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Gegenwind für Investoren +++ Havelländer in Tokio und Kanada +++ Vandalismus im Wahlkampf

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
ich freue mich, dass Sie in unseren Newsletter schauen.
Es vergeht ja keine Woche, in der wir Reporter nicht auf spannende Leute im Havelland treffen. Diesmal spannt sich der Bogen vom Havelland bis nach Tokio und bis nach Kanada. Junge Frauen machen es möglich.
Manchmal geht es aber nicht um die weite Welt, manchmal geht es um viel Geld, richtig viel Geld. Von einer Milliarde Euro ist die Rede, als die Pläne für die Erweiterung des Gewerbegebiets in Brieselang vorgestellt wurden. Mit 32 Millionen Euro will die Firma Terraplan das Olympische Dorf in Elstal zu einem Wohnstandort umbauen. Aufschwung Ost, könnte man meinen. Aber nicht alle sind von der Entwicklung begeistert. Brieselanger Bürger haben ihre Bedenken geäußert, sie fürchten Lärm und Gestank. In Elstal treten vor allem die Linken auf die Bremse, ihnen geht die Entwicklung viel zu schnell, die Infrastruktur fehlt. Auch an anderen Stellen gibt es Bedenken, wenn die Investoren kommen. Das erleben vor allem Betreiber von Solarparks. Da ist längst nicht alles eitel Sonnenschein. Diesmal wurde heftig in Kleinwudicke, in Rhinow und in Hohennauen diskutiert.
Heftig diskutiert wird auch an anderer Stelle, nämlich im Wahlkampf. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind auf Tour, stellen sich auf Foren und am Gartenzaun den Fragen der umworbenen Wähler. Manchmal wird aber beim Thema Wahlkampf gar nicht über Inhalt diskutiert, sondern über Äußerlichkeiten. Nämlich über den Vandalismus an Wahlplakaten, der parteiübergreifend alle mal trifft.
Wem am Wochenende nicht nach Debatten, sondern nach Unterhaltung ist, dem werden einige Angebote unterbreitet: Kreiserntefest in Paaren im Glien, historische Rettungsfahrzeuge auf dem Flugplatz Bienenfarm oder Stadtfest in Rathenow.
Also, egal ob beim Debattieren oder Flanieren - ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Ihre Marlies Schnaibel
Haben Sie ein Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: marlies.schnaibel@maz-online.de
Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Elstal: So geht es im Olympischen Dorf weiter
Brieselang: Bürgerbedenken wegen mehr Lärm und Gestank
Spannende Bürgerversammlung zum Solarpark – so haben die Kleinwudicker entschieden
Intensive Diskussion im Amtsausschuss Rhinow um großflächige Solaranlagen
Falkensee: Warum im Katastrophenfall keine Sirenen heulen
Brieselang: Gemeindevertreter fordern Rücknahme der BSV-Kündigung
Nauen: BSH-Lager versorgt sich selbst mit Sonnenstrom
Trockenheit setzt dem Rathenower Stadtwald zu
Nauen: In die Geheimnisse der Nauener Orgel eingeweiht
Das Storchenjahr 2021 fiel förmlich ins Wasser
Michael Koch präsentiert Kreistagsausschuss das Feuerwehrtechnische Zentrum Friesack
Bundestagswahl 2021 im Havelland

Vandalismus im Wahlkampf: Diese Parteien sind besonders betroffen
Das Havelland und seine Direktkandidaten
Der Landkreis Havelland ist auf die Wahlkreise 56, 58 und 60 aufgeteilt. MAZ stellt die Direktkandidaten im Porträt vor. Die kommen von kleinen oder großen Parteien.
Bundestagswahl: Direktkandidat Stephan Dietzsch (Die Basis) will kostenlose Bildung und Betreuung
Patrick Meinhardt (FDP) bewirbt sich im Havelland um ein Bundestagsmandat
SPD-Direktkandidatin Sonja Eichwede vereint Bremen und Brandenburg
Wahlkreis 60: Grünen-Direktkandidatin Alexandra Pichl eröffnet Wahlkampf
Bundestagswahl 2021, Wahlkreis 58: SPD-Kandidatin Ariane Fäscher will für andere da sein
Bundestagswahl 2021, Wahlkreis 58: FDP-Kandidat Ralf Tiedemann hat Bildung, Sport und Infrastruktur im Blick
Die Corona-Lage im Havelland

Der Corona-Inzidenzwert des Havellandes steigt und sinkt und steigt und sinkt. Am Sonnabend vor einer Woche lag er bei 52,2, dann fiel er wieder. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert, also die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, lag am Donnerstag bei 32,2 (Stand: Donnerstag, 2. September, 0 Uhr, Vortag 34,0). Im Land Brandenburg wird der Durchschnitt mit 28,2 angegeben. Für das Havelland sind somit seit Beginn der Pandemie 6578 bestätigte Covid-Fälle registriert, 182 Menschen sind mit oder an Covid gestorben. Seit dem 23. Juni ist im Zusammenhang mit Covid kein weiterer Todesfall für den Landkreis vermeldet worden.
Die Nachbarkreise des Havellands melden folgende Werte: 28,9 für Potsdam-Mittelmark, 37,3 für die Landeshauptstadt Potsdam, 20,8 für die Stadt Brandenburg, 14,2 für Ostprignitz-Ruppin und 28,9 für Oberhavel. Der Berliner Stadtbezirk Spandau meldet einen Inzidenzwert von 105,9.
Menschen aus dem Havelland

Spannung pur: Vieritzerin läuft Bestleistung in Tokio
Snowboard fahren und Wale gucken – junge Premnitzerin geht nach Kanada
Politikerinnen und Hebamme beraten – so kann es auch in Rathenow wieder Entbindungen geben
Jugendbeirat nominiert auf Jugendkonferenz des Jugendforums Falkensee
Kirchenkreis Falkensee zeigt die Ausstellung „Neue Nachbarn in Schönwalde“
MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo befindet sich dieses Relief? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wo befindet sich dieses Relief? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird dieses Relief, das sich an einem havelländischen Schloss befindet. An welchem? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 6. September, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 10. September in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Das Bärenpaar von Seeburg. (Foto: Marlies Schnaibel)
Das Bärenpaar von Seeburg. (Foto: Marlies Schnaibel)
Gesucht waren vor einer Woche die Buddy-Bären von Seeburg. Der Buddy-Bär ist eine individuell bemalte lebensgroße Bärenskulptur aus witterungsbeständigem glasfaserverstärkten Kunststoff. Es gibt die Skulptur in vier Grundformen, aber in vielen bemalten Varianten. 2001 war der Bär entwickelt worden, allein im ersten Jahr wurden 350 dieser Tiere in Berlin aufgestellt. Heute sind es mehr als 2000, auch außerhalb Berlins haben sich Buddy-Bären angesiedelt. Weltweit. Diese beiden Kumpels im Sportlerdress wurden am Eingang zur Havellandhalle in Seeburg aufgestellt und begrüßten die Besucher. Vor einigen Tagen wurden sie abgebaut.
Kulturelles Havelland

Annette und Gerhard Göschel
Annette und Gerhard Göschel
Wo geht’s zum Paradies? Im Westhavelland, das hat MAZ-Reporterin Christin Schmidt erfahren. Workshops, Exkursionen, Theater, Lesungen und Konzerte – die Menschen im Milower Land und ihre Gäste konnten dank des Kulturprojekts „Jäten im Paradies“ seit August 2019 bei unterschiedlichsten Kunst- und Kulturerlebnissen ihren Horizont erweitern und die Region zwischen Bahnitz und Großwudicke neu entdecken.
Die Idee zu der außergewöhnlichen Veranstaltungsreihe wurde auf dem Galm geboren und hier wird sie nun am Samstag nach drei Jahren auch ausklingen.
Hier geht's lang. (Foto: Sebastian Morgner)
Hier geht's lang. (Foto: Sebastian Morgner)
Die Initiatoren des Projekts – Kunstpädagogin Annette Göschel, ihr Mann, der Künstler Gerhard Göschel, und die Dramaturgin Rosi Ulrich – laden zur letzten Veranstaltung ein und die bringt das interessierte Publikum zurück ins Paradies und zu der Frage: Wie konnte es dazu kommen, dass Frauen um Gleichberechtigung kämpfen müssen?
Die beiden Erfolgsautoren Carel van Schaik und Kai Michel, die mit ihrer evolutionären Bibellektüre „Das Tagebuch der Menschheit“ einen Bestseller vorlegten, stellen ihr Buch „Die Wahrheit über Eva. Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern“ vor.
Dabei gehen der Evolutionsbiologe und der Kulturwissenschaftler der Frage nach, was das Verhältnis der Geschlechter ins Ungleichgewicht stürzte. Und welcher Ort könnte sich für eine solche Veranstaltung besser eignen als der Obstgarten auf dem Galmer Kunsthof. Hier werden die Gäste am Samstag, 4. September ab 14 Uhr zu einem Salon unter Apfelbäumen eingeladen, um sich an diesem paradiesischen Ort der Frage zu widmen, wer wohl im Paradies gejätet hat.
Annette Göschel freut sich bereits auf das Gespräch zwischen den beiden Autoren, das Sängerin Nina Omilian moderieren wird. Auch das Publikum soll dabei einbezogen werden. Außerdem können die Gäste einen Blick ins Atelier des Künstlers Gerhard Göschel werfen und sich die Installation „Jäten im Paradies“ sowie eine Ausstellung anschauen. Mit dem Salon im Obstgarten endet das Kulturprojekt „Jäten im Paradies“ das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Programms „LandKULTUR“, gefördert wurde. Veranstaltungen auf dem Galmer Kunsthof wird es aber weiterhin geben. Die nächste findet am 14. November statt, ein Piazzolla-Konzert der Havelländischen Musikfestspiele. Karten dafür gibt es bereits.
Die Gäste werden gebeten, sich für die Veranstaltung am 4. September mit ihren Kontaktdaten anzumelden – E-Mail an: info@jaetenimparadies.de oder Telefon: 0160/8020996. Der Eintritt kostet 20 Euro inklusive Salat und Grillwürstchen.
Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Erinnerung an Alltagsgegenstände (Foto: Enrico Berg)
Erinnerung an Alltagsgegenstände (Foto: Enrico Berg)
Sternrekorder, WM 66, Block-Schokolade - nur noch wenige Tage besteht die Möglichkeit, sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit zu begeben. MAZ-Reporter Andreas Kaatz hat sich die Ausstellung im Richart-Hof von Nauen angeschaut. Bis 12. September, dem Tag des offenen Denkmals, ist die Ausstellung „Alltag in der DDR“ dort noch zu sehen. Konzipiert ist sie als Wohnung unter anderem mit Wohnzimmer und Küche. Aber auch viele Sachen aus DDR-Bädern können besichtigt werden. Fehlen darf dort natürlich nicht die Wäscheschleuder, die auf dem grauen Gummiring stand, um die Vibrationen abzufedern. Sie machte sich auch gern mal selbstständig, festhalten konnte nicht schaden. Aber auch die legendäre Waschmaschine WM 66, die in vielen Haushalten zu finden war, ist vertreten. Die konnte nämlich nicht nur waschen. Viele nutzten sie auch, um Obst einzuwecken.
Von den 50er- und 60er-Jahren bis zur Wendezeit sind Exponate zu finden. Bei vielen Besuchern werden sicherlich Erinnerungen wach, wenn sie den Sternrekorder sehen. Das Gerät, in welches häufig das gesamte Jugendweihe-Geld investiert wurde. Zu sehen sind aber auch ein Ziphona-Plattenspieler, Praktika-Fotoapparate, eine elektrische Kaffeemühle oder der Stabilbaukasten bei den Spielsachen. Sogar ein Massagegerät ist vertreten, von dem selbst viele DDR-Bürger gar nicht wussten, dass es so etwas gab. Und in vielen Kinderzimmern waren die Handpuppen von Sandmännchen, Herrn Fuchs und Frau Elster zu finden.
Stolz ist Jana Geisler auf die Schokoladenpapiersammlung. „Da sieht man mal, wie viele Schoko-Sorten es zu DDR-Zeiten gab.“ Viele Besucher kamen mit ihren Enkeln und zeigten ihnen, wie sie gelebt haben.
Immer wieder wurde die Ausstellung verlängert, weil sie wegen Corona lange Zeit nicht zugänglich war. Nach einem Jahr ist aber nun Schluss. Anschauen kann man sie sich dienstags von 9 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 18 Uhr. Am 12. September wird es eine Finissage mit Musik geben.
Schnappschuss der Woche

Herrenlose Schuhe am Wegesrand - die entdeckte Kay Harzmann im Westhavelland. Vielleicht der Beginn für einen Barfußpfad.
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