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Neue Bodenrichtwerte im Havelland +++ Schlechteste Straße gesucht +++ Käse-Döner-Premiere in Wustermark

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
heute darf ich Sie zu unserer zweiten Ausgabe von “Wir im Havelland”, unserem Newsletter rund ums Havelland, begrüßen. Immer freitags schicken wir Ihnen die spannendsten und wichtigsten Nachrichten aus dem Landkreis direkt in Ihr Postfach. Herzlichen Dank möchte ich bei dieser Gelegenheit all den Lesern aussprechen, die uns nach unserer Newsletter-Premiere in der vergangenen Woche Rückmeldungen und auch Verbesserungsvorschläge geschickt haben. Denn auch wir lernen gern dazu, um Ihnen das Lesevergnügen so angenehm wie möglich zu machen.
In dieser Woche haben wir wieder jede Menge Nachrichten quer durch alle Regionen und Bereiche zusammengetragen, die die Havelländer und auch uns beschäftigt haben. Bevor es mit der Themenlage los geht, möchte ich Ihnen aber gern noch eine - leider regelmäßige - Warnung der Polizei ans Herz legen. Nach wie vor sind auch im Havelland regelmäßig Telefonbetrüger unterwegs, die mit rührseligen Geschichten insbesondere älteren Mitbürgern das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Mitunter eine Menge Geld. Fast täglich vermeldet die Polizei Enkeltricks in den verschiedensten Varianten und warnt vor diesem Trickbetrug. Ein Seniorenehepaar aus Rathenow fiel leider in dieser Woche auf den Enkeltrick herein und hat auf diese Weise gleich mehrere zehntausend Euro verloren. In gutem Gewissen, dem eigenen Enkelsohn zu helfen. Bitte sprechen Sie mit ihren Familienmitgliedern, Bekannten und Freunden und warnen Sie sie vor derartigen Betrügern. Die wichtigsten Tipps der Polizei lauten: Am Telefon nicht ausfragen lassen und keine Details zu persönlichen Verhältnissen preisgeben, nicht unter Druck setzen lassen und im Ernstfall Geld nur an Personen übergeben, die persönlich bekannt sind!
Kurz vor Redaktionsschluss dieses Newsletters gab es übrigens bei aller Dramatik dieses Themas noch eine gute Nachricht: Im Premnitzer Ortsteil Döberitz konnte durch Hinweise eines aufmerksamen Zeugen am Mittwochnachmittag eine mutmaßliche Enkeltrick-Betrügerin gefasst werden. Dem Mann war die junge Frau verdächtig vorgekommen, so die Polizei. Für die Beamten ein Glücksgriff, denn das perfide an dieser Betrugsweise ist auch, dass die Täter so gut wie nie dingfest gemacht werden können.
Kommen Sie alle unbeschadet und gesund durch die nächste Woche. Glaubt man den Wetterfröschen, liegt ja zumindest ein strahlendes Frühlingswochenende vor uns.
Herzliche Grüße
Ihre Nadine Bieneck
Haben Sie Anregungen oder Kritik zu unserem Newsletter? Oder Themen, die wir für Sie aufschreiben sollen? Dann schreiben Sie mir gern an nadine.bieneck@maz-online.de
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Sechs Euro in Elslaake, 1100 Euro in Falkensee – das sind die Grundstückspreise im Havelland
Gelbe Tonne statt Gelber Sack im Havelland
Abschied mit Tränen: Spargelhof Spaatz schließt nach 30 Jahren
Kampf gegen die Raser in Elstal
10.000 Einwohner: Wustermark ist jetzt Kleinstadt
Angst in Pessin: Wer schoss auf Katze „Greta“?
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Die Corona-Lage im Havelland

Einrichtung des Impfzentrums in Sporthalle favorisiert
Im Havelland sind wieder regelmäßige Gottesdienste denkbar
Jeder vierte Tote im Havelland mit Corona infiziert
Eltern in Rathenow beunruhigt wegen Corona-Infektionen
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MAZ-Aktion: Schlechteste Straße im Kreis gesucht

Gesucht wird die schlechteste Straße im Havelland. Foto: Andreas Kaatz
Gesucht wird die schlechteste Straße im Havelland. Foto: Andreas Kaatz
Die Autofahrer unter uns sind Kummer gewohnt. Wer im Havelland unterwegs ist, erlebt so manch katastrophale Straße, über die man sich liebend gern aufregen kann. Vor einigen Tagen fragten wir unsere Leser nach den schlechtesten Straßen im Kreis. Etliche Briefe, E-Mails und Anrufe trudelten daraufhin in der Redaktion ein. Teils mit langen Mängellisten und jeder Menge Fotos, auf denen die Schlaglöcher samt daneben gepackten Zollstock zentimetergenau abzulesen sind.
Seit einigen Tagen bereits sind die Kollegen nun im Havelland unterwegs, um die gemeldeten Straßen vor Ort in Augenschein zu nehmen und darüber zu berichten. Meinen Kollegen Andreas Kaatz zog es kürzlich nach Markee, dort hatte Lothar Richter die L86 gemeldet. Und tatsächlich: Auf der Fahrbahn reiht sich eine Delle an die andere, es holpert permanent. Das Fahren ist kein Vergnügen – auch nicht für jene, die die Straße nur mit dem Auto überqueren wollen. Huckel und Kleinpflaster sorgen zudem für erheblichen Lärm, insbesondere wenn die Autotransporter aus dem nahen Etzin den Ort queren. Die Anwohner sind desillusioniert. “In Markee rechnet niemand mehr mit einer Verbesserung des derzeitigen Zustandes”, sagt Lothar Richter. Bereits 2009 habe das Infrastrukturministerium den “grundhaften Ausbau der Ortsdurchfahrt Markee aufgrund des besonders schlechten Straßenzustandes als einzig sinnvolle Maßnahme“ erkannt. Eine Geldzusage gibt es dafür seit nunmehr zwölf Jahren dennoch nicht.
Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Noch bis zum Monatsende (Einsendeschluss: 28. Februar 2021) sind unsere Leser aufgerufen, die schlechteste Straße im Havelland zu finden. Kennen auch Sie eine Strecke, auf der die Zustände so katastrophal sind, dass eine normale Fahrt nicht möglich ist? Dann schreiben Sie uns gern eine E-Mail an havelland@maz-online.de oder rufen Sie uns unter 03322/254711 an. Teilen Sie uns den genauen Standort mit und senden Sie uns gern auch ein Foto von der Buckelpiste. Wir nehmen Ihren Vorschlag gern mit in unsere Liste auf. Im März wird es ein großes Voting geben, bei dem die Havelländer über die schlechteste Straße abstimmen können.
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Menschen aus dem Havelland

Axel Schroeder vom Lotto-Laden ist Glücksbote und Seelentröster
Autogrammsammler hofft auf Olympische Spiele in Tokio
Sie ist im Ketziner Heimatverein mehr als die Kassenfrau
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Das MAZ-Fotorätsel der Woche

Welches Haus schmückt dieser Erker? Foto: Marlies Schnaibel
Welches Haus schmückt dieser Erker? Foto: Marlies Schnaibel
Wie gut kennen Sie das Havelland? Diese Woche suchen wir in unserem Bilderrätsel diesen ansehnlichen Erker. Verraten sei vorab so viel: Zu finden ist er in der größten Stadt des Havellandes an einer ziemlich belebten Straße.
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 22. Februar, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort “Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter, der am 26. Februar in Ihr Postfach kommt.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung vom 12. Februar
Unser Fotorätsel aus der Vorwoche führte uns nach Dyrotz, wie MAZ-Redakteurin Marlies Schnaibel verrät. In der dortigen Kirche der Gemeinde Wustermark hängt der gesuchte stattliche Taufengel. Vielleicht ist es auch eine Taufengelin - das mit dem Geschlecht weiß man bei Engeln ja oft nicht so genau. Auch das Dyrotzer Exemplar entzieht sich einer klaren Geschlechterzuordnung. Unbestritten ist jedoch die künstlerisch hochwertige Umsetzung. Hier hat vor mehr als 250 Jahren ein Meister Hand angelegt, um den Engel aus einem Lindenstamm zu schnitzen. Mit all seiner barocken Lebensfülle und Lebenslust passt er sich perfekt ein in die Dyrotzer Kirche, die unter Experten wegen ihrer nahezu geschlossenen Ausgestaltung besonders geschätzt wird. Hier wird Religions- und Kunstgeschichte des 18. Jahrhundert erlebbar. Dabei sah es vor gut 50 Jahren nicht gut aus für Kirche und Engel: Das Gotteshaus wurde baupolizeilich gesperrt. 1991 begannen die Rettungsarbeiten, die Kirche wurde saniert. Zum Abschluss der umfangreichen Arbeiten wurde 2004 der Taufengel wieder an seinen Platz gebracht. Der Berliner Restaurator Dirk Jacob hatte das 75 Kilogramm schwere Exemplar lange in seiner Werkstatt mit Engelsgeduld repariert. Fehlende Teile im Rücken wurden mit Kunstharz aufgefüllt. Auch die Nasenspitze und Finger fehlten, sie wurden neu geschnitzt. Es war praktisch die Wiederauferstehung eines Engels.
Barocke Lebensfülle und Lebenslust: Der gesuchte Taufengel aus der Dyrotzer Kirche. Foto: Marlies Schnaibel
Barocke Lebensfülle und Lebenslust: Der gesuchte Taufengel aus der Dyrotzer Kirche. Foto: Marlies Schnaibel
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Kulturelles Havelland

Streaming Havelland begleitete auch den Saxofonisten Matthias Wacker. Foto: Promo
Streaming Havelland begleitete auch den Saxofonisten Matthias Wacker. Foto: Promo
Kommt das Publikum nicht zur Kultur, kommt die Kultur zum Publikum. Im Havelland macht dies der Streamingdienst Havelland möglich. Seit fast einem Jahr hält er den digitalen Kontakt zwischen Künstlern und Zuschauern, wie MAZ-Redakteurin Marlies Schnaibel zu berichten weiß. Bequem vom heimischen Wohnzimmer aus werden so viele kulturvolle Winkel des Havellands erlebbar.
Der Weg führt durch den gesamten Kreis: Durch die Schlösser Paretz, Ribbeck und Kleßen, vorbei am Lilienthal-Zentrum Stölln sowie mit Zwischenstopp im Museum Falkensee. Er berichtet aus der Kirche von Markau ebenso wie aus der Stadtgalerie Rathenow.
Viel Musik ist auch zu hören auf diesem Kanal: Pop mit den jungen Männern der Band Von Rotterdam ebenso wie das Streichquartett der Magdeburger Philharmonie, welches Chopinwerke mit Marcella Crudeli und russische Balladen mit Igor Savitzki erklingen lässt. Das Jazz-Duo von Christian Grabandt und Tobias Tinker agiert im Märkischen Künstlerhof, der Saxofonist Matthias Wacker im Optikpark von Rathenow.
In Rathenow sitzen auch die Macher des Steamingdienstes. Michael Huppertz vom Internetsender meinbrandenburg.tv produziert die meisten der Filme. Er rief die Webseite im Frühjahr 2020 ins Leben, um die Menschen in der Region weiterhin mit Kultur zu versorgen und regionalen Künstlern eine Plattform zu bieten. Der Landkreis Havelland unterstützte die Idee.
Und so ist die Plattform zu einem bunten Mosaik von Kultur im Havelland gewachsen. Eine tragende Säule sind dabei Angebote für Kinder. Frau Holle, Dornröschen und die Prinzessin auf der Erbse geben sich ein Stelldichein. Das jüngste Angebot des Kulturkanals ist ebenfalls eines für Kinder: Der havelländische „Puppenkoffer Berlin“ aus Kotzen erzählt die Geschichte von Hänsel und Gretel.
Das gesamte Angebot finden Sie unter streaminghavelland.de, viel Spaß beim Stöbern!
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Erstmals am Sonnabend in Wustermark erhältlich: der Käse-Döner von Ronny Unger. Foto: Enrico Kugler
Erstmals am Sonnabend in Wustermark erhältlich: der Käse-Döner von Ronny Unger. Foto: Enrico Kugler
In der vergangenen Woche haben wir an dieser Stelle von schmackhaftem Bio-Käse, hergestellt im Herzen des Havellands in der Havelländischen Hofkäserei in Garlitz, berichtet.
Käsig geht es auch in unserem heutigen MAZ-Tipp der Woche zu. Und ich sage Ihnen - schon beim Lesen läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Zumindest wenn man Käse liebt und offen für neue Geschmackserlebnisse ist. Erstmals bietet Ronny Unger mit seinem Foodtruck an diesem Wochenende in Wustermark seinen hausgemachten Käse-Döner an. In ganz Brandenburg ist er damit bereits seit längerem unterwegs - nun macht er auch im Havelland Station. Der Rewe-Markt in Wustermark sei auf ihn zugekommen und habe angefragt, ob er sein Produkt nicht auch hier anbieten wolle, berichtete er meinem Kollegen Steve Reutter.
Dieser Anblick macht hungrig. Foto: Enrico Kugler
Dieser Anblick macht hungrig. Foto: Enrico Kugler
Die Zutaten für Ungers Spezialität sind fast durchweg hausgemacht: zu dem selbst produzierten Käsemix aus Gouda und Cheddar gesellen sich verschiedenen Saucen und Krautsalat.
Das Havelland kenne er bisher nur vom Durchfahren, verrät Ronny Unger. Aber er freue sich darauf, ab diesem Sonnabend auch in Wustermark seinen besonderen Döner anbieten zu können. Er hat so eine Vermutung, warum die spezielle Variante bei den Menschen so gut ankommt (oft bilden sich lange Schlangen vor seinem Wagen). “Der Name polarisiert natürlich. Und wir bieten eine Kombination aus leckerem Käse und einem bekannten Imbiss-Produkt an“, sagt er.
Dass er seine Zelte nun auch im Havelland aufschlägt, ist für Unger ein neues Unternehmenskapitel, über das er sagt: ”Wir sind unglaublich dankbar, dass wir hier stehen dürfen. Das rettet uns in der aktuellen Situation den Arsch.“ Liebe Leser, probieren Sie die Variation gern einmal aus und lassen Sie uns wissen, wie es Ihnen geschmeckt hat. Uns hat der Kollege jedenfalls nicht nur neugierig, sondern auch gleichsam sehr hungrig gemacht.
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