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Doch noch kein Geisterrad in Elstal ++ Havelland wird Wasserstoff-Modellregion ++ Mehr Betten für die Havelland Kliniken

Wir im HavellandWir im Havelland
Na liebe Leserinnen und Leser,
telefonieren Sie in Brieselang, Dallgow oder Wiesenaue inzwischen schneller und besser? Entschuldigen Sie, natürlich möchte ich zunächst ganz herzlich bei der tagesfrischen Ausgabe unseres Newsletters “Wir im Havelland” begrüßen.
Davon abgesehen stehe ich offensichtlich aber noch voll unter dem Eindruck der Nachricht eines großen Telekommunikationsanbieters, die uns ins E-Mail-Postfach flatterte. Tatsächlich sei im Havelland jüngst ein neuer Mobilfunk-Standort errichtet worden, drei weitere Standorte im Havelland seien mit einem höheren Standard (für die Technik-Kenner, die Rede ist von LTE) ausgerüstet worden.
Besonders spannend fand ich den Hinweis, dass mit den insgesamt im Havelland stehenden 65 Mobilfunk-Standorten 99 Prozent der Bevölkerung abgedeckt würden. Nunja, aus unseren Erfahrungen und zahlreichen Schilderungen vieler Havelländer möchte ich mutmaßen, ist das eine gewagte Rechnung. Auch die Zahl der Funklöcher, in denen ich selbst schon in der Region steckte, geht damit nicht ganz konform.
Vielleicht fehlt mir ja aber auch einfach nur das technische Verständnis dafür. Sei’s drum. Es gab in dieser Woche ja glücklicherweise noch jede Menge anderer Themen, die auch ohne Technikverständnis spannend waren.
Damit wünsche ich Ihnen viel Lesevergnügen bei “Wir im Havelland” und einen guten Start ins Wochenende! Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die folgenden Tage - bis nächsten Freitag, an dieser Stelle!
Herzliche Grüße
Nadine Bieneck
Stellvertretende Redaktionsleiterin Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: nadine.bieneck@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Elstal: Nach tödlichen Fahrradunfall - Geisterrad muss noch warten
Dallgow: Bekommt die Gemeinde einen Solarpark an der Bahntrasse?
Nauen: Verwechslungsgefahr, weil der Vorname auf dem Straßenschild fehlt
Falkensee: Beim Stadtradeln dreieinhalb Mal um den Äquator
Nauen: Havelland Kliniken jetzt mit mehr Betten
Falkensee: Wie die Eheberatung in Lebenskrisen hilft
Dallgow: Marodes Wohnhaus in der Charlottenstraße sorgt erneut für Ärger
Premnitz: Stadtverordnete wollen Prämie für neue Hausärzte
Havelland: Wasserstoff-Modellregion bei Bundeswettbewerb
Havelland: Jäger sollen wegen Schweinepest mehr Schwarzwild schießen
Rathenow: Förster wollen Wald retten und laden Waldbesitzer zu Exkursionen
Möthlow: Kreisjury "Unser Dorf hat Zukunft" im Dorf unterwegs
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Bundestagswahl 2021 im Havelland

Der Süden des Wahlkreises 56 deckt einen großen Teil des Havellands ab. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Der Süden des Wahlkreises 56 deckt einen großen Teil des Havellands ab. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Nicht nur die Kandidierenden für den zukünftigen deutschen Bundestag sind auf die Zielgerade der Wahl am 26. September eingebogen. Auch in den Stadt-, Gemeinde- und Amtsverwaltungen laufen die Vorbereitungen für den Wahlsonntag auf Hochtouren. So auch bei den 25 Verwaltungen, die vom Wahlkreis 56 (Prignitz - Ostprignitz-Ruppin - Havelland I) abgedeckt werden. Über 170.000 Wahlberechtigte in einem der größten Wahlkreise Deutschlands können in 424 Urnenwahlbezirken und 56 Briefwahlbezirken ihre beiden Stimmen abgeben. Den genauen Ort seines Wahllokals findet jeder Wahlberechtigte auf der Wahlbenachrichtigung.
„Über 3300 Wahlhelfer in den Wahlvorständen und den kommunalen Verwaltungen werden im Einsatz sein, um möglichst gute Rahmenbedingungen für die Stimmabgabe zu schaffen“, blickt Kreiswahlleiter Dietmar Tripke aus Neuruppin auf den Wahlsonntag voraus. Von den Kommunen werde viel unternommen, um den Gesundheitsschutz unter Pandemiebedingungen zu gewährleisten, erklärt Tripke zudem. Für den Wähler besteht zudem die Möglichkeit, einen eigenen Schreibstift zum Ankreuzen mitzubringen. Eine Nachweispflicht von „Geimpft, genesen oder getestet“ bestehe nicht. Die Wähler werden aber dringlichst gebeten, die allgemeinen Regeln (Maske tragen, Abstand halten) einzuhalten. Im Wahlgebäude und im Wahlraum muss grundsätzlich eine medizinische Maske getragen werden, Ausnahmefälle müssen nachgewiesen werden.
Wer lieber auf die Briefwahl zurückgreifen möchte, dem werde empfohlen, den roten Wahlbrief möglichst bis Donnerstag, 23. September 2021, entgeltfrei über einen Briefkasten der Deutschen Post abzuschicken. Dazu muss bei der Gemeinde- oder Amtsverwaltung des Wohnorts ein Antrag auf Wahlschein mit Briefwahlunterlagen gestellt werden. Ein Vordruck dafür befindet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte.
Zur Wahrung des Wahlgeheimnisses kommt in diesem Jahr erstmals eine Regelung zur Anwendung, laut der bei weniger als 50 Wählern nach 18 Uhr keine Auszählung in dem betreffenden Wahllokal erfolgt. Die Auszählung muss dann zusammen mit einem anderen Wahllokal erfolgen, wohin drei Mitglieder des Wahlvorstand die Wahlurne bringen und die Stimmzettel durchmischt werden. Es gibt dann kein extra Ergebnis des kleinen Wahlbezirks.
Ein Landkreis - drei Wahlkreise: Das Havelland. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Ein Landkreis - drei Wahlkreise: Das Havelland. (Graphik: MAZ/Scheerbarth)
Die MAZ-Redaktion berichtet über die Bundestagswahl - auch am Wahltag - auf der eigens eingerichteten Sonderseite zum Wahlkreis 56 unter diesem Link. Auch für die beiden anderen Wahlkreise, die den Landkreis Havelland abdecken, gibt es eigene Sonderseiten: unter diesem Link zu Wahlkreis 58 (Oberhavel - Havelland II), unter diesem Link zu Wahlkreis 60 (Brandenburg/Havel - Potsdam-Mittelmark - Havelland III - Teltow-Fläming I).
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Die Corona-Lage im Havelland

20 neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag damit bei 38,9 und stieg damit im Vergleich zum Vortag (35,8) wieder leicht an. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6781 Erkrankte im Havelland. 182 von ihnen verstarben an oder mit dem Virus. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 44,2 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 40,1). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 240 neue Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Im Krankenhaus behandelt werden mussten mit Stand vom Donnerstag landesweit in Brandenburg aktuell 54 Personen wegen einer Covid19-Erkrankung. 15 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung, zwölf davon müssen beatmet werden.
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Menschen aus dem Havelland

Nauen: André Skala brennt für den BSV Funkstadt Nauen
Havelland: Junge Frau schreibt Weg aus der Essstörung als Buch auf
Rathenow: Riesen-Sonnenblume wächst in Gartensparte
Rathenow: Für Volker Kude ist helfen ein Lebenselixier
Rathenow: Landtags-Medaille - hohe Auszeichnung für Rayk Sommer
Rathenow: Jacqueline Büttner fertigt Makramee-Schmuck an
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Zu welchem Haus gehört dieses Relief? (Foto: Christin Schmidt)
Zu welchem Haus gehört dieses Relief? (Foto: Christin Schmidt)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird das Haus, zu dem dieses Relief mit den beiden Vögeln gehört. Kleiner Tipp: Es ist direkt neben der großen Eingangstür angebracht. Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 20. September, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de.
Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 24. September direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Der Encke-Stein von Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
Der Encke-Stein von Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
Nach den beiden Dorfkirchen von Falkenhagen und Seegefeld ist der Encke-Stein das drittälteste Denkmal, das die Stadt Falkensee aufzuweisen hat. Seit zweihundert Jahren steht die Gedenkurne für Maria Theresia Encke auf dem alten Falkenhagener Friedhof, Wind und Wetter ausgesetzt.
Maria Theresia lebte von 1774 bis 1804 und war mit dem königlich-preußischen Oberjäger Johann Gotthold Encke verheiratet. Dessen Schwester Wilhelmine brachte es als Geliebte von Friedrich Wilhelm II. zu Ruhm und zum Adelstitel, als Gräfin Lichtenau ging sie in die Mätressen- und Kunstgeschichte ein. Der Encke-Stein erinnert an die Familie und indirekt daran, dass ein preußischer Kronprinz einst in Falkenhagen jahrelang seine Geliebte versteckt hatte - abgeschieden und doch hauptstadtnah.
Die Gedenkurne für Maria Theresia wurde damals aus Magdeburger Sandstein aus den Ummendorfer Brüchen gefertigt. Der weiche Stein hat mit der Zeit gelitten. Große Teile der Inschrift, die einst die vier Seiten des Sockels zierte, darunter Teile eines Goethe-Zitates, sind nicht mehr zu lesen. Gelitten hat auch die Urne, die auf dem Sockel stand: die einstigen Griffe waren verschwunden, mehrere Teile herausgebrochen. Die evangelische Kirchengemeinde Falkenhagen-Falkensee sammelte jahrelang Geld für die Restaurierung des Steins. 2007 konnte die Gedenkurne wieder enthüllt werden.
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Kulturelles Havelland

Wolfgang Ziegler, Enrico Knack und der Schönwalder Bürgermeister Bodo Oehme (v.l.). (Foto: Andras Kaatz)
Wolfgang Ziegler, Enrico Knack und der Schönwalder Bürgermeister Bodo Oehme (v.l.). (Foto: Andras Kaatz)
Für Schlagerfans ist das Wochenende vom 24. bis 26. September ein Pflichttermin. Dann gibt es Schlager satt auf dem Gelände des MAFZ-Erlebnisparkes in Paaren im Glien. Jeweils bis zu 5000 Zuschauer pro Tag können sich auf insgesamt 22 Stars der Szene wie Mickie Krause, Oli P., Wolfgang Ziegler, Ute Freudenberg, Stefan Mross oder Klaus und Klaus freuen. Präsentiert wird der Schlager-Hammer-Marathon 2021 von Schlager Radio, moderiert wird er von Sängerin Inka Bause. Eigentlich sollte die fünfte Auflage der Veranstaltung schon im Juli 2020 in Hoppegarten stattfinden. Wegen Corona wurde sie verschoben. Hoppegarten stand zum Wunschtermin nicht zur Verfügung. So fiel die Wahl schließlich auf Paaren im Glien.
Eine so kurzfristige Vorbereitung sei sehr unüblich, verriet Produktionsleiter Enrico Knack nun im MAZ-Gespräch meinem Kollegen Andreas Kaatz. „Wir sind sonst ein Jahr lang damit beschäftigt, das zu planen“, sagt er. An dem Wochenende dabei ist auch Wolfgang Ziegler, vielen Musikfans vor allem durch seinen Titel „Verdammt“ bekannt. Er freut sich wie auch seine Künstlerkollegen auf das Event im Havelland, das als längstes Schlager-Open-Air-Festival der Hauptstadtregion beworben wird. Der Sänger bezeichnete die zurückliegenden Monate als schwierige Zeit. Die Freude darüber, dass das Event auch wirklich durchgezogen wird und den Künstlern die Möglichkeit bietet, aufzutreten, freut ihn daher sehr. Ziegler selbst hat am Konzertwochenende zudem noch eine besonders schöne Aufgabe: Er darf Ute Freudenberg, die mit „Jugendliebe“ ihren größten Hit gelandet hat, den Schlager Radio-Ehrenpreis für ihr Lebenswerk überreichen. Seit fast 50 Jahren steht die Sängerin auf der Bühne und begeistert das Publikum.
Die Fakten für das Schlager-Wochenende sind schnell erzählt: Los geht es am Freitag, 24. September, um 18 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr. Einen Abend zum Tanzen verspricht Oliver Dunk dann. Beim Familien-Spätsommerfest am Sonnabend, 25. September, tritt der erste Künstler um 14 Uhr auf und am darauffolgenden Sonntag, 26. September, geht es um 11 Uhr los. Karten sind im Vorverkauf für 59,90 Euro plus Gebühr sowie an der Tageskasse erhältlich. Wer schon für Hoppegarten Tickets gekauft hat, kann diese auch in Paaren einlösen. Neben den Schlagerstars erwartet die Besucher ein Rahmenprogramm mit Flaniermeile, Fahrgeschäften und am Sonnabendabend auch einem Feuerwerk.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Die rekonstruierte Grotte bietet Interessantes aus vielen Blickwinkeln. (Foto: Nadine Bieneck)
Die rekonstruierte Grotte bietet Interessantes aus vielen Blickwinkeln. (Foto: Nadine Bieneck)
Für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), Schlossverwalterin Evelyn Friedrich, den Verein “Historisches Paretz” und jede Menge Unterstützer, Spender, Handwerker und Gäste war die offizielle Einweihung des Grottenberges im Schlosspark Paretz ein wahrlich besonderer Tag. Entsprechend groß war der Auflauf, der vor einigen Tagen im Garten des Schlosses herrschte. Rund 80 Gäste waren gekommen, um den Abschluss des viele Jahre währenden Projektes zu feiern.
Ab sofort nun lädt das Bauensemble - welches sich vis-a-vis des Ortseingangs aus Richtung Uetz kommend erstreckt - alle Besucher in Paretz in dem sonst ganz schlicht gehaltenen Schlosspark zum Besichtigen ein.
Fertiggestellt worden war die Rekonstruktion des 1798/1799 entstandenen Bauwerks bereits Ende 2020. „Anschließend hat uns Corona ausgebremst“, berichtet Schlossverwalterin Evelyn Friedrich. Denn die offizielle Einweihung des lange Zeit verschütteten und nun wiederhergestellten Ensembles war bereits vor vielen Monaten geplant. „Diesen Tag mit den vielen Menschen, die an dem Wiederaufbau des Grottenbergs beteiligt waren und ihn überhaupt erst ermöglicht haben, zusammen zu begehen, das war uns sehr, sehr wichtig“, betont Friedrich.
Überlieferte Fotografien bezeugen den Originalzustand der Grotte. (Repro: SPSG)
Überlieferte Fotografien bezeugen den Originalzustand der Grotte. (Repro: SPSG)
In der Tat würde ohne die Unterstützung der Hermann Reemtsma Stiftung, der Rudolf-August-Oetker-Stiftung, der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten e.V. sowie der Kulturstiftung der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten das Schmuckstück längst nicht wieder an seinem Ursprungsort erstrahlen. So stellten die Stiftungen insgesamt 755.000 Euro zur Verfügung, die Gesamtkosten des Rekonstruktionsprojekts beliefen sich auf 987.000 Euro. Großen Anteil, dass der Grottenberg den Paretzer Schlosspark nun wieder veredelt, habe zudem der Verein „Historisches Paretz“, erklärte Christoph Vogtherr, Generaldirektor der SPSG. Denn auf dessen Drängen begannen vor knapp 20 Jahren erste Untersuchungen des bis dato existierenden Erdwalls, mit dem die einstige Grotte 1962 verschüttet wurde und seitdem im Dornröschenschlaf darniederlag.
Rund 80 Gäste kamen zur offiziellen Einweihungsfeier. (Foto: Nadine Bieneck)
Rund 80 Gäste kamen zur offiziellen Einweihungsfeier. (Foto: Nadine Bieneck)
Ende des 18. Jahrhunderts hatten Kronprinz Friedrich Wilhelm III. und seine Frau Luise nach dem Kauf des Gutes Paretz im Jahr 1797 den Grottenberg anlegen lassen, inspiriert von einem ähnlichen Bauwerk in Steinhöfel, welches sie bei einer Reise 1794 bewundert hatten. Eine halb versunkene Tempelfront mitsamt einer Gedenktafel für den 1796 früh verstorbenen Bruder von Friedrich Wilhelm, Friedrich Ludwig Karl, sowie ab 1835 auch für Luise, eine hauptsächlich mit Naturmaterialien ausgestattete Grotte und ein japanisierender Pavillon als Bekrönung stellten den damals herrschenden sentimentalen Zeitgeist dar. Zugleich sollte das Bauwerk den gestalterischen Höhepunkt des Schlossgartens bilden, der ebenso wie das Schloss von entwaffnender Schlichtheit geprägt ist.
Blick in die wiederhergestellte Grotte. (Foto: Nadine Bieneck)
Blick in die wiederhergestellte Grotte. (Foto: Nadine Bieneck)
Nach dem Zweiten Weltkrieg verwahrloste die Anlage, das Ensemble verfiel. Schließlich wurde die Grotte gesperrt. Schlusspunkt dieser Entwicklung war 1962 die Einplanierung der Baureste. Was vom einstigen Schmuckstück des Schlossparks übrig blieb, war ein grasbedeckter Hügel, auf dem sich schließlich Ahorn und Wildwuchs ansiedelten. Bis sich eine Vielzahl an Mitstreitern für den Wiederaufbau des Ensembles ins Zeug legte.
Die Erdaufschüttungen hatten über die Jahrzehnte dafür gesorgt, dass bei Untersuchungen und Ausgrabungen ab 2010 jede Menge gut erhaltenen Originalgesteins und -materials gefunden wurde, das für die Rekonstruktion genutzt werden konnte. So wurden schließlich große Teile von Tempel und Grotte im Rahmen archäologischer Grabungen im Herbst 2013 freigelegt. Ein 2014 aufgestellter Stufenplan der Schlösserstiftung stellte anschließend die Grundlage für Planung, Kalkulation und auch Spendenmittel dar, mit deren Hilfe der Grottenberg zu neuem Leben erwacht werden sollte.
Die geborgenen Überreste der Grotte im Jahr 2015, vor dem Beginn der Rekonstruktion. (Foto: Tanja M. Marotzke)
Die geborgenen Überreste der Grotte im Jahr 2015, vor dem Beginn der Rekonstruktion. (Foto: Tanja M. Marotzke)
2018 fanden die ersten Bauarbeiten statt. Ganze Arbeit leisteten die Handwerksbetriebe ebenso wie die Schlossgärtner, die ab Spätsommer 2020 schließlich den Schlusspunkt des Projekts rund um die Grotte setzten.
Inzwischen lädt das Ensemble zum Verweilen und Begehen ein. „Es verleiht unserem Schlossgarten etwas Besonderes. Wenn uns nun jemand fragt, was es im Schlosspark zu sehen gibt, können wir sagen: Schauen Sie sich den Grottenberg an“, strahlt Evelyn Friedrich. Und Christoph Vogtherr geht gar noch einen Schritt weiter: „Der Grottenberg ist ein ,Balkon ins Havelland’, gebaut für An- und Ausblicke.“
Weitere Informationen, unter anderem zu den Öffnungszeiten der Anlage, finden Sie unter diesem Link bei der SPSG.
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Schnappschuss der Woche

Herbst im Havelland. (Foto: Marlies Schnaibel)
Herbst im Havelland. (Foto: Marlies Schnaibel)
Der Herbst ist bereits in Reichweite. Dieses künstlerische Motiv “Herbst mit Apfel” entdeckte meine Kollegin Marlies Schnaibel im Garten der “Galerie Schneeweiß” in Falkensee.
Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Vielleicht sogar auch schon ein Herbstmotiv? Dann schicken Sie es gern an havelland@maz-online.de!
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