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Rummel und Tanz in Friesack ++ Spatenstich für Hallenbad Falkensee ++ Bäume der Zukunft kommen aus dem Havelland

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen bei der neuen Ausgabe unseres Newsletters “Wir im Havelland”. Es sind heiße Tage, in denen wir stecken - nicht nur meteorologisch, sondern auch was eine Vielzahl von Themen quer durchs Havelland betrifft.
Ein Großteil meiner Kollegen fiebert zudem fußballerisch bei der EM mit und leidet dabei mitunter ganz besonders. Vor allem, wenn unser EM-Orakel “Sir Henry” zum vermeintlich falschen Futternapf trabt, um seiner Aufgabe als Hellseher gerecht zu werden. Mir ist der gemütliche Vierbeiner sehr sympathisch. Er ist einfach niedlich und wie er am Dienstag bewies, alles andere als ein “dummer Esel”. Meine Kollegen sahen das naturgemäß anders. Am Ende jedoch redeten sie sich eher die Köpfe heiß über unser redaktionsinternes Tippspiel (würde ich sticheln wollen, würde ich sagen: da fehlt nur noch, über die Trikotfarbe der Mannschaften abzustimmen oder wann der Trainer auf die Toilette verschwindet) als über die 0:1-Niederlage der deutschen Mannschaft.
Wirklich viel Zeit, die Fußballphrasen durch die Redaktion zu schmeißen, gibt es allerdings nicht. Denn zum Einen häuft sich in den letzten Tagen - erfreulicherweise nach der langen Pandemiepause - wieder die Terminlage. Es gibt zunehmend mehr Möglichkeiten, Menschen vor Ort zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Zum anderen finden die letzten Sitzungsrunden vor der Sommerpause in der Kommunalpolitik statt, auch der Wahlkampf für die Bundestagswahl im September nimmt langsam Fahrt auf. Sie sehen, es gibt viel zu erzählen und, um im Jargon zu bleiben, auch etliche Aufreger, die jede Menge Sprengstoff bereithalten.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen unseres Potpourris einmal quer durchs Havelland, vom Milower Land bis in den Dallgower Ortsteil Seeburg, und allzeit einen kühlen Kopf. Bleiben Sie gesund und haben Sie ein erholsames Wochenende!
Ich grüße Sie herzlich
Ihre Nadine Bieneck
Haben Sie ein Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: nadine.bieneck@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Jerchel: Geheimnis des Geisterstrauchs gelüftet
Falkensee: Spatenstich für das Hallenbad - viel Staub aufgewirbelt
Rathenow: Darum ist das Bauland knapp
Seeburg: Mit Vollgas in die Baustellensperrung
Anliegerstraßenbau in Falkensee: Was soll die Stadt zahlen?
Hohennauen: Gastronom bewältigt Neustart trotz Personalmangel
Dallgow-Döberitz: „Attraktive MFA, leidenschaftliche Porsche-Fahrerin...“ – Bewerbung stiftet Unruhe
Havelland: Nachfragen nach Elektro-Mobilität steigt rasant
Tremmen: Bäume der Zukunft kommen aus dem Havelland
Nennhausen: Störche haben neues Nest angenommen
Falkensee: Wie weiter mit dem Zubringer Rosentunnel
Rathenow: Neue Kita kommt ans Straßennetz
Premnitz: 83000 Euro wollen die Bürger für Senioren ausgeben
Havelland: Startschuss für neue Tourismus-Verbindung
Havelland: Kreissportbund und Landkreis ehren Sportler
Havelland: Landwirte erwarten normale Ernte
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Bundestagswahl 2021 im Havelland

Für den Bundestag kandidieren neben den Kandidaten der “üblich verdächtigen” Parteien auch zahlreiche Vertreter sogenannter “Kleinparteien”. Im Wahlkreis 58 (Oberhavel/Havelland II) stellten sich jüngst fünf Vertreter dieser “sonstigen Parteien” der Öffentlichkeit vor. Volt, ÖDP, PdH, Die Partei und Piraten - von welcher dieser Parteien haben Sie schon mal gehört?
Zu sagen haben die Kandidaten eine Menge. Zudem vertreten sie dezidierte Positionen und Strömungen, die die Wähler möglicherweise in den “Großparteien” so gar nicht mehr wiederfinden. Als Auftakt in den Wahlkampf war die Runde – die in fairer und angenehmer Atmosphäre geführt wurde und die ich aufmerksam verfolgt und hier dokumentiert habe – ein gelungenes Format. Klar wurde jedoch auch, dass insbesondere die noch recht unerfahrenen Jungpolitiker in den nächsten Monaten sattelfester in einer Vielzahl von Themen werden müssen, wollen sie den arrivierteren Kandidaten Konkurrenz machen. Ihre politischen Grundrichtungen wurden jedoch deutlich: So steht Evelyn Steffens (Volt) klar für eine pro-europäische Politik und klimaschützende Wirtschaft ein, Nathanael Uhlig (Ökologisch-demokratische Partei) für eine Politik, die nachhaltig mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgeht. Lukas Minogue (Partei der Humanisten) stehe für faktenbasierte Politik, die auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgreift. Dem stimmte auch Thomas Ney (Piraten) zu, der zudem eine sozialliberale Politik verfolge: „Freiheitswerte sind für uns zentral. Wir setzen uns für die größtmögliche Freiheit des Einzelnen ein, ohne die Freiheit anderer zu beschränken.“ Rick Grothe (Die Partei) hielt sich mit seiner Standortbestimmung zurück und überließ den anderen Kandidaten das Feld - er beschränkte sich auf die Moderation des Formats.
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Die Corona-Lage im Havelland

Keine neuen Positivfälle vermeldete das Gesundheitsministerium Brandenburg am gestrigen Donnerstag für das Havelland. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6265 Erkrankte im Kreis. 181 Menschen aus dem Havelland verstarben seitdem an oder mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz für unseren Kreis lag am Donnerstag bei 4,3 und damit leicht unter Brandenburgs Gesamtschnitt von 5,2. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Die fortgesetzte Entspannung des Pandemieverlaufes sorgt zudem für weitere Lockerungen, die im Havelland seit dem gestrigen Donnerstag greifen. Zusammengefasst haben wir diese hier.
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Menschen aus dem Havelland

Dallgow: Lokführer zwischen Diesel, Dampf und Spionageverdacht
Rathenow: Petra Herbrich setzt sich für Senioren ein
Falkensee: Kevin Porschkes Waren sind auf dem Wochenmarkt gefragt
Rathenow: Von Saigon über Osnabrück in die Optikstadt – Lungenarzt Quoc Thai Dinh
Rathenow: Bund fördert Idee von Frederike Timme mit 100.000 Euro
Nauen: Lions Club ehrt die besten Abiturientinnen
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo befindet sich dieses Tür? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wo befindet sich dieses Tür? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird diese Tür mit Eichhörnchen, Käfer und Eichenblättern. Wir wollen wissen, zu welchem Haus gehört sie? Das Haus ist einmalig auf der Welt und wer es einmal gesehen hat, dürfte es nie wieder vergessen.
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 21. Juni, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 25. Juni in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Viel Glas beim Havelpark. (Foto: Marlies Schnaibel)
Viel Glas beim Havelpark. (Foto: Marlies Schnaibel)
Die Mischung aus Glas und Fenster - danach fragten wir vor einer Woche. Gesucht war der Havelpark in Dallgow-Döberitz, das größte Einkaufszentrum im Havelland. Im vergangenen Jahr wurde gefeiert: 25-jähriges Bestehen. 167 Millionen Besucher zählte der Dallgower Havelpark seit seiner Eröffnung 1995. Damals war Bauen auf der grünen Wiese noch nicht so schwer. Das Shopping-Center wurde zuletzt für rund 33 Millionen Euro grundlegend modernisiert, verlor seine türkise Farbe und hat unter anderem ein neues Dach bekommen. Auf 56 000 Quadratmetern befinden sich darunter mehr als 75 Geschäfte. Mit rund 600 Mitarbeitern gehört der Havelpark zudem zu den größten Arbeitgebern der Region. Und nach den Coronamonaten können sie jetzt wieder loslegen.
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Kulturelles Havelland

Maskenpflicht im Shakespearestil gab es 2020 zu sehen. (Foto: Ulrich Hansbuer)
Maskenpflicht im Shakespearestil gab es 2020 zu sehen. (Foto: Ulrich Hansbuer)
Robin Hood bereitet sich auf seinen Einsatz in Ribbeck vor. Möglich machen das die Schlossfestspiele Ribbeck, die den Helden in diesem Sommer auf die Bühne bringen. Im vergangenen Jahr gab es coronabedingt eine amüsante Notvariante mit Shakespeare total, in diesem Jahr wird die geplante Produktion von „Robin Hood“ gezeigt. Die Ribbecker Schlossfestspiele laden vom 9. bis zum 18. Juli zu sechs Aufführungen vor der Schlosskulisse in Ribbeck ein. 
Alle Vorbereitungen für die 2021er Aufführung wurden von der Produktion pünktlich abgeschlossen, die Schauspieler haben ihre Texte gelernt und trafen sich, nach einem negativen Antigen-Corona-Test, erstmals Ende Mai zu einer Probe. Hauptdarsteller 2021 ist Maximilian Wrede. Für das Ribbecker Stammpublikum ist es ein „alter Bekannter“, denn er ist schon das vierte Mal im Ensemble und zum zweiten Mal in einer Hauptrolle zu sehen.
Das Team hat mit den Proben für Robin Hood begonnen. (Foto: Privat)
Das Team hat mit den Proben für Robin Hood begonnen. (Foto: Privat)
Robin Hood“ sollte schon 2020 auf der Ribbecker Bühne gespielt werden, aber durch Corona war ein turbulentes Bühnenstück mit zehn Schauspielern ein zu großes Risiko. Deshalb wurde damals schnell entschieden, das Stück in den Sommer 2021 zu verschieben. Besucher, die bereits Karten gekauft hatten, wurden darüber informiert, dass die Karten auch 2021 gültig sind. Ganz ohne besondere Hygienemaßnahmen geht es auch in dieser Saison nicht. „Aber mit Tests, Apps und Impfungen wird seit einigen Monaten das Risiko kontinuierlich minimiert. Daher kann man auch vorsichtig optimistisch sein, dass im Juli Open-Air-Theater nicht nur möglich ist, sondern dass auch bei jeder der sechs Vorstellungen wieder bis zu 300 Besucher beim actionreichen Stück um den legendären Helden aus dem Sherwood Forrest mitfiebern können“, sagt Marietta Grade vom Festspielteam.
Das Stück hat am 9. Juli Premiere, weitere Vorstellungen im Ribbecker Schlossgarten sind für den 10., 16. und 17 Juli angekündigt, hier jeweils ab 19 Uhr. Am 11. und 18. Juli wird ab 15 Uhr gespielt. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.schlossfestspiele-ribbeck.de.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

An diesem Wochenende findet in Friesack ein bunter Rummel statt. (Foto: Privat)
An diesem Wochenende findet in Friesack ein bunter Rummel statt. (Foto: Privat)
Haben Sie Lust auf Jahrmarkttreiben? An diesem Wochenende? Dann notieren Sie sich in ihrem Kalender die Vietznitzer Straße in Friesack. Dort ist nach Monaten der großen Corona-Leere an diesem Wochenende auf der Freilichtbühne endlich wieder etwas los, wie mein Kollege Andreas Kaatz herausfand. Die ansässige Firma Armageddon Sound Works lädt in Zusammenarbeit mit Goldstaub Barcatering aus Potsdam für den heutigen Freitag und morgigen Sonnabend zu Rummel und Disco-Musik ein. Beginn des bunten Treibens ist am heutigen Nachmittag 15 Uhr, am Sonnabend 12 Uhr.
„Ich bin richtig froh, dass es endlich wieder mit Veranstaltungen losgeht“, sagt Armageddon-Chef Kristian Wendland. „Ich habe uns in den vergangenen Monaten mit allen möglichen Dingen über Wasser gehalten.“ So wurden statt Bühnen etwa Baustellenschilder errichtet oder Traversen in einen Tiefkühltransporter eingebaut.
Die Sehnsucht, endlich wieder das zu tun, wofür die Firma gegründet worden ist, ist groß. „Wir hatten die Lockerungen gesehen und dachten, das klingt machbar. Wir stellten einen Antrag auf Genehmigung beim Amt und dann ging es Schlag auf Schlag“, erzählt Kristian Wendland. Innerhalb von zweieinhalb Wochen wurde die Veranstaltung aus dem Boden gestampft. Die Besucher werden unter anderem mit dem Autoscooter und dem Kettenkarussell fahren können. Es gibt eine Schiffsschaukel und ein Kinderkarussell. Außerdem Süßigkeiten in allen Variationen – von Zuckerwatte bis zu kandierten Früchten. Abends sind Cocktails angesagt.
Der Eintritt am Tage ist frei. Für den Tanz mit DJ, der jeweils um 19 Uhr beginnt, kostet der Eintritt 5 Euro pro Person. Getanzt wird jeweils bis 1 Uhr morgens.
Entspannung am Havelufer in Rathenow. (Foto: Christin Schmidt)
Entspannung am Havelufer in Rathenow. (Foto: Christin Schmidt)
Mögen Sie es hingegen lieber etwas rühiger, lege ich Ihnen den “MAZ-Tipp der Woche” ans Herz. Nach einem stressigen Arbeitstag entspannt aufs Sofa fallen lassen oder aktiv den Tag ausklingen lassen? Gesünder ist mit Sicherheit Letzteres, meint meine Kollegin Christin Schmidt und hat auch gleich den richtigen Tipp für sie ausgetestet. Raus aus dem Wohnzimmer und rein in die Natur, um frische Luft und neue Energie zu tanken? Das geht in Rathenow sehr gut.
Der alte Hafen ist der perfekte Startpunkt für einen entspannten Feierabendspaziergang. Egal, ob joggend oder ganz entspannt im Spazierschritt, wer sich hier auf den Weg Richtung Weinberg macht, tut Körper und Geist etwas Gutes.
Vorbei an den Schleusenspuckern und den zahlreichen Booten am Stadtkanal, die die Sehnsucht nach dem nächsten Urlaub wecken, geht es auf dem Havelweg im Schatten großer Bäume in Richtung Kleingarten-Anlagen. Auf der rechten Seite glitzert das Wasser der Havel, auf der linken ragt der Weinberg in die Höhe. Ab und zu kreuzt ein Jogger den Weg, ansonsten ist es hier ruhig. Das Wasser und die Bäume schlucken den Lärm der Stadt, während die Vögel den passenden Soundtrack zur gemütlichen Feierabendrunde liefern.
Nicht selten sieht man auf den Bänken am Ufer Angler sitzen, die auf einen Fang hoffen, oder verliebte Paare, die sich Arm in Arm den Sonnenuntergang anschauen. Weiter geht es, vorbei an den zahlreichen, hübsch gepflegten Kleingärten, in denen häufig noch gerackert wird. Kurz vor dem Ende des Weges lohnt sich ein Abstecher auf die Havelwiesen an der gleichnamigen Sparte. Allein der weite Blick in Richtung Horizont hilft, den Stress des Tages hinter sich zu lassen.
Wer sich zum Abschluss noch mit einem Blick übers Westhavelland verwöhnen möchte, muss einen steilen Anstieg in Kauf nehmen. Vorbei an den Weinbergterrassen, geht es rauf zum Bismarckturm. Bei den aktuellen Temperaturen kann man dabei durchaus ins Schwitzen kommen, aber eines sei an dieser Stelle gesagt: Es lohnt sich.
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Schnappschuss der Woche

MAZ-Leser Wolfang Wilde aus Dyrotz drückte in dem Moment auf den Auslöser seiner Kamera, als er dieses Storchenpaar im Dallgow-Döberitzer Gemeindeteil Rohrbeck entdeckte. Im Hintergrund zeichnet sich die mehr als 700 Jahre Rohrbecker Kirche ab, die sogar eine eigene Website hat: www.kirche-rohrbeck.de. Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie uns Ihr Bild gern an havelland@maz-online.de!
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