesetzt werden - unsere Redakteure haben in allen Grundschulen nachgefragt.
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Bundestagswahl 2021 im Havelland

Das Havelland zersplittet sich auf die Wahlkreis 56, 58 und 60. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Das Havelland zersplittet sich auf die Wahlkreis 56, 58 und 60. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Vor genau einer Woche entschieden die Kreiswahlausschüsse sowie der Brandenburger Landeswahlausschuss über die Zulassung der Kreiswahlvorschläge (Direktkandidaten) und Landeslisten der Parteien zur Bundestagswahl.
Eine Auskunft darüber, wer am 26. September in den drei Wahlkreisen, die das Havelland abdecken, nun tatsächlich auf den Stimmzetteln stehen wird, war beim brandenburgischen Landeswahlleiter in dieser Woche noch nicht zu bekommen Es stünde noch „die Entscheidung des Landeswahlausschusses über Beschwerden gegen die Zurückweisung von Kreiswahlvorschlägen aus“, erklärte dessen Sprecherin Frederike Alm. Diese konnten bis Montag eingelegt werden: beim Landeswahlausschuss gegen die Zurückweisung oder Zulassung von Kreiswahlvorschlägen, beim Bundeswahlausschuss gegen die Zurückweisung oder Zulassung einer Landesliste. Bis zum gestrigen Donnerstag mussten die Ausschüsse über eingegangene Beschwerden entscheiden. Am kommenden Montag werden die Listen mit den Wahlkreiskandidierenden und den Landeslisten im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht, kündigte Frederike Alm an. Damit sind alle Kandidaturen dann offiziell bestätigt und zugelassen.
Bekannt wurde in dieser Woche, dass durch den Landeswahlausschuss bei der Landesliste der „Tierschutzpartei“ eine Kandidatin sowie bei der Landesliste der Partei „Die PARTEI“ zwei Kandidaten nicht zugelassen wurden. Der Grund – ihre gesetzlich geforderte Unterlagen lagen nicht vor. Ob eine oder einer der Kandidaten aus dem Havelland stammt, wollte Alm auf MAZ-Anfrage weder bestätigen noch dementieren.
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Die Corona-Lage im Havelland

Vier neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag damit bei 11,0 und war seit mehreren Tagen erstmals wieder zweistellig. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6332 Erkrankte im Havelland. 182 Menschen von ihnen verstarben an oder mit dem Virus. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 10,5 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 6,2). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 51 neue Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Unterdessen teilte die Kreisverwaltung mit, dass ab sofort Spontanimpfungen in den Impfzentren des Havellandes täglich ohne Termin zwischen 10 und 14 Uhr möglich sind. Von Montag bis Freitag können sich impfwillige Personen in den beiden havelländischen Corona-Impfzentren in Falkensee und Rathenow ohne Termin gegen das Coronavirus impfen lassen. Die sogenannten Spontanimpfungen sollen noch bis Ende August angeboten werden.
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Menschen aus dem Havelland

Gülpe: Forschungsprojekt im Sternenpark Westhavelland
Premnitz: Fabian Kranz fährt ins Katastrophengebiet
Rathenow: Denise Jäkel organisiert mit Mitstreitern das „Laut & Bunt“-Festival
Wustermark: Karola Merten hat mehr als 1000 Kinder betreut
Wagenitz: Gott wohnt gleich um die Ecke von Familie Fürstenow
Falkensee: Vom Kriegsgefangenen zum Flüchtlingshelfer
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Ein besonderes Muster an einem besonderen Haus. (Foto: Christin Schmidt)
Ein besonderes Muster an einem besonderen Haus. (Foto: Christin Schmidt)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird das Haus mit dieser besonderen Fassade. Wir wollen wissen: Wo steht es? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 9. August, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 13. August in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Falkenseer Erinnerung an Erich Weinert. (Foto: Marlies Schnaibel)
Falkenseer Erinnerung an Erich Weinert. (Foto: Marlies Schnaibel)
Vor einer Woche hatten wir in unserem Rätsel nach diesem Mann gefragt. Warum wurde an diesem Falkenseer Trafokasten an den Dichter Erich Weinert erinnert? Die Bemalung ist eine Erinnerung an die Zeit, als die benachbarte Schule seinen Namen trug. 1983 als Polytechnische Oberschule “Erich Weinert” gebaut, trug die POS den Namen bis zur Wende. Dann geriet das POS-System in den Trudel der Bildungsreformen. Erst wurde die Schule zur Gesamtschule “Erich Weinert”, dann zur Oberschule “Erich Weinert” gewandelt. Und als diese nach einer grundlegenden Sanierung des Hauses 2009 wieder ins Gebäude zog, legte sie den Namen ab und steht seitdem ohne besonderen Namenszusatz als Oberschule Falkensee da.
Die Oberschule Falkensee am Poetenweg. (Foto: Marlies Schnaibel)
Die Oberschule Falkensee am Poetenweg. (Foto: Marlies Schnaibel)
Andere Schulen in Falkensee legten Namenszusätze aus sozialistischen Zeiten in der Umbildung der Schullandschaft ebenfalls ab: Ernst Thälmann, Friedrich Engels, Alexander Zawadzki und Clara Zetkin wurden Geschichte
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Kulturelles Havelland

Das Museum befindet sich in Kleßen. (Foto: Christin Schmidt)
Das Museum befindet sich in Kleßen. (Foto: Christin Schmidt)
Im Spielzeugmuseum in Kleßen (Amt Rhinow) ist man bereit, und scharrt gar schon mit den Hufen. Denn an diesem Wochenende startet endlich die erste Sonderschau nach Corona und hofft auf zahlreiche Besucher. „Unterwegs im Anderswo. Über Märchen und Märchenbücher“ heißt die Sonderausstellung, die ab 8. August in Kleßen gezeigt wird. Mit Kinderbüchern aus der Sammlung des Berliners Hans-Jürgen Thiedig wird auf dem Areal von Schloss Kleßen ein Überblick über knapp zweihundert Jahre Märchenbuch-Produktion gegeben. Es werden Märchen in Erinnerung gerufen, die Anstrengungen derjenigen beschrieben, die Märchen gesammelt und aufgezeichnet haben, Autoren und Illustratoren vorgestellt und Wege in das Labyrinth der Deutung von Märchen aufgezeigt.
Die Ausstellung will Anregungen zu einer bewussten Auseinandersetzung mit Märchen geben. Diese werden, weil sie so selbstverständlich zu unserer Kultur gehören und weil sie gewöhnlich der Lebenswelt der Kinder zugeordnet werden, oft vernachlässigt. Gezeigt wird in Kleßen eine Reihe rarer deutscher Volksmärchen-Bücher, wie von Franz Graf von Poccis Blaubart (1845), seltene Kunstmärchen-Bücher der Romantik wie von Gustav Dorés, Rotkäppchen-Illustrationen (1862), die zu den berühmtesten Darstellungen dieses Märchens gehören und vom Jugendstil geprägte Märchenbücher wie von Gertrud Caspari. Dargestellt wird auch, wie die einzigartigen, zwischen 1907 und 1909 entstandenen, Illustrationen Otto Ubbelohdes den Märchen der Brüder Grimm den Weg in die japanische Kultur ebneten.
Eine Aschenputtel-Zeichnung von Gertrud Caspari. (Foto: Spielzeugmuseum Kleßen)
Eine Aschenputtel-Zeichnung von Gertrud Caspari. (Foto: Spielzeugmuseum Kleßen)
Ein Höhepunkt der Schau ist das Märchenbuch, das Marie Bruns-Bode um 1925 für ihre eigenen Kinder schrieb und illustrierte. Die erstgeborene Tochter Wilhelm von Bodes, des Generaldirektors der Berliner Museen, gibt mit ihrem bislang unveröffentlichten Kinderbuch einen Einblick in das Familienleben des Berliner Bürgertums vor etwa einhundert Jahren.
Welches Märchen für ihr Leben Bedeutung hat, darüber berichten zudem 35 Menschen aus unterschiedlichen Ländern, die heute in Rheinland-Pfalz leben. Mit diesem Volkshochschulprojekt möchte das Museum die Besucher zur Nachahmung anregen.
Mehr Informationen zum Museum finden Sie auch unter spielzeugmuseum-havelland.byseum.de.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Das Steakhaus "La Banda" in Elstal. (Foto: Jens Wegener)
Das Steakhaus "La Banda" in Elstal. (Foto: Jens Wegener)
Der alte „Kastanienhof“ im Ernst-Walter-Weg in Elstal ist Geschichte. Ob das neue RestaurantLa Banda“ mit argentinisch-mexikanischer Küche die Herzen und Gaumen der Elstaler erobern kann, hängt im wesentlichen von Galina Kazemir und Koch Hussam Hussein ab. Die beiden betreiben das neue Steakhaus seit April.
„Der Start ist super verlaufen. Die Elstaler und andere Gäste haben uns gefunden und viele kommen seitdem öfter mal wieder“, sagt Galina Kazemir. Besonders an den Abenden und am Wochenende ist das Restaurant, das innen 60 Plätze bietet, gut gebucht. Auf der Terrasse lässt es sich bei den gegenwärtigen Temperaturen gut sitzen.
Nachdem der Kastanienhof lange vor sich hindümpelte und schließlich geschlossen wurde, fassten drei Männer den Mut, das Grundstück samt Gebäude mit Restaurant, Parkplatz und angeschlossener Pension zu kaufen. Felix Henschke, Henrik Arfmann und Silvan Brunnemann sind die neuen Eigentümer. Das Steakhaus haben sie an die Betreiber verpachtet. „Wir haben zunächst erstmal viel umbauen und renovieren müssen, um das Restaurant zum Laufen zu bekommen“, sagt Henrik Arfmann. Das sei jetzt fertig, auch die Bar im Innenraum, an der die Gäste am Abend gern einen Cocktail trinken können.
Direkt am Ernst-Walter-Weg befindet sich das Restaurant. (Foto: Jens Wegener)
Direkt am Ernst-Walter-Weg befindet sich das Restaurant. (Foto: Jens Wegener)
Gearbeitet wird noch an und in den Zimmern der über der Restaurant befindlichen Pension. Vier von neun Zimmern sind bereits buchbar, die anderen werden demnächst zur Verfügung stehen. Aber: “Wer eine Übernachtung buchen will, muss das online bei der Firma der Eigentümer machen, vor Ort im Steakhaus geht es nicht“, sagt Felix Henschke.
Geplant ist kurzfristig ein Wintergarten für die Außenterrasse, so dass die Gäste sich dort auch aufhalten können, wenn es regnet oder kühler ist. „In etwas weiterer Zukunft möchten wir auf dem jetzigen Parkplatz einen zweiten Kastanienhof errichten, also anbauen, wenn die Bebauung rechtlich dort überhaupt möglich ist“, so Arfmann.
Galina Kazemir, die seit 15 Jahren in der Gastronomie zuhause ist und sich jetzt erstmals selbstständig gemacht hat, kümmert sich zunächst allein um die Bewirtung der Gäste, weil Hussam Hussein in der Küche zuhause ist. Und dort hat er bei der Vielzahl der Gerichte viel zu tun: Die klassischen Steaks vom Grill, der „La Banda-Grillteller“ oder die mexikanischen Spezialitäten wie Burrito de Picadillo zaubert er ganz allein. „Beim Service helfen manchmal Mitglieder der Familie“, sagt Galina Kazemir.
Das Restaurant ist sieben Tage in der Woche von 11 bis 23 Uhr geöffnet. Selbstabholer erhalten während der Corona-Zeit einen Rabatt.
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Schnappschuss der Woche

(Foto: Privat)
(Foto: Privat)
Sehr, sehr heimatverbunden sind sie, die Havelländer. Zu recht, wohlbemerkt! Dieser Schnappschuss aus der Ferne erreichte die Redaktion in dieser Woche. “Viele Grüße aus Brandenburg, Reykjavik!”, so die Botschaft des Falkenseers. Auch im Urlaub im hohen Norden Europas denkt man als Havelländer eben an Zuhause.
Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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