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Havelländer Bauern gehen auf die Straße ++ Lebensgefahr in Döberitzer Heide ++ In Kleinwudicke verschwindet die Kapelle

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen, liebe Leser
kennen Sie die Begriffe Bützchen, Kamelle, Nubbel oder Zoch? Nein? Dann verrate ich Ihnen, dass sie alle aus dem Vokabular der Karnevalisten stammen. Am Donnerstag - ja, der 11.11. liegt bereits wieder einmal hinter uns - eroberten sich die Narren um 11.11 Uhr auch in einigen Kommunen im Havelland die Rathausschlüssel.
Unter anderem flogen in Nauen, Friesack, Rathenow, Premnitz und Falkensee zum Start der närrischen Saison Kamelle. Was für ein Spaß! Doch warum findet dieses Spektakel ausgerechnet am 11. November statt? Erklärungen dazu gibt es einige. Wissen Sie es? Dann schreiben Sie uns gern.
Felix und Annekathrin Menzel läuteten die Karnevalssaison in Großwudicke ein. Der Bürgermeister der Gemeinde Milower Land und seine Frau sind das neue Prinzenpaar des Buckower Carnevalvereins. Der MAZ verraten Felix II und Annekathrin I, wie sie zu dieser Ehre kamen.
Nicht nur die Karnevalsaison hat begonnen, auch der Herbst ist längst da. Wie schön dieser sein kann, haben viele Leser für unsere Herbstfotoaktion in Bildern festgehalten. In dieser Woche hat die MAZ-Jury in Rathenow bereits getagt und entschieden, welche der vielen, vielen schönen Einsendungen es ins große MAZ-Voting geschafft haben. Lassen Sie mich an dieser Stelle verraten, dass es zehn Bilder sind. Ab Sonnabend können sie auf der Website der MAZ abstimmen und mit entscheiden, welches das schönste Herbstbild ist.
Übrigens, träumen ist auch im Herbst erlaubt: Neulich war ich bei der Grundsteinlegung am Stadtbad Falkensee dabei. Ich konnte erahnen, wo das Haus mit dem Becken stehen wird. Da es kräftig regnete, träumte ich mich ein wenig davon und sah mich schon vom Startblock in die Fluten springen. Bis ich diesen Sprung wage, muss es aber draußen auf jeden Fall wieder deutlich wärmer sein.
Bevor sie nun wild googeln, möchte ich ihnen zumindest verraten, was ein Bützchen ist. So bezeichnen Karnevalisten ein Küsschen mit geschlossenen Lippen. Ist das nicht süß? Also freuen wir uns auf die närrische Zeit und viele Bützchen.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen wünscht
Sebastian Morgner
Redaktionsleiter der MAZ Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: sebastian.morgner@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: Bauern gehen auf die Barrikaden - "Brandenburg kann keine Krise“
Havelland: Müllfrevel – Landkreis zieht die Reißleine
Falkensee: Kampf um Erhalt der „Stübing-Villa“
Döberitzer Heide: Lebensgefahr - Bundeswehr warnt Pilzsammler vor Betreten
Ketzin/Havel: So fiel die Entscheidung zur Finanzspritze fürs Fischerfest 2022 aus
Falkensee: Fachausschuss gibt grünes Licht für Klimaschutzkonzept
Nauen: Jubiläum - 25 Jahre "Mikado"
Ketzin: So geht es mit den geplanten Kita-Schließzeiten weiter
Kleinwudicke: Kapelle verschwunden – so läuft der Umzug des Gotteshaus nach Jerchel
Rathenow: Packparty beim Verein Tonart zur Aktion Weihnachten im Schuhkarton
Premnitz: Gutachterlob für „starke und attraktive Nahversorgung für alle“
Rathenow: Rotbuchenallee und angrenzende Straßen werden umgebaut
Neufriedrichsdorf: Ein Dorf in der Stadt
Havelland: Die MAZ hebt ab und fliegt über die Dörfer entlang der B188
Milow: Plötzlich Prinz - Bürgermeister trägt jetzt Krone
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Die Corona-Lage im Havelland

119 neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert stieg damit erneut deutlich in die Höhe auf 222,8  und liegt im Vergleich zum Vortag (178,5) nun deutlich über 200. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 7962 Erkrankte im Havelland. 189 von ihnen verstarben an oder mit dem Virus. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 285,7 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 159,2). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 1779 neue Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Im Krankenhaus behandelt werden mussten mit Stand vom Donnerstag landesweit in Brandenburg aktuell 326 Personen wegen einer Covid19-Erkrankung60 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung52 davon müssen beatmet werden.
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Menschen aus dem Havelland

Bamme: Die Müllerin und der Müller vom Mühlenberg
Nennhausen: Jens Lerch mit Kürfürstenpreis des Rotary-Club geehrt
Falkensee: Helga Lümmen ist Begleiterin, Unterstützerin und Ideenschmiederin
Falkensee: Neue Spitze im CDU-Stadtverband – Lewandowski tritt nicht mehr an
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MAZ-Fotorätsel der Woche

(Foto: Nadine Bieneck)
(Foto: Nadine Bieneck)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird dieser farbenfrohe Standort. Wissen Sie, wo er zu sehen ist? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 15. November, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 19. November direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Die Mülldeponie am Stadtrand von Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
Die Mülldeponie am Stadtrand von Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
7488 Solarmodule wurden vor fünf Jahren auf der Deponie am nördlichen Stadtrand von Falkensee aufgebaut. Die Stadtverordneten hatten für das Vorhaben 2016 grünes Licht gegeben. Zwischen der Stadt Falkensee und der Brandenburger Firma Firma Sunfarming aus Erkner war ein Pachtvertrag abgeschlossen worden. Er läuft über 29 Jahre mit der Option, ihn zweimal um je fünf Jahre zu verlängern.
Auf den Schrägen der Deponie wurden auf der Ost-, Süd- und Westseite die Module aufgebaut. Sie haben eine Leistung von 1950 kWp Grünstrom und können damit etwa 560 Haushalte versorgen. Somit wären im Jahr 1,2 Tonnen Co2-Emission einzusparen, sagt die Firma. Sie war 2004 gegründet worden und hat sich darauf spezialisiert, Photovoltaikanlagen auf Dächern oder auf dem freien Land zu errichten.
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Kulturelles Havelland

Eine Replik des Schädels des Mannes von Milow. (Foto: Privat)
Eine Replik des Schädels des Mannes von Milow. (Foto: Privat)
Nach fast drei Jahren verabschiedet sich die Veranstaltungsreihe „Jäten im Paradies“ mit der Eröffnung der virtuellen Ausstellung zum Workshop „Der Mann von Milow“. Dieser beschäftigte sich mit dem Fund einer männlichen Leiche in Milow im Jahre 1967.
Neben dem Skelett barg man damals eine Tasse aus der Walternienburger Kultur, die auf etwa 3300 bis 3000 v. Chr. datiert wird. Heute ist der Schädel im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg und eine Replik im Nabu Besucherzentrum in Milow zu sehen. Ergänzend dazu gibt es nun das virtuelle Museum als ein Ergebnis des Workshops. Das kann jeder Interessierte über die Webseite www.jaetenimparadies.de besuchen, wie meine Kollegin Christin Schmidt weiß.
Um in den Genuss der Ausstellung zu kommen, ist eine Anmeldung notwendig. Anschließen kann jeder Besucher seinen eigenen Avatar erstellen, sich einen Namen und ein Outfit geben und auf Entdeckungstour gehen. Zu sehen sind hier die Ergebnisse des Online-Video-Workshops, der von Februar bis August 2021 im Rahmen des Kulturprojekts stattfand, mit dem Ziel, das Leben jener Zeit zu beleuchten, aus der der „Mann von Milow“ mutmaßlich stammt.
Mehrere Interessierte, Künstler und Künstlerinnen und auch Hobbyarchäologen nahmen unter der Leitung des Videokünstlers Jens Standke teil. Sie recherchierten über Monate in vielen Quellen, besuchten Museen und Kreisgräben, produzierten Fotos und Videos, erstellten Storyboards, Sounds und Filme und betrieben ein Stück weit auch experimentelle Archäologie. Die Ergebnisse sind nun in fünf Räumen zusammengetragen. Lust reinzuschauen? Dann geht es hier auf direktem Wege entlang: hubs.mozilla.com/fG7ykbV/mann-von-milow/
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Dorothea Krüger im Eine Weltladen in Rathenow. (Foto: Jürgen Ohlwein)
Dorothea Krüger im Eine Weltladen in Rathenow. (Foto: Jürgen Ohlwein)
Wer fairen Handel schätzt, sollte den „Eine Weltladen“ in Rathenow besuchen. Das Geschäft unterstützt Kleinbetriebe in Afrika, Asien und Lateinamerika durch fair gehandelte Waren wie Schokolade, Kaffee, Tee, Tücher, Körbe, Schmuck und vieles mehr. MAZ-Reporter Jürgen Ohlwein hat sich vor Ort umgeschaut.
Bereits 2003 begann man mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte am Kirchplatz 11 gegenüber der St.-Marien-Andreas-Kirche. 2013 übernahm Dorothea Krüger die Leitung des „Eine Weltladen“, der von der evangelischen Kirchengemeinde Rathenow betrieben wird.
Die Mitarbeiter arbeiten hier ehrenamtlich und gehören der Kirchengemeinde an. So auch Leiterin Dorothea Krüger. Die 70-Jährige ist sehr sozial eingestellt. „Ich bin immer da, wo ich gebraucht werde“, sagt sie. Neben der Leitung des Geschäfts ist sie im Kirchengemeinderat, singt im Kirchenchor und spielt im Flötenkreis.
Ihre Engagement für benachteiligte Menschen kann sie in ihrer ehrenamtlichen Arbeit im „Eine Weltladen“ voll ausleben. In den Regalen findet die Kunden jede Menge interessante und leckere Sachen, die es im Supermarkt nicht gibt - zum Beispiel Schokolade, Kaffee, Tee und Gewürze aus Afrika oder Indien. Auch Tücher, Körbe, Schmuck und Taschen aus Peru gehören zum Angebot. „Besonders gefragt sind Süßigkeiten, Kaffee und Tee“, verrät Dorothea Krüger.
Ein Gewinn macht der „Eine Weltladen“, nicht. Bleibt am Jahresende Geld übrig, wird es gespendet. Unter den Kunden, die im „Eine Weltladen“ einkaufen, sind viele Mitglieder der Kirchengemeinde, aber auch Touristen. Geöffnet hat der „Eine Weltladen“ dienstags und freitags von 10 bis 16 Uhr. „Außerdem sonntags zu den Gottesdiensten.
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Schnappschuss der Woche

Aus Paulinenaue kommt diese wunderschöne Herbstimpression. Eingesandt hat sie MAZ-Leser Bernd Mösenthin, der sich damit an der MAZ-Herbstfotoaktion beteiligte. In den nächsten Tagen beginnt das große Leservoting auf maz-online.de/lokales/havelland, nachdem die Auswahl der Finalistenfotos durch die MAZ-Jury abgeschlossen ist.
Haben Sie auch einen Schnappschuss aus dem Havelland, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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