Hip-Hop aus Falkensee +++ Impfpleite in Nauen +++ Kandidaten in Rathenow

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Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Wie mögen Sie eigentlich Ihren Glühwein? Ganz klassisch oder lieber mit einem Schuss Amaretto? Oder ziehen Sie einen Kinderpunch ohne Alkohol vor? Lieber Heidelbeere oder Kirsch, weiß oder rot? Es gibt ja so viele Sorten - nur alle an einem Abend sollte man nicht trinken.
Der Glühwein gehört zur Adventszeit wie die Krone auf dem Weihnachtsbaum und deshalb ist es natürlich besonders ärgerlich - aber wegen Corona leider auch nötig - dass wir unseren Glühwein nun zu Hause trinken. Alle Weihnachtsmärkte sind abgesagt und ich muss gestehen, die Sehnsucht, mit Freuden am Glühweinstand zu stehen und über Neuigkeiten zu plaudern, ist auch bei mir groß.
Während Corona die Welt also ein weiteres Mal durcheinanderwirbelt, bringen sich in Rathenow drei Herren und eine Frau für die Wahl zum Bürgermeister beziehungsweise zur Bürgermeisterin in Position. Für das höchste politische Amt in der havelländischen Kreisstadt sind bislang Diana Golze (Linke), Corrado Gursch (CDU) und Sebastian Lodwig (SPD) von ihren Parteien nominiert wurden. Zudem tritt der amtierende stellvertretende Bürgermeister Jörg Zietemann als Einzelbewerber an. Ich bin mir sicher, die Rathenower werden die Kandidaturen in den nächsten Wochen heiß diskutieren.
Heiß her geht es auch auf dem YouTube-Kanal der Brüder Ricardo und Nino aus Falkensee. Bereits als Teenager begannen die beiden gemeinsam Musik zu produzieren und zwar solche mit fetten Beats. Die Falkenseer haben sich dem Hip Hop verschrieben und mittlerweile erreichen ihre Musikvideos bis zu 150.000 Aufrufe. Wow! Ich wäre froh, hätten sich früher meine kreativen Versuche auf YouTube oder TikTok mehr als zehn Leute angeschaut. Nun gut.
Nachdenklich machte mich in dieser Woche die Geschichte, die meine Kollegin Christin Schmidt aufschrieb. Sie hatte sich mit der Rhinowerin Diana Hilgert getroffen, um über deren Kampf gegen das Coronavirus und die damit einhergehenden Folgen zu sprechen. Lange hatte sie überlegt, ihre Geschichte öffentlich zu machen. Nun entschied sich die 40-Jährige zu diesem mutigen Schritt und spricht offen und schonungslos über das, was sie seit Februar erlebt hat sowie über ihren schweren Weg zurück ins Leben. Für ihren Mut und ihren Optimismus verdient sie höchsten Respekt.
Nehmen wir uns ein Beispiel und lassen uns trotz der aktuellen Situation und der Sorgen, die uns in diesen schweren Zeiten plagen, nicht die Freude am Leben nehmen. Schließlich sind wir nun mittendrin in der Adventszeit und die sollten wir genießen. Die Vieritzer tun das zum Beispiel mit einer bunt geschmückten Weihnachtsstraße und dem wohl größten Weihnachtskalender der Region. Wie sieht Ihr Adventskalender in diesem Jahr aus? Ich habe einen mit “Edlen Tropfen” bekommen - Sie wissen schon, die Pralinen mit Schuss - ähnlich wie beim Glühwein. Die Türchen werde ich also besser erst am Abend öffnen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gemütliche Adventszeit und bleiben Sie gesund!
Ihr Sebastian Morgner
Redaktionsleiter der MAZ Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: sebastian.morgner@maz-online.de.
Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Bauprojekt mit Hindernissen: Die Sanierung des Körgrabens in Rathenow
Nauen: Stadthaushalt ohne Streichungen verabschiedet
17 Jahre Engagement: Die Stechower Dorfkirche fertig saniert
Ausbau der B 5 in Pessin ab Januar
Falkenseer Hip-Hop-Duo erreicht hunderttausende Hörer im Netz
Die Corona-Lage im Havelland

Die Sieben-Tage-Corona-Inzidenzwert im Havelland ist zum Wochenende hin weiter leicht gesunken. Es wurde am Donnerstag der Wert von 368,0 gemeldet. 417,7 haben wir vor einer Woche an dieser Stelle vermeldet. Der Landkreis liegt weiter deutlich unter dem brandenburgweiten Wert von 655,0. Am Donnerstag sind 119 Corona-Neuerkrankungen im Havelland gemeldet worden. Todesfälle wegen Corona wurden im Havelland an dem Tag nicht registriert. Insgesamt belief sich die Zahl im Land Brandenburg auf 2275 neue Positivfälle. Die Gesamtzahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt laut Gesundheitsministerium gegenwärtig geschätzt bei rund 43.400. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz beträgt 4,54. Landesweit werden aktuell 666 Brandenburger aufgrund ihrer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, heißt es am Donnerstag. 165 Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung, 129 von ihnen müssen beatmet werden. Damit sind aktuell in Brandenburg 23,1 Prozent der theoretisch maximalverfügbaren Intensivbetten in den Krankenhäusern mit Covid-19-Patienten belegt.
Nach Corona und dem Kampf ums Überleben – eine Rhinowerin erzählt vom schweren Weg zurück ins Leben
Nauen: Corona-Testzentrum am Stadtbad unter Druck
Corona-Testzentrum Rathenow: Am Rande der Erschöpfung
Nauen: Impfstoff fehlt für mobile Impfaktion
MAZ-Aktion: Schönstes Herbstbild aus dem Osthavelland gesuch

Stimmen Sie ab: Die MAZ sucht das schönste Herbstbild
Menschen aus dem Havelland

Der nächste Kandidat: Jörg Zietemann will Bürgermeister von Rathenow werden
Wie Diana Golze die Menschen in Rathenow zu einem neuen Aufbruch bewegen will
Falkensee: Szilvia Kalmár ist im Präsidium der Europa-Union Deutschlands
Elstal: Er geht seit 22 Jahren in die selbe Schule
MAZ-Fotorätsel der Woche

Zu welchem Haus gehört diese Tür? (Foto: Christin Schmidt)
Zu welchem Haus gehört diese Tür? (Foto: Christin Schmidt)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird diese schmucke Tür. Wissen Sie zu welchem Haus sie gehört? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 6. November, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 10. Dezember direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Vor einer Woche suchten wir dieses Haus. (Foto: Marlies Schnaibel)
Vor einer Woche suchten wir dieses Haus. (Foto: Marlies Schnaibel)
Als der Jugendstil nach Falkensee kam - da war dieses Haus in der Schwartzkopffstraße entstanden, genauer in dem Dorf Seegefeld. Das war 1907. Damals blühte das Dorf auf, die Löwenapotheke wurde eröffnet. Kurz vorher waren die Volksschule und die Feuerwehr Seegefeld gegründet worden. Der Ort wuchs. Und macher Bürgerstolz drückte sich auch an Hauswänden aus. Dieses vieretagige Haus entstand in Bahnhofsnähe. Typische Jugendstilornamente mit Ranken, Blättern und Früchten zieren die Schmuckfelder, fließende Linien und tänzerische Figuren kennzeichnen den Stil und erinnern an den Zeitgeschmack vor mehr als 100 Jahren.
Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Gerda Graßmann blickt in die Ausstellung "meeresrauschen". (Foto: Andreas Kaatz)
Gerda Graßmann blickt in die Ausstellung "meeresrauschen". (Foto: Andreas Kaatz)
Wo Eisbären und Pinguine gute Nachbar sind, da hat sich mein Kollege Andreas Kaatz umgeschaut. Dafür ist er nach Nauen gefahren und in die Ausstellung “Meeresrauschen” abgetaucht. Ganz ohne Taucheranzug.
Das Team des Kulturbüros um Leiterin Jana Geisler hat zum Jahresende wieder eine liebevoll gestaltete Familienausstellung auf die Beine gestellt. Im Richart-Hof können die Besucher einen abwechslungsreichen Ausflug vom Arktischen Ozean über das Wattenmeer, den Atlantik und den Indischen Ozean bis hin zum Antarktischen Ozean auf der anderen Seite der Weltkugel unternehmen.
Entstanden ist letztlich eine kindgerechte Präsentation. „Aber man lernt auch als Erwachsener eine ganze Menge“, sagt Mitarbeiterin Gerda Graßmann. „Beispielsweise ist schon interessant zu erfahren, wie Delfine schlafen. Das wusste ich vorher auch nicht.“ Doch es gibt noch viel mehr zu erfahren während des Rundgangs, bei dem man akustisch vom Meeresrauschen begleitet wird und vorm geistigen Auge förmlich sieht, wie die Wellen auf den Strand laufen.
Auf der Entdeckungstour tauchen auch Eisbären und Pinguine auf, die sich bekanntlich im normalen Leben nicht begegnen. Dazu können die Besucher einem lebensgroßen gefleckten Adler-Rochen ganz nahe kommen oder unter einem Schwarzspitzenriffhai stehen. Ein Orca ist ebenso zu erleben wie ein Mini-U-Boot. Sehenswert ist außerdem das Riff, das Mitarbeiterin Bianka Tetzel-Hein gehäkelt hat. Dazu gehören unter anderem Seepferdchen, Schildkröten, Fische oder Korallen.
Zu sehen ist die Ausstellung bis 28. Februar dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr. Termine nach Absprache sind außerdem möglich. Es gilt derzeit die 2G-Regel. Der Eintritt kostet 1 Euro pro Person..
Schnappschuss der Woche

Rathenow aus Licht. (Foto: Jürgen Ohlwein)
Rathenow aus Licht. (Foto: Jürgen Ohlwein)
Rathenow gab sich farbig. Der Baum des Lebens wurde bei der Aktion zu einem Baum des Lichts, was Jürgen Ohlwein in diesem Bild festhielt.
Haben Sie auch einen Schnappschuss aus dem Havelland, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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