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Fast 100.000 Euro im Rathaus des Milower Landes veruntreut ++ Bundestagswahl-Endspurt im Havelland ++ In Friesack gibt's jetzt die "Faule Grete"

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
da sind wir schon wieder mit unserem aktuellen Newsletter “Wir im Havelland”. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass das Wahlkampfgetöse kurz vor der Ziellinie steht und am Sonntag mit dem Wahltag sein Ende findet. Vermutlich wird es vielen von Ihnen ähnlich gehen.
Am Sonntag steht für uns alle - wenn auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln - noch einmal ein “Großkampftag” an. Dann heißt es Aufatmen, oder Durchatmen. Oder einfach beides. Unsere Redaktion ist natürlich quer durchs Havelland im Einsatz, auf www.maz-online.de/Lokales/Havelland halten wir Sie den ganzen Tag über die aktuellen Geschehnisse und Stimmungen in unseren Wahlkreistickern auf dem Laufenden.
Wie jede Woche hat sich neben aller Bundespolitik im Havelland auch eine Menge anderer Dinge getan. Deshalb ist unser Newsletter auch heute wieder prall gefüllt. Ich wünsche Ihnen ein großes Lesevergnügen bei “Wir im Havelland” und einen guten Start ins Wochenende! Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die nächsten Tage - bis Freitag!
Herzliche Grüße
Nadine Bieneck
Stellvertretende Redaktionsleiterin Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: nadine.bieneck@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: 1,9 Millionen Euro für Städte und Dörfer
Havelland: AfD-Kreistagsabgeordneter verhindert Fotos im Sitzungssaal
Falkensee: Anliegerstraßenbau - Bürgermeister nach Beanstandung im Kreuzfeuer
Wustermark: Darum gibt es keine mobilen Luftfiltergeräte in Schulen und Kitas
Selbelang: Wasser marsch nach langer Wartezeit für die Jugendfeuerwehr
Wustermark: GVZ feiert verspäteten 25. Geburtstag 
Elstal: Großer Zulauf beim „Tag der Eisenbahn“ auf dem Bahn-Campus
Nauen – Ketzin: Warten auf den Radweg an der L86 geht weiter
Bienenfarm: Gemüseanbau in Trockengebieten wird bald einfacher
Rathenow: Stadt will Schottergärten-Auswüchse unterbinden 
Milower Land: So leitete eine Rathausangestellte Geld zu sich um
Rhinow: Festakt zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr
Friesack: Name für neuen Treffpunkt steht fest - "Die Faule Grete"
Havelland: Landkreis bekommt schlechte Noten für Allee-Nachpflanzungen
Landin: Dieses Dorf strotzt vor guter Laune
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Bundestagswahl 2021 im Havelland

Ein Landkreis - drei Wahlkreise. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Ein Landkreis - drei Wahlkreise. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Vermutlich sind auch viele Havelländer froh, wenn das Wahlkampfgetöse am Sonntag endlich ein Ende nimmt und die Kreuze gesetzt werden. Die MAZ-Redaktion wird den gesamten Wahlsonntag über im Havelland unterwegs sein, Stimmen und Stimmungen einfangen. Auf www.maz-online.de/Lokales/Havelland berichten wir umfangreich von der Bundestagswahl. Dabei tragen wir auch der Besonderheit des Landkreises Rechnung, dass sich das Havelland auf gleich drei Wahlkreise verteilt.
In unseren MAZ-Livetickern werden wir aus den einzelnen Wahlkreisen 56, 58 und 60 berichten. Die wichtigsten Informationen zu den drei Wahlregionen haben wir zudem für Sie noch einmal übersichtlich unter folgenden Links zusammengefasst:
Bundestagswahl 2021: Alles zum Wahlkreis 56 mit OPR, Prignitz und Havelland
Bundestagswahl 2021: Alles zum Wahlkreis 58 mit Oberhavel und Havelland
Bundestagswahl 2021: Alles zum Wahlkreis 60 mit Brandenburg/Havel, Potsdam-Mittelmark, Havelland, Teltow-Fläming
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Die Corona-Lage im Havelland

9 neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag damit bei 24,9 und sank damit im Vergleich zum Vortag (26,7) weiter leicht ab. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6826 Erkrankte im Havelland. 182 von ihnen verstarben an oder mit dem Virus. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 37,4 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 44,2). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 183 neue Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Im Krankenhaus behandelt werden mussten mit Stand vom Donnerstag landesweit in Brandenburg aktuell 50 Personen wegen einer Covid19-Erkrankung13 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung, zwölf davon müssen beatmet werden.
Unterdessen passen die Kommunen im Havelland die Infrastruktur der Schnelltestzentren den aktuellen Gegebenheiten an. So werden zum Monatsende die beiden kommunalen Testzentren in Falkensee geschlossen. Unter anderem aufgrund der Angebote gewerblicher Anbieter, wie Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) erklärt. Diese böten inzwischen genügend Test-Alternativen in der Gartenstadt. Der ASB richtet im Familiencafé im Falkenseer Falkenhorst zudem gar ein neues, weiteres Angebot ein.
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Menschen aus dem Havelland

Wachow: Feuerwehrmann in dritter Generation
Falkensee: Torsten Bathmann - erst Judoka, dann Kampfrichter, nun Vize-Präsident
Nauen: Vize-Stadtwehrführer weitere sechs Jahre im Amt bestätigt
Barnewitz: Elke Finkbeiner ist die treue Seele im Ort
Steckelsdorf: Hans Blackstein kämpft  für ein kleines Stück Wald
Havelland: Das sind die neuen Landwirte im Kreis
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo steht das Gebäude mit diesem farbenfrohen Graffiti? (Foto: Nadine Bieneck)
Wo steht das Gebäude mit diesem farbenfrohen Graffiti? (Foto: Nadine Bieneck)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird das Gebäude mit diesem farbenfrohen Graffiti. Wissen Sie, wo es steht? Dann schicken Sie gern Ihre Antwort bis Montag, den 27. September, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de.
Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 1. Oktober direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Der Haupteingang des Rathenower Rathauses. (Foto: Christin Schmidt)
Der Haupteingang des Rathenower Rathauses. (Foto: Christin Schmidt)
Das Relief aus unserem Fotorätsel der vergangenen Woche dürften vor allem die Rathenower kennen. Es ziert den Eingang des Rathauses in der Berliner Straße. Der Haupteingang des um 1912 errichteten Verwaltungsgebäudes der Nitsche & Günther AG war in Anlehnung an Berliner Prachtbauten aus sizilianischem Sandstein gestaltet und von einem auf sechs Säulen ruhendem Tympanon (Giebel) gekrönt. Diese wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört.
Von 1996 bis1997 wurde das Gebäude rekonstruiert und dient heute als Rathaus.
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Kulturelles Havelland

Einmarsch der gemeinsamen deutschen Mannschaft - mit den olympischen Ringen in der Flagge. (Foto: MAZ-Archiv)
Einmarsch der gemeinsamen deutschen Mannschaft - mit den olympischen Ringen in der Flagge. (Foto: MAZ-Archiv)
Sozusagen “großes Kino” gibt es am kommenden Montag, 27. September, im Rathenower Haveltorkino, wenn dort der Dokumentationsfilm „Die kalten Ringe“ gezeigt wird. Dessen Thema ist die geteilte olympische Sportgeschichte während des “Kalten Krieges”. Eingeladen zu der Veranstaltung sind auch der Filmemacher Thomas Grimm (Zeitzeugen-TV), die Rathenower Olympionikin Christel Schulz sowie Jörg und Uwe Freimuth, die 1960 sowie 1980 beziehungsweise 1988 an den Olympischen Spielen teilnahmen.
„So gut wie verloren im Gedächtnis der Gesellschaft ist die Tatsache, dass für die Spiele 1964 in Tokio letztmalig für eine lange Zeit eine gesamtdeutsche Mannschaft antrat. Bereits 1956 und 1960 mussten die Deutschen in Ost und West unter Zwang des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ein gemeinsames Team bilden. Der damalige IOC-Präsident Avery Brundage hatte die Vision, dass mit der Kraft des Sports politische Grenzen überwunden werden könnten“, erklärt Caterina Rönnert, Sprecherin des Landkreises Havelland.
Mit dem Mauerbau 1961 sei die bis dahin gelebte olympische Praxis durch die Realität des Kalten Krieges eingeholt worden. Der Sport wurde zu einem Spielball der Politik. Es wurde über Fahnen, Trikots und Hymnen gestritten, allein die Zusammenstellung der Olympiamannschaft wurde zu einem Politikum. Die Querelen zwischen Ost und West wurden mit in die Olympiastadt genommen. Der Riss ging quer durch die gesamtdeutsche Mannschaft. Die politische Teilung Deutschlands wurde nun auch im olympischen Sport mehr als sichtbar.
Der Filmabend soll mit Hilfe der filmischen Dokumentation „Die kalten Ringe“, mit anschließender Gesprächsrunde, an die geteilte olympische Sportgeschichte aus der Phase des Kalten Krieges erinnern.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, Vor dem Haveltor 1, in Rathenow und wird von René Wiese vom Zentrum deutscher Sportgeschichte in Berlin moderiert. Gefördert wurde dieses Projekt durch den Landkreis Havelland und den Aktionsfond Partnerschaft für Demokratie Westhavelland. Der Eintritt ist frei.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Vereinsmitglieder zeigen, wie Butter gemacht wird. Danach gibt es zur Verkostung Buttermilch. (Foto: Norbert Stein)
Vereinsmitglieder zeigen, wie Butter gemacht wird. Danach gibt es zur Verkostung Buttermilch. (Foto: Norbert Stein)
Als Ersatz für das sonst Ende September stattfindende Erntedankfest führen die Großderschauer am kommenden Sonntag, den 26. September, ihr Herbstfest durch. Ein wichtiger Teil dabei ist die Pflege alter Handwerkskunst, ganz sicher zur Freude der Besucher.
Friedrich Wilhelm I. hatte 1732 den Holländer Heinrich Broné nach Königshorst ins Havelland geholt. Der König erteilte ihm klare Aufgaben, hielt ihn dazu an, die Bauern und Bäuerinnen insbesondere in der Kunst der Milcherzeugung sowie in der Butter- und Käsezubereitung zu unterweisen. Das bäuerliche Handwerk gewann mit voranschreitender Urbarmachung von Rhinluch und Dossebruch in der Region an zunehmender Bedeutung. Kolonisten wurden ins Land geholt und Friedrich II. gründete in Fortsetzung der Arbeit seines Vaters 1780 gar die Ordentliche Akademie des ButtermachensDer Heimatverein Großderschau pflegt die alte Handwerkskunst und das Buttermachen nach Holländer Art ihrer Vorfahren nach wie vor.
Beim Herbstfest auf dem Kolonistenhof in Großderschau am Sonntag zeigen daher Jürgen Wels, Helga Klein und weitere Mitglieder des Heimatvereins den Besuchern, wie früher Butter gemacht wurde. 13 Uhr beginnt die Schauvorführung, die Gäste sind herzlich zum Zuschauen eingeladen. Anschließend werden Vereinsmitglieder und Helfer die Butter auf Brote schmieren und den Besuchern zur Verkostung reichen, Buttermilch darf auch probiert werden.
Eröffnet wird das Herbstfest bereits um 11 Uhr von den Jagdhornbläsern Havelland. Im Anschluss wird ein Erntedankgottesdienst gefeiert, gemeinsam mit einem Bläserchor der evangelischen Kirche. Die Gruppe Grey Birds aus Nauen sorgt zur Kaffeezeit ab 14 Uhr für musikalische Unterhaltung. Die Fliedertänzer aus Friesack führen ein kleines Showprogramm auf. Es gibt altes Handwerk zu sehen, einen Bauernmarkt und zum Mittag Kasslerbraten mit Sauerkraut aus dem Lehmbackofen. Aus Wusterhausen kommen Zweirad-Oldies nach Großderschau. Kinder sind eingeladen, gegen 16 Uhr Luftballons steigen zu lassen. Wer Lust hat, kann bei einer Traktorrundfahrt das Dorf kennen lernen.
Das Herbstfest wird anstelle des sonst traditionell Ende September auf dem Kolonistenhaus stattfindenden Erntedankfestes gefeiert. „Erntedank feiern wir auf unserem Museumsgelände immer mit der Ernte einer Gemüsesorte, die im Mai beim Frühlingsfest gesät oder gepflanzt wurde auf dem Kolonistenacker“, berichtet die Vereinsvorsitzende Helga Klein. Corona geschuldet musste das Frühlingsfest in diesem Jahr ausfallen, so wurde auch nichts gesät oder gepflanzt und folglich kann nun auch nichts geerntet werden. „Ohne Ernte wollten wir das Erntedankfest aber nicht organisieren“, sagt Helga Klein in der Hoffnung auf bessere Zeiten und ein Erntedankfest 2022. Den Kolonistenhof wird der Heimatverein aber auch zum Herbstfest mit Erntegaben aus Großderschau schmücken.
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Schnappschuss der Woche

“Der Herbst malt die schönsten Farben, wie der wilde Wein mit seinem roten Laub”, schreibt MAZ-Leser Detlef Schwarz zu seinem Foto an die Redaktion. “Er bringt Mauern und Zäune wildromantisch entlang der Straßen zum Leuchten”, freut sich der Nauener über das Farbenspiel.
Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Vielleicht sogar auch schon ein Herbstmotiv? Dann schicken Sie es gern an havelland@maz-online.de!
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