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Rettungseinsatz auf Semliner See ++ Solarpark für Kleinwudicke? ++ Neues Löschfahrzeug in Pausin

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
was war das wieder für eine Woche. Sowohl sportlich, aber auch wettertechnisch. Seit Tagen fiebern die Fußball-Fans mit ihren Lieblings-Mannschaften bei den Europameisterschaften mit. Das Fußballfieber im Havelland steigt. Am Fernseher oder gar beim Public Viewing - wie zum Beispiel im Havelrestaurant „Schwedendamm“ in Rathenow. Gemeinsam die Lieblinge anfeuern nach der langen Corona-Pause, gemütlich bei Bier und Bratwurst - das tut gut, endlich wieder etwas zu erleben. Mit  Freunden und Bekannten.
Wenn denn das Wetter mitspielt. Was war das für ein auf und ab zuletzt? Erst Temperaturen bis 38 Grad plus. Dann tagelang Regen und Abkühlung. Für die Natur sicherlich wichtig. Ich kann Ihnen aber sage: Ich mag es lieber warm und sonnig. Die Vorfreude auf den Urlaub ist groß.
Dann werde ich auch wieder ins Kino gehen. Markus Kühlmorgen, Betreiber des „Kino Ala“ in Falkensee, freut sich auch, dass nun Filme wieder gezeigt werden können. Am gestrigen Donnerstag ging es wieder los mit einem Kinderfilm und einem Thriller – und der Betreiber hat große Pläne für die Zukunft. Am 1. Juli öffnete auch das Haveltorkino in Rathenow wieder seine Räume. Ganze 240 Tage blieben die Sessel leer und die Leinwände dunkel. Was die Gäste nun erwartet, verrät Kinoleiterin Franziska Ladewig im MAZ-Gespräch.
Oder ich gehe mit meinen Kindern zu “Karls” nach Elstal. Da ist eine Menge los, gibt es viel zu erleben. Die Pläne gehen voran. Trotz einiger Bedenken wegen der Verkehrsinfrastruktur kann jetzt die konkrete Planung für den Umbau des Kasernengeländes an der B5 in Elstal zu einem Naturferiendorf beginnen. Mehr als 100 Millionen Euro will Karls-Inhaber Robert Dahl investieren.
Das klingt doch spannend. Wie auch die Idee von Landwirt Engelmann aus Wustermark. Er hat erste mobile Hühnerställe angeschafft und will die erste Bio-Ei-Packstation in Brandenburg eröffnen.
Nun zurück zum Fußball. Wer wird denn nun Europameister? Ein Teil der Favoriten ist raus, Ich tippe auf Belgien. Die sind gut drauf und haben bislang überrascht. Oder doch England? Es bleibt jedenfalls spannend - bis zum Abpfiff des Finals.
Bis dahin, bleiben Sie gesund
Ihr Sebastian Morgner
Redaktionsleiter MAZ Havelländer und Westhavelländer
Haben Sie ein Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: sebastian.morgner@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: Kleingärtner müssen sich einschränken – was ab sofort erlaubt ist und was nicht
Falkensee: Generation von Nichtschwimmern befürchtet
Stechow-Ferchesar: Rettungseinsatz - zwei Jungs auf Semliner See vermisst
Kleinwudicke: Investor plant Solarpark und sorgt für Verunsicherung im Dorf
Rathenow: Überweisungen bei der MBS nur noch an zwei Tagen möglich
Galm: 17 Einwohner, ein Reitsportgeschäft, ein Kunsthof und ein Gasthaus
Nauen: Betrüger locken 78-Jährigen nach Potsdam - Betrug scheitert
Rathenow: Das soll sich am Schulessen ändern
Havelland: So engagiert sich der Kreis für die Wasserstoff-Technologie
Brieselang: Die Liste von Philipp Ziems ist noch lange nicht vollständig
Schönwalde-Dorf: Das Dorf wächst gewaltig und bleibt doch dörflich
Pausin: Freude bei der Feuerwehr – das neue Löschfahrzeug ist da
Hoppenrade: So leben hier die Bio-Hühner
Brieselang: Landkreis übt Kritik an Kita-Beiträgen
Havelland: Welche Familien den Kinderfreizeitbonus beantragen können
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Bundestagswahl 2021 im Havelland

(Graphik: MAZ/Detlev Scheerbarth)
(Graphik: MAZ/Detlev Scheerbarth)
Die Direktkandidatin der Linken im Wahlkreis 58, Anke Domscheit-Berg, macht an diesem Sonnabend auf ihrer Tour in den ländlichen Regionen der Mark im Havelland halt. “Seit über einem Jahr ist der direkte, politische Dialog so gut wie unmöglich gewesen. Mit unserer ersten Tour wollen wir raus in den ländlichen Raum und mit Bürgerinnen und Bürgern in den direkten Dialog kommen, die teilweise nur eingeschränkt sich im digitalen Raum informieren konnten. Ich freue mich darauf den Bürgerinnen und Bürgern im Havelland persönlich Rede und Antwort zu stehen“, sagt sie.
Anzutreffen ist Anke Domscheit-Berg am Sonnabend, 3. Juli, von 16 bis 17.30 Uhr in Schönwalde-Glien auf dem Edeka-Zboralski-Parkplatz in der Berliner Allee 10. Die Tour findet pandemiegerecht mit den entsprechenden hygienischen Vorkehrungen statt. 
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Die Corona-Lage im Havelland

Keine neuen Positivfälle vermeldete das Gesundheitsministerium Brandenburg am gestrigen Donnerstag für das Havelland. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6272 Erkrankte im Kreis. 182 Menschen aus dem Havelland verstarben seitdem an oder mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz für unseren Kreis lag am Donnerstag bei 1,8 und damit leicht unter Brandenburgs Gesamtschnitt von 2,8. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
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Menschen aus dem Havelland

Rathenow: Schornsteinfeger Dennis Hohm und Dirk Slomka
Rathenow: Optik-Trainer Ingo Kahlisch spricht Klartext
Rathenow: Ehrenbürgerschaft für Christel Schulz
Falkenrehde: Die ehrenamtliche Bücherfrau
Wachow: Kita-Leiterin verabschiedet
Priorität: Er ist jetzt Chef der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Schweinisches im Havelland. (Foto: Marlies Schnaibel)
Schweinisches im Havelland. (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird dieser Schweinekopf aus Metall und Glas. Er befindet sich in Nauen und wir fragen diesmal: In welcher Straße und warum hängt er dort?
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 5. Juli, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 9. Juli in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Das Kulturhaus hat Farbe bekommen. (Foto: Markus Kniebeler)
Das Kulturhaus hat Farbe bekommen. (Foto: Markus Kniebeler)
Es sieht ein bisschen aus wie ein Tempel, und das soll es auch: Das Rathenower Kulturhaus war und ist als Kulturtempel gedacht. 1958 wurde das Haus mit den vielen Funktionen eröffnet. Über dem Eingang steht in Goldbuchstaben: “Wir erhoben uns - Gestalt zu sein”. Ein Satz, der dem Dichter und Kulturminister Johannes R. Becher entlehnt ist. Die Kultur sollte damals zum Volk, das Volk zur Kultur gebracht werden. Zu Verdis “Don Carlos” hatte sich 1958 der Theatervorhang das erste Mal gehoben. 2018 wurde der 60. Geburtstag des Hauses gefeiert, das die Wende überlebte und seinen Platz in der Kulturlandschaft der Kreisstadt und des Landkreises gefunden hat.
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Kulturelles Havelland

Willkommen in Paretz. (Foto: Privat)
Willkommen in Paretz. (Foto: Privat)
“Theater, Politik, Kleinkunst und Kunsthandwerkliches. In der Scheune Paretz ist immer was los. Mal duftet es nach Kaffee, Apfel, Nuss und Mandelkern, mal nach frischem Heu. „Unserem Stiftungszweck entsprechend wollen wir gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren ein bereicherndes, kulturelles Programm gestalten“, sagt Gabriele Radtke-Wolf, Geschäftsleiterin der Stiftung Paretz. Ende Mai vor zehn Jahren wurde die Paretzer Scheune im Beisein vom damaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und dem Stifter-Ehepaar Helga Breuninger und Volker Donath eröffnet. MAZ-Redakteur Jens Wegener hat das Geschehen rund um die Scheune all die Jahre verfolgt.
Eröffnung der Scheune mit Ministerpräsident. (Foto: Archiv)
Eröffnung der Scheune mit Ministerpräsident. (Foto: Archiv)
Daher kennt er auch einiges aus ihrer Geschichte: Erstmals tauchte sie 1811 im Paretzer Skizzenbuch des Architekten David Gilly auf. 1896 brannte die Scheine ab und wurde in veränderter Form 1898 aufgebaut. 1935 fügte man ein Schleppdach hinzu, später erfolgte ein Umbau zur Traktorenhalle der LPG, nach der Wende wurde sie als Getreidelager genutzt. Seit 1998 wurden in und an der Scheune die traditionellen Paretzer Dorffeste gefeiert.
Im Mai 2009 erwarb die Stiftung Paretz, eine Treuhandstiftung der Breuninger Stiftung, das etwa 650 Quadratmeter große Gebäude. Bis 2011 erfolgte die denkmalgerechte Sanierung. Ergänzt wurde am Westgiebel im Innern der Scheune ein beheizbarer Raum mit Küche/Café und WC-Anlage, am Ostgiebel entstanden ein Lager und eine Künstlergarderobe.
Das äußerliche Erscheinungsbild blieb weitgehend erhalten. Für die Sanierung war Architekt Volker Donath verantwortlich – Ehemann von Helga Breuninger. Die Sanierung wurde gefördert vom Land Brandenburg, der EU über das Leader- Programm für die integrierte ländliche Entwicklung. Für Umbau und Sanierung gab es knapp 800.000 Euro. Von der Breuninger Stiftung selbst kamen für Erwerb, Ausbau und Ausstattung noch mal knapp 600.000 Euro hinzu .
Mit dem Tanztee für die Senioren und dem Schülercafé zog Leben ein in das Gebäude. Die traditionellen Dorffeste wurden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen organisiert und gefeiert, weitere neue Formate kamen dazu. Das Paretzer Liebhabertheater probte im Stiftungshaus und in der Scheune seine Shakespeare-Dramen. Auch das Theaterprojekt „Sommer in Brandenburg“ ging hier über die Bühne.
Wer noch mehr über die Paretzer Scheune wissen will, findet weitere Informationen unter www.stiftung-paretz.de.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

(Foto: Leonie Mikulla)
(Foto: Leonie Mikulla)
Kürzlich erst gab die Betreiberin des Restaurants „La Finestra“ im Ortsteil Finkenkrug von Falkensee bekannt, dass sie ihr Lokal schließt. Eine Enttäuschung für bisherige Stammgäste – schließlich war das italienische Lokal eine beliebte Anlaufstelle. Die Freude dürfte nun um so größer sein, dass der Leerstand im traditionsreichen Ehlers-Haus nicht lange anhielt. Am 15. Juni eröffnete in der ehemaligen Bibliothek ein neues Restaurant mit italienischem Konzept: das „La Bocca“
Übernommen wurde das Restaurant von Familie Trabzadah. Sie ist in der gastronomischen Szene Falkensees bereits bekannt: Das Steakhouse Mendoza direkt gegenüber gehört ebenfalls zu ihr. Rachid Trabzadah, Vater der Familie, ist der Manager im neuen Restaurant. Aber auch die Mutter hilft in der Küche und die fünf Kinder packen fleißig mit an, wenn es nötig wird.
„Wir sind vor 25 Jahren nach Deutschland gekommen. Ich bin gelernter Physiker und wollte ursprünglich als Lehrer arbeiten. Das wurde mir hier jedoch nicht anerkannt“, erzählt Trabzadah, der ursprünglich aus Afghanistan stammt. Wegen der Sprachbarrieren bot sich die Arbeit in der Küche an. Er besetzte dort zunächst eine Stelle als Küchenhilfe. Es dauerte jedoch nicht lange bis er das Restaurant übernahm, in dem er damals arbeitete. Auch Sohn Wali half während seines Studiums mit im Service aus. Inzwischen kann die Familie auf 20 Jahre Erfahrung in der Gastronomie zurückblicken, acht Jahre davon in Falkensee.
(Foto: Leonie Mikulla)
(Foto: Leonie Mikulla)
Die Corona-Pandemie machte auch ihnen zu schaffen. Im Steakhiuse gebe es nur eine sehr kleine Terrasse, „weswegen man dort nicht in großem Umfang Außengastronomie betreiben kann.“ Auch einen Lieferservice anzubieten sei problematisch gewesen. Das freiwerdende Ehlers-Haus war so eine willkommene Chance. „Wir haben hier den Vorteil, dass wir über einen wirklich großen Außenbereich verfügen. Aktuell haben wir knapp 70 Plätze und die Möglichkeit, auf 150 Plätze zu erweitern“.
Da der Innenbereich momentan noch komplett geschlossen ist, hat das neue Team Gelegenheit, sich in die ganzen neuen Abläufe einzufinden. „Wir haben uns für ein italienisches Konzept entschieden, weil es das hier in dem Haus auch früher immer gab und gut lief“, berichtet Trabzadah. Da die Familie selbst nicht aus Italien kommt, suchte sie speziell für das neue Restaurant einen italienischen Koch und Kellner. Ein gar nicht so leichtes Unterfangen.
Koch Antonio Pieteri hat bereits seit zehn Jahren Erfahrung mit der italienischen Küche und freut sich, neu mit an Bord zu sein. Trabzadah wiederum freut sich, dass die Stimmung im Team bisher sehr gut sei. „Das läuft super. Klar, es gibt viel zu tun und wir müssen noch einiges optimieren. Wir müssen zum Beispiel erst einmal beobachten, wie die Karte ankommt“. Bisher seien die Gäste jedoch zufrieden gewesen.
Am zweiten Öffnungstag bereits „war hier volles Haus. Viele haben gleich eine zweite Reservierung aufgeben“, erzählt Trabzadah. Besonders die „Pizza Salsiccia è Salmone“, für die eine spezielle italienische Wurst verwendet wird, sei bisher besonders gefragt gewesen. „Generell bieten wir eine eher kleine Karte mit italienischen Standardgerichten an und wollen einen Fokus auf unsere Wochenkarten legen. Da bieten wir dann saisonal zum Beispiel Spargel oder frischen Fisch wie aktuell Seezunge an“, erläutert Trabzadah.
Das „La Bocca“ ist zu finden in der Karl-Marx-Straße 54 in Falkensee Und hat Dienstag bis Sonntag von 12 bis 23 Uhr geöffnet. Mehr Informationen und die aktuelle Wochenkarte gibt es unter www.bocca-falkensee.de.
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Schnappschuss der Woche

Nostalgie in Ribbeck. (Foto: Marlies Schnaibel)
Nostalgie in Ribbeck. (Foto: Marlies Schnaibel)
Es ist das meistfotografierte Toilettenhäuschen des Havellandes. Und auch MAZ-Redakteure kommen nicht dran vorbei, ohne auf den Auslöser des Fotoapparates zu drücken. Wer in Ribbeck vom B5-Parkplatz in Richtung Dorfmitte und Schloss schlendert, passiert auch dieses Bauwerk. Das Häuschen mit Herz ist inzwischen a. D., aber noch eine fotogene Erinnerung an Plumsklo-Zeiten. Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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