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Feuerwehr Senzke ist aufgelöst ++ Lichtblick für Havelländer Bauern ++ Leerung von Restmülltonnen im Havelland soll Pflicht werden

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser, 
haben Sie auch schon die Handschuhe rausgeholt, Mütze und Schal bereit gelegt? Ich freue mich ja jedes Jahr aufs Neue, mich im Herbst in kuschlige Mäntel zu hüllen. Als mir aber in dieser Woche bei einem Termin am Milower Berg beim Schreiben die Finger einfroren, wurden mir wieder die unangenehmen Seiten dieser Jahreszeit bewusst.
Aber bleiben wir doch lieber bei den positiven Dingen. Zu denen gehören ohne Zweifel gemütliche Abend bei Kerzenschein auf dem Sofa mit heißem Tee oder einem leckeren Rotwein - wenn man denn pünktlich nach Hause kommt. Immerhin habe ich das Glück, nicht wie mein Kollege und viele Pendler von der Bahn abhängig zu sein. Der Verkehr auf der Bahnlinie RE4 ist nämlich weiterhin gestört. Seit Wochen müssen Passagiere mit Verspätungen und Zugausfällen leben. Und daran wird sich so bald auch nichts ändern. Das nervt.
Genervt waren auch die Landwirte, die sich gestern am Donnerstag mächtig Luft vor dem Potsdamer Landtag machten. Immerhin brachte die Bauern-Demonstration einen unerwarteten Erfolg: Die Ausgleichszulage für Brandenburger Landwirtschaftsunternehmen in benachteiligten Gebieten wird bis 2025 weitergezahlt
Die Landwirte haben also Grund zur Freude. Ob das auch für die Ketziner gilt? Die könnten künftig statt eines “Fischerfestes” ein „Vischerfest“ feiern, auf dem nur vegane Alternativen angeboten werden. Das würde die Tierrechtsorganisation Peta immerhin mit veganem Sushi unterstützen - 500 Stück an der Zahl. Ein Zeichen fürs Klima wäre es, aber ob ein solches Fest den Ketzinern schmeckt?
Die Rathenower beschäftigt derweil ein ganz anderes Thema. Hier nimmt der Bürgermeisterwahlkampf langsam Fahrt auf. Nachdem die Linke Ende Oktober Diana Golze ins Rennen schickte, steht nun der nächste Kandidat fest. Seit Mittwochabend ist es amtlich: Corrado Gursch aus Steckelsdorf kandidiert für die CDUDer 33-Jährige will um den Platz im Rathaus kämpfen und damit seinen Parteifreund Ronald Seeger beerben.
Und dann ist da natürlich nach wie vor dieses eine Thema, das uns leider alle weiterhin in Atem hält: Corona. Die Zahlen sind erschreckend hoch. Deshalb passen Sie bitte auf sich auf und bleiben Sie gesund! Und im Zweifel machen Sie es sich lieber mit einem Tee zu Hause gemütlich, statt sich auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken ins Getümmel zu stürzen. Das ist übrigens auch für Geist und Seele viel gesünder.
Ihre Christin Schmidt
Redakteurin MAZ Westhavelländer
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: christin.schmidt@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Friesack: Feuerwehr Senzke ist jetzt aufgelöst
Ketzin/Havel: Tierschutzorganisation Peta schlägt Fischerfest ohne Fische vor
Havelland: Überraschung bei Bauerndemo - warum Landwirte aufatmen können
Falkensee: Sitzung aus dem Tollhaus - ist Werksausschuss nicht rechtens?
Schönwalde-Glien: 20-Jähriges im Standesamt in der „Waldschule Pausin“ - hier hat noch nie jemand „Nein“ gesagt
Falkensee: Weihnachtsaktion auch 2021 - gemeinsam für Lächeln sorgen
Nauen: Kinder und Eltern wollen Nauener Tafel als Betreiber der Kinder-Oase
Falkensee: Feuerwehr soll klimaneutral mit Elektro-Einsatzfahrzeug ausrücken
Havelland: Restmülltonnen sind zugeordnet -  Mindestleerungen aber angemessen
Havelland: Darum wollen SPD, Linke und Grüne Elternbeiträge für Schulbus kippen
Rathenow: Bürgermeisterwahlkampf  nimmt Fahrt auf - CDU stellt  Kandidaten vor
Falkensee: Linken-Fraktion sortiert sich um - Eric Heidrich neuer Vorsitzender
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Die Corona-Lage im Havelland

196 neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert stieg damit erneut deutlich in die Höhe auf 329,7 und liegt im Vergleich zum Vortag (209,8) nun deutlich über 300. So wie im gesamten Land Brandenburg explodieren auch im Havelland gegenwärtig die Zahlen. 543 neue Positivfälle wurden in den vergangenen sieben Tagen insgesamt registriert. Seit Ausbruch der Pandemie bis heute stieg die Zahl damit auf 8540 Erkrankte im Havelland. 194 von ihnen verstarben an oder mit dem Virus. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 465,9 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 285,7). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag eine Rekordzahl von 2726 neuen Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Im Krankenhaus behandelt werden mussten mit Stand vom Donnerstag landesweit in Brandenburg aktuell 412 Personen wegen einer Covid19-Erkrankung83 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung67 davon müssen beatmet werden.
Havelland: Kreis kann Nachverfolgung bei Infizierten nicht mehr sicherstellen
Havelland: Impfen für jedermann in Gymnasium und Kreishaus
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MAZ-Aktion: Schönstes Herbstbild aus dem Westhavelland gesucht

Stimmen Sie ab: Die MAZ sucht das schönste Herbstbild aus dem Westhavelland! 
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Menschen aus dem Havelland

Etzin: Die Kita ist für sie wie eine zweite Familie
Falkensee: Elfriede Krämer ist mit 94 Jahren die älteste Teilnehmerin beim MAZ-Fotowettbewerb
Nauen: Andreas Leinemann bericht als Quereinsteiger vom Pflegeberuf
Rathenow: Sie engagiert sich mit Herzblut für den FSV Optik Rathenow
Garlitz: Daniel Weinhold ist neuer Ortsvorsteher
Elstal: Brieselanger ist erster Mieter im „neuen“ Speisehaus der Nationen
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Zu welchem Gotteshaus gehört diese Kirchturmspitze? (Foto: Christin Schmidt)
Zu welchem Gotteshaus gehört diese Kirchturmspitze? (Foto: Christin Schmidt)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird die Kirche, zu der diese Kirchturmspitze gehört. Wissen Sie, in welchem Ort das Gotteshaus steht? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 22. November, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 26. November direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Das Sporthallengebäude des "LMG" ist farbenfroh gestaltet. (Foto: Nadine Bieneck)
Das Sporthallengebäude des "LMG" ist farbenfroh gestaltet. (Foto: Nadine Bieneck)
In der vergangenen Woche suchten wir an dieser Stelle einen farbenfrohen Ort, den insbesondere die Schülerinnen und Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums in Falkensee genau kennen dürften. Auf dem Schulhof des dienstältesten Gymnasiums der Gartenstadt findet sich die bunte Illustration am Sporthallengebäude, vis-a-vis der zahlreichen Fahrradparkplätze für die Schülerinnen und Schüler und auch Lehrkräfte.
In diesem Sommer feierte die Bildungseinrichtung bereits ihr 30-jähriges Jubiläum. Sie wird geführt von Schulleiter René Durdel. Er absolvierte vor knapp 30 Jahren an der Schule zunächst sein Referendariat, kam 1995 als Lehrer an die Schule. Seit acht Jahren ist er inzwischen Schulleiter am “LMG”, wie die Falkenseer die Schule umgangssprachlich liebevoll nennen.
Das Lise-Meitner-Gymnasium in der Ruppiner Straße in Falkensee. (Foto: Nadine Bieneck)
Das Lise-Meitner-Gymnasium in der Ruppiner Straße in Falkensee. (Foto: Nadine Bieneck)
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Das Torhaus auf dem Rathenower Weinbergfriedhof. (Foto: Markus Kniebeler)
Das Torhaus auf dem Rathenower Weinbergfriedhof. (Foto: Markus Kniebeler)
Totgesagte leben länger. Mit diesem flapsigen Spruch lässt sich die Geschichte des Torhauses auf dem Rathenower Weinbergfriedhof auf den Punkt bringen. Es ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 2005 wurde es vor dem Verfall gerettet. Und ist heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.
Dabei sah es Anfang dieses Jahrtausends tatsächlich so aus, als seien die Tage eines der ältesten Gebäude der Stadt Rathenow gezählt. Damals musste ein Bauzaun um das einsturzgefährdete Denkmal gezogen werden, um Passanten nicht zu gefährden.
Ein von der Kirchengemeinde beauftragtes Gutachten bestätigte die schlimmsten Befürchtungen: Sowohl der Dachkonstruktion und den Holzbalkendecken als auch den Fachwerkwänden wurde ein katastrophaler Zustand bescheinigt.
Blick in die Ausstellung von Dana Bennewitz im Torhaus. (Foto: Christin Schmidt)
Blick in die Ausstellung von Dana Bennewitz im Torhaus. (Foto: Christin Schmidt)
Mit Geld aus dem Förderprogramm Zukunft im Stadtteil, aus der Stadtkasse Rathenow und von der Kirchengemeinde wurde das im Jahr 1759 errichtete Gebäude saniert.
Übrigens wird das Torhaus nicht nur als Denkmal bewundert, sondern auch öffentlich genutzt. Der Verein Memento, der sich um den Erhalt des historischen Weinbergfriedhofs kümmert, füllt auch das Torhaus mit Leben. Im Raum der Stille finden regelmäßig kleine Veranstaltungen und Gesprächsrunden statt. Auch als Ausstellungsort hat es sich einen Namen gemacht. Noch bis zum Wochenende sind dort Gemälde der Künstlerin Dana Bennewitzaus Liepe ausgestellt.
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Schnappschuss der Woche

(Foto: Margit Semmler-Grade)
(Foto: Margit Semmler-Grade)
“Auch so mag ich den Herbst”, schreibt MAZ-Leserin Margit Semmler-Grade zu dem Schnappschuss, den sie an die Redaktion sandte. “Morgennebel auf den Premnitzer Havelwiesen, Tautropfen auf Spinnenweben, die Sonne irgendwo hinter den Wolken, kalt, Stille. Der Herbst zeigt sich in vielen Bildern, sonnig-bunt oder auch trüb schwarz-weiß.”
Haben Sie auch einen Schnappschuss aus dem Havelland, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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