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Havelländer Gastwirte hoffen auf Pfingstgäste ++ MAFZ droht die Insolvenz ++ Erfolglose Baulandsuche in Falkensee

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
hier sind wir wieder mit einer Ausgabe unseres wöchentlichen Newsletters “Wir im Havelland”. Heute ist Freitag, vor uns liegt ein Wochenende. Und das hat es in sich. Nicht nur weil es um einen Feiertag verlängert ist, sondern auch weil es uns allen etwas ermöglicht, was seit Monaten coronabedingt verboten war. Gastwirte dürfen wieder bedienen, wir dürfen uns wieder bedienen lassen. Zumindest ein bisschen, denn die Außengastronomie darf geöffnet werden. Meine Kollegen haben zusammengetragen, was da im Havelland möglich ist. Viele freuen sich, aber nicht alle, wie der Fall von René Dost aus Ketzin zeigt. Er bleibt kritisch.
Und natürlich bleibt es auch noch weiterhin kritisch. Abstandsregeln, Maskentragen, Atteste, Tests, Impfdosen - all das hat uns in dieser Woche weiter bewegt und wird noch eine Weile unseren Alltag bestimmen. Die berühmten Inzidenzwerte liegen zwar unter der Grenze von 100, aber sie gingen auch immer mal wieder nach oben und nach unten. Für Entwarnung ist es bei dieser Welle noch lange zu früh.
Mit Zahlen haben die MAZ-Kollegen in dieser Woche nicht nur jongliert, wenn es um Corona geht. Da gab es auch an anderen Stellen viel zu rechnen: 100 Millionen Euro für den Ausbau der Hamburger Bahn. Oder: 10 Millionen, die ins Premnitzer Stadtzentrum investiert werden. Oder: 2500 Kilometer, die Extremläufer Mario Euker für einen guten Zweck läuft, auch durchs Havelland. Auch über eine 13 wurde berichtet, Radfahrer können sich nämlich auf 13 erneuerte Kilometer Fahrradweg von Rathenow nach Rhinow freuen.
All das sind nur einige Themen aus dem prall gefüllten Newsletter dieser Woche, in dem übrigens erstmals auch Kreuzworträtselfreunde auf Ihre Kosten kommen.
Liebe Havelländer, also jetzt geht es ins Wochenende. Vielleicht mit einem Besuch beim Gastronomen. Egal ob Schloss-Restaurant oder Hafen-Imbiss, wir werden es genießen und die Regenjacke immer griffbereit haben. Ich wünsche Ihnen schöne Pfingsttage und einen guten Dienstagsstart in die neue Woche. Bleiben Sie gesund,
es grüßt Sie herzlich
Ihr Sebastian Morgner
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern an sebastian.morgner@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: Gastwirte hoffen auf Pfingstgäste
Paaren im Glien: Insolvenz droht - so will der Landkreis das MAFZ retten
Falkensee: So ergeht es einem jungen Paar bei der Baulandsuche 
Dagllow: Hundebesitzer schlagen Alarm - Giftköder im Garten
Premnitz: „Herzlauf“ macht Station im Havelland
Falkensee: Trauer um „Schorsch“ bei Zirkusfamilie Renz
Havelland: 100 Millionen Euro für die Bahn
Elstal: So könnte der Bahntechnologie Campus Havelland aussehen
Premnitz: PWG investiert zehn Millionen Euro im Stadtzentrum
Semlin/Rathenow: Hier sollen Baugrundstücke entstehen
Rathenow: Radweg nach Rhinow wird saniert
Nauen: Solarpark - so hat der Bauausschuss abgestimmt
Falkensee: Strafzettel trotz Behinderten-Parkausweis
Ketzin: Mit Udo Lindenbergs Sonderzug bis nach Wustermark
Rathenow: Die Tiertafel braucht Hilfe
Wilhelminenthal: Hier feiert man Dorfpartys in der Doppelgarage
Weißer Ring Havelland: Hilfe für die Opfer von Kriminalität – auch in Corona-Zeiten
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Die Corona-Lage im Havelland

Corona: Diese Regeln gelten ab 21. Mai im Havelland
Wie immer an dieser Stelle reichen wir Ihnen auch die letzten Zahlen aus dem Gesundheitsministerium nach. Demnach wurden am gestrigen Donnerstag elf neue Corona-Positivfälle im Havelland registriert. Insgesamt liegt die Zahl der Erkrankten seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 bei 6159. 180 Havelländer sind in den 14 Monaten an oder mit dem Virus verstorben. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 62,9 - und damit seit fast zwei Wochen konstant unter der Schwelle von 100. Für das Land Brandenburg betrug die Inzidenz gestern gar nur 51,4. Die Zahlen vom heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletters noch nicht vor.
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Menschen aus dem Havelland

Premnitz: Immer engagiert, immer unter Leuten - Gerlinde Frei hilft im Corona-Testzentrum
Ketzin: Mareike Fiebig bringt die Friedhöfe auf Vordermann
Premnitz: Stadtchronist Jürgen Mai wird 80 Jahre
Nennhausen: Adrian Huxdorf bleibt stellvertretender Amtswehrführer
Stölln: Ilona Dahlmann betreibt das Bücher-Antiquariat Windlicht
Rathenow: Studentin will Politik-Portal für Jugendliche entwickeln
Nauen: Elternschule soll auf die Geburt vorbereiten
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Das MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo steht dieser preußische Chausseemeilenstein? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wo steht dieser preußische Chausseemeilenstein? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Heute geht es um ein Verkehrszeichen am Straßenrand, an dem viele Pferdekutschenlenker und Autofahrer schon vorbei gekommen sind. Wir erfahren: noch drei Meilen bis Berlin und zweieinhalb Meilen bis Nauen. Aber das hilft auch nicht richtig weiter, denn der preußische Chausseemeilenstein von 1832 steht nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort, der war in Dallgow. Um 1875 wurde er versetzt. Also: Wo befindet sich dieser Stein heute?
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 24. Mai, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 28. Mai in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung vom 14.Mai
Falke an der Falkenseer Stadthalle. (Foto: Marlies Schnaibel)
Falke an der Falkenseer Stadthalle. (Foto: Marlies Schnaibel)
Ein stilisierter Falke - er war das Ergebnis einer Logosuche im Jahr 2015. Das Logo war gedacht für die neue Stadthalle Falkensee, die am 1. April 2016 eröffnet worden ist. Bei der Namenssuche waren die Bürger gefragt und haben sich für eine klare, sachliche Bezeichnung entschieden, die zum funktionalen Baukörper passt. 122 Vorschläge hatten die Bürger eingebracht, aber Vorschläge wie “Sport- und Kulturzentrum Falkensee“ oder „Event und Sport Arena Falkensee“, Birnbaum-Halle und von-Ribbeck-Halle oder auch Heiko-Müller-Gedächtnishalle fielen durch. Geschaffen wurde eine Doppelhalle: der 1160 Quadratmeter große Veranstaltungssaal mit 18 Meter breiter Bühne, der 1500 Quadratmeter große Sportteil mit 650 festen Tribünenplätzen und das 400 Quadratmeter große Foyer. Und wenn Corona die Halle nicht ausbremst, dann begegnen sich hier jede Menge Menschen zu Sport, Kultur und Politik. Derzeit wird dort getestet und geimpft.
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Kulturelles Havelland

Evelyn Friedrich freut sich auf die Besucher des Schlosses Paretz. (Foto: Julius Frick)
Evelyn Friedrich freut sich auf die Besucher des Schlosses Paretz. (Foto: Julius Frick)
Nach der coronabedingten Schließung im November 2020 öffneten die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am 20. Mai 2021 das Schloss Paretz. Endlich, wird Schlossbereichsleiterin Evelyn Friedrich sagen, endlich ist sie nicht mehr allein in dem märkischen Schloss, sondern kann wieder Besucher begrüßen.
Im Schloss Paretz wird die Ausstellung „Ein königlicher Landsitz um 1800“ gezeigt, die Ausstellung ist mit Exponaten vom Schloss auf der Pfaueninsel bereichert worden. Sie verrät, warum Königin Luise und ihr Gatte Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. so gern in Paretz waren und was dieses Schloss von allen anderen unterschied.
Königlicher, aber nicht pompöser Landsitz in Paretz. (Foto: Marlies Schnaibel)
Königlicher, aber nicht pompöser Landsitz in Paretz. (Foto: Marlies Schnaibel)
Neben Paretz sind in Berlin der Neue Flügel des Schlosses Charlottenburg und das Schloss Schönhausen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Bereits seit dem 12. Mai 2021 können die Schlösser Caputh, Oranienburg und Rheinsberg wieder im Rahmen der regulären Öffnungszeiten besucht werden.
Für alle Besuche gelten die Regeln des Corona-Zeitalters. Grundlage für diese Öffnung sind die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg. Einschließlich der Pfaueninsel in Berlin bleiben alle Park- und Gartenanlagen der SPSG weiterhin zugänglich. Die Besucher sind ausdrücklich aufgefordert, sich an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu halten, um Infektionsrisiken zu reduzieren. In den Besucherzentren,  Schloss- und Museumsräumen sowie auf der Fähre zur Pfaueninsel ist das Tragen einer FFP2-Maske oder KN95-Maske Pflicht. Zudem ist in Berlin ein negativer Corona-Test erforderlich.
Bis auf Weiteres werden zudem keine Führungen angeboten. Für die Besuche in den Schlössern ist eine vorherige Terminbuchung erforderlich. In Caputh, Paretz, Oranienburg und Schönhausen können Tickets ausschließlich an den Schlosskassen erworben werden. Diese Tickets sind zeitgebunden und mit einer Einlasszeit versehen. Der letzte Einlass ist jeweils um 17 Uhr.
Vor jedem Einlass – auch mit einem Online-Ticket - muss eine Registrierung vorgenommen werden. Wer kein Smartphone hat, kann sich über ein iPad an der Kasse ein- und auschecken. Die Besucher sollten etwas Zeit für das digitale Ein- und Auschecken einplanen, ehe sie in die königliche Welt der Schlösser eintauchen können.
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Per Klick aufs Bild geht es direkt zum Online-Kreuzworträtsel.
Per Klick aufs Bild geht es direkt zum Online-Kreuzworträtsel.
Haben Sie schon gehört? Bei der MAZ können Sie jetzt jeden Tag online ein neues Kreuzworträtsel lösen. Außerdem gibt es täglich drei neue Sudokus und immer Sonntags ein neues kniffliges Bilderrätsel. Schauen Sie doch mal rein! Wir wünschen viel Spaß beim Rätseln!
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Entspannung an den Erdelöchern: Bald wird hier wieder gebadet. (Foto: Privat)
Entspannung an den Erdelöchern: Bald wird hier wieder gebadet. (Foto: Privat)
Der Tourismusverband Havelland nennt die Radtour „Erdelöcher Landpartie“. Sie führt über 42 Kilometer von Ketzin/Havel über Zachow, Gutenpaaren, Roskow, Päwesin, Riewend, Wachow, Niebede, Tremmen und Etzin zurück nach Ketzin/Havel. 
Wer weniger sportliche Betätigung mag, aber trotzdem Natur, Idylle und Wasser sehen will, kann es sich an den Etziner Erdelöchern gemütlich machen. Genau das ist der Tipp von MAZ-Redakteur Jens Wegener. Aber man braucht gute Ortskenntnis, um den kleinen Weg, der von der Etziner Dorfstraße zu den Erdelöchern führt, zu finden. Deshalb der Hinweis: Das Straßenschild „J.P. Süßmilch Stege“ lässt nicht ahnen, wohin der Weg führt. Nach 200 Metern stoppt ein Schlagbaum die Weiterfahrt für Autos. Das letzte Stück kann man zu Fuß oder per Rad zurücklegen.
Das Etziner Kleinod ist erst im Vorjahr aufgewertet worden. Die Badestelle hat neuen Sand bekommen. Und dazu gibt es inzwischen eine überdachte Sitzgruppe zum Picknicken, Quatschen und Verweilen – immer mit Blick aufs Wasser. Fernab von jeglichem Trubel ist die Badestelle ein idealer Ort, und sich auf der von Bäumen umgebenen Liegewiese zu entspannen.
Die Erdelöcher in Etzin sind ähnlich denen in Tremmen und Paretz. Im 19. Jahrhundert hatte rund um Ketzin/Havel aufgrund der reichen Vorkommen der Tonabbau begonnen. Bis 1881 waren in der Region 15 Ziegeleien entstanden. 1946 musste die letzte schließen. Viele der „Erdlöcher“ wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Trümmern aus dem zerstörten Berlin zugeschüttet. Andere, wie die Etziner Erdlöcher, sind inzwischen mit Grundwasser gefüllt.
Zur Naturbadestelle bringen sich Badewillige ihr Essen und Trinken mit. „Das Wasser selbst ist immer wärmer als in der Havel“, sagen die Etziner. Aber die Eltern sollten auf ihren Nachwuchs aufpassen, denn schon nach ein paar Metern wird es für Nichtschwimmer gefährlich tief.
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Schnappschuss der Woche

Diesen tierischen Schnappschuss machte MAZ-Reporter Max Braun kürzlich direkt vor seiner Haustür. Herrlich! Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir den MAZ-Lesern zeigen sollen? Dann senden Sie ihn gern an havelland@maz-online.de.
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