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Die schönsten Badestellen im Havelland ++ Klein Behnitzer Feuerwehr mit viel Frauenpower ++ Wolsier hat jetzt eine Senf-Manufaktur

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
Gewitter und Starkegen in Dallgow-Döberitz, Schönwalde-Glien und Falkensee, eine toter Mann im Rathenower Wolzensee und eine Familientragödie in Großwudicke im Milower Land - diese Woche hatte es in sich. Da kann selbst ein hoffnungsloser Optimist wie ich ein wenig schwermütig werden.
Aber es gab auch Neuigkeiten im Havelland, die mich positiv stimmen und Mut machen. Berührt hat mich zum Beispiel die Falkenseer Benefizaktion für die Flutopfer in Stolberg. Ganz nach dem Motto “Unter Sportlern hält man zusammen” hat der SV Falkensee-Finkenkrug einen Großteil der Erlöse eines Testspiels gespendet. Der SV Dallgow und Eintracht Falkensee schlossen sich an. Auch die Zuschauer gaben Geld. Am Ende kamen mehrere tausend Euro zusammen, die nun an den FC Stolberg in der gebeutelten Unwetterregion in Nordrhein-Westfalen gehen.
Spenden hat auch das Jugendforum Falkensee gesammelt. Das veranstaltet nämlich nicht nur eine Kinoreihe im Gutspark, es sammelt auch Geld für gemeinnützige und wohltätige Organisationen. Die ersten Beträge konnten bereits übergeben werden.
Engagement für den guten Zweck, darum geht es auch dem Brieselanger Drehorgelspieler Detlef Luther. Er hat eine Tour durch zehn Bundesländer gemacht, um Spenden für Krebskranke zu sammeln. Am heutigen Freitag endet seine Reise in Brieselang mit einem Konzert und der Übergabe des Geldes.
Gutes im Sinn hat übrigens ebenso der Verein Alltagsbegleiter Pflegeteam Havelland. Dieser hat sich gerade unter dem Dach der Pflegeteam Havelland GmbH gegründet, um pflegende Angehörige mit verschiedensten Angeboten zu entlasten. Los geht es bereits am 1. August.
Sie sehen also, es gibt trotz trauriger Nachrichten viele Gründe, optimistisch zu bleiben, denn nach Regen folgt auch immer wieder Sonnenschein. Mit etwas Glück begleitet der uns bestimmt das ganze Wochenende.
Erholen Sie sich gut von diesen ereignisreichen Tagen, bleiben Sie gesund und verraten Sie mir doch bei Gelegenheit einmal, was Sie positiv stimmt?
Ihre Christin Schmidt
MAZ-Redakteurin in Rathenow
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: christin.schmidt@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: Für den Ernstfall bereit - so wird im Kreis  gewarnt
Havelland: Bauern bangen um Ernte – Schweinepest im Barnim angekommen
Havelland: Wieder mehr Arbeitslose im Juli
Olympische Spiele: So fiebern die Havelländer mit
Berge: Brücke über Hamburger Bahn wird saniert
Wustermark: Jugendfeuerwehr sammelt tausende Euro für Fluthilfe
Dallgow: Glasfaser-Ausbau - Einwohner hoffen auf schnelleres Netz
Nauen: Am Sonntag eröffnet das neue Garagenlager
Böhne: Unterwegs im Ortsteil - eine turbulente Geschichte des Dorfes
Rathenow: Abriss der Otto-Seeger-Grundschule hat begonnen
Großwudicke: Lange Mängelliste für den Bahnhof
Rathenow: Erleichterung - Serenade im Optikpark darf stattfinden
Klein Behnitz: Hier herrscht bei der Feuerwehr jede Menge Frauenpower
Schönwalde-Glien: Viele Hände sorgten für die „Nation of Gondwana"
Rathenow: Neubau mit zwölf Wohnungen an Stelle des alten Lehrlingswohnheims
Schönwalde: Bürgermeister kämpft für Anschluss ans Bahnnetz
Wernitz: Darum gehen die Bewohner auf die Straße
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Die schönsten Badestellen im Havelland

Das sind die schönsten Badestellen im Osthavelland
Das sind die schönsten Badestellen im Westhavelland
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Bundestagswahl 2021 im Havelland

Fragen an die Kandidaten - jederzeit und direkt: Ab sofort können die Wähler und Wählerinnen alle Direktkandidierenden zur Bundestagswahl am 26. September öffentlich über das Internet befragen. Seit Mittwoch hat die Dialogplattform abgeordnetenwatch.de ihr Frageportal für die Wahl geöffnet. Mehr als 2500 Direktkandidierende aus 299 Wahlkreisen in Deutschland haben auf der Seite ein Profil und sind per Postleitzahl-Angabe zu finden. Auch alle Spitzenkandidaten haben ein Profil erhalten. Auch die Havelländer haben somit die Möglichkeit, ihre Fragen an die Kandidaten ihrer Wahlkreise 56, 58 und 60 loszuwerden, die das Havelland abdecken. 
„Unsere Plattform dient für die Wählerinnen und Wähler in erster Linie dazu, einmal ganz unkompliziert zu erfahren, wer die Kandidierenden im eigenen Wahlkreis sind“, erklärt Projektleiterin Ghasal Falaki. „So wird ein besseres Kennenlernen zwischen Wählern und Kandidierenden geschaffen. Der Dialog, den wir mit unserer Plattform ermöglichen, schafft Vertrauen und eine kritische Auseinandersetzung mit den Positionen der Politiker. Mit eigenen Fragen können Wählerinnen und Wähler ihre Interessen äußern und anhand der erhaltenen Antworten leichter eine persönliche Wahlentscheidung treffen.“
Noch bis zum 25. September 2021, dem Vorabend der Wahl, können alle Kandidierenden unter diesem Link befragt werden. Auch nach der Wahl werden alle Profile, Fragen und Antworten dauerhaft öffentlich gespeichert, sodass das Wahlportal als dauerhaftes digitales Wählergedächtnis dient.
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Die Corona-Lage im Havelland

3 neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag damit bei 6,1. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6317 Erkrankte im Kreis. 182 Menschen von ihnen verstarben seitdem an oder mit dem Virus. Die Siebe-Tage-Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 6,2 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 5,9). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 32 neue Coronafälle vermeldet.
Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
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Menschen aus dem Havelland

Grünefeld: Bei Technofamilie Johannsen feiern alle mit
Brieselang: Margerita Brandtner steuert den Bürgerbus
Ketzin/Havel: Mit Bulli und Wackel-Dackel durch ganz Europa
Schönwalde: Vom Hobby Reiten zum Beruf Pferdewirt
Rathenow: Fleischermeister Leo Sulkowski ist tot
Bamme: Schwestern träumen von gemeinsamer Ausstellung
Nennhausen: Mehr als einfach nur Volleyball
Großderschau: Weiter mit Helga Klein an der Spitze
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Erinnerung an einen Dichter. (Foto: Marlies Schnaibel)
Erinnerung an einen Dichter. (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird dieser Kasten, der an den Dichter Erich Weinert erinnert. Aber warum und wo steht er?
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 2. August, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 6. August in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Die Eingangstür zur Rathenower Stadtbibliothek (Foto: Christin Schmidt)
Die Eingangstür zur Rathenower Stadtbibliothek (Foto: Christin Schmidt)
Vergangene Woche fragten wir in unserem Rätsel nach einem Kasten, der an den Dichter Erich Weinert erinnert. Tatsächlich zeigte unser Bild aber eine Tür. Findige Leser haben sicher schnell bemerkt, dass diese nur insofern etwas mit dem deutschen Schriftsteller zu tun hat, als sie einen literarischen Schatz birgt. Es handelt sich nämlich um die Eingangstür zur Rathenower Stadtbibliothek, die sich am Schleusenplatz in einem stadteigenen und denkmalgeschützten Haus - Baujahr 1737 - befindet. Mit rund 39.000 Medien verfügt die Einrichtung über eine umfangreiche Auswahl an Romanen im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich. Auch der Sachbuchbereich deckt ein großes Spektrum an Themen ab. Auf Initiative des Heimatforschers und Lehrers Walther Specht bekam Rathenow 1909 erstmals eine öffentliche Bibliothek. Fast 90 Jahre später ging daraus nach einer von Höhen und Tiefen gekennzeichneten Geschichte 1997 die Stadtbibliothek mit ihrem Sitz am Schleusenplatz 4 hervor. 
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Kulturelles Havelland

Die Künstler landen im August zum Besuch ein. (Foto: Hans-Peter Theurich)
Die Künstler landen im August zum Besuch ein. (Foto: Hans-Peter Theurich)
Das ist ein Termin zum Vormerken: Die landesweite Aktion “Offene Ateliers” musste auch in diesem Jahr coronabedingt verschoben werden. Als neuer Termin wurde der 21. und 22. August 2021 vereinbart. An diesem Sommerwochenende öffnen im Havelland 61 Ateliers, Galerien und Werkstätten ihre Türen, so viele wie schon seit Jahren nicht mehr.
Die Besucher können an dem Wochenende einen Einblick ins traditionelle Handwerk erhalten, den Künstlerinnen und Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen, deren Werke bestaunen sowie auch erwerben, mit ihnen ins Gespräch kommen oder auch mal die eigenen künstlerischen Fähigkeiten erproben.
Das künstlerische Spektrum reicht von Aquarellmalerei über Filzkunst und Fotografie bis hin zu Keramik und HolzarbeitenBesonders stark vertreten sind Falkensee mit 19 Teilnehmern und das Milower Land mit acht Teilnehmenden, darunter auch die Kunsthalle Bahnitz, in der aktuell Arbeiten von 21 Künstlern gezeigt werden.
Eine Liste aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Havelland ist auf der Website des Landkreises unter www.havelland.de/freizeit-kultur/kultur-sport-tourismus zu finden.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Merit Schambach und Wolfgang Herkt vor dem Senf-Salon. (Foto: Norbert Stein)
Merit Schambach und Wolfgang Herkt vor dem Senf-Salon. (Foto: Norbert Stein)
Von Berlin-Kreuzberg ins Havelland: „Wir ziehen mit Sack und Pack in den wunderschönen Sternenpark Westhavelland“, schreibt Merit Schambach auf der Internetseite ihres Senf-Salons, den sie noch bis zum 24. Juli in Kreuzberg geöffnet hatte. Jetzt ist der Laden in Berlin geschlossen, um den feinen Senf künftig in Wolsier, einem Ortsteil der Gemeinde Havelaue im Ländchen Rhinow, herzustellen. Dort hat sie mein Kollege Norbert Stein besucht.
Die Leidenschaft für den Senf in Merit Schembach geweckt hat vor etwa 20 Jahren die Fernsehsendung mit der Maus. Dabei ging es um die Herstellung von Senf. „Das kann ich auch“, dachte die damals freiberufliche Fotografin, stellte sich in die Küche und kreierte als Erstes eines Bananensenf. Der kam bei Freunden gut an und machte Mut für eine neue berufliche Zukunft.
2003 gründete Schambach eine Ich-AG und legte damit den Grundstein für ihren Senf-Salon, der sich längst einen florierenden Onlineshop und Kundschaft bundesweit, ja gar international, erarbeitet hat. Immer wieder lässt sich Merit Schambach neue Kreationen einfallen, ob mit Erdbeer- oder Biergeschmack. 30 Senfsorten hat sie inzwischen im Angebot. Diese wird sie künftig in Wolsier in einer Manufaktur herstellen. Ihre Abnehmer sind neben Privatkunden auch zahlreiche Geschäfte in Berlin und Brandenburg, so das Berliner Hilton Hotel. Nach Ribbeck liefert sie zudem auch Birnensenf.
Und das tut sie ab sofort von Havelaue aus. Einen Hofladen soll es in Wolsier vorerst nicht geben. Wer vorbeikommt, wird aber auch nicht abgewiesen, sagt sie und kann sich vorstellen, mit ihrem Senfangebot auf spezielle regionale Märkte zu gehen oder das Angebot in havelländischen Geschäften, Hofläden und Tourismusshops zu bereichern.
Über 30 ausgefallene Senfsorten produziert Merit Schmabach. (Foto: Norbert Stein)
Über 30 ausgefallene Senfsorten produziert Merit Schmabach. (Foto: Norbert Stein)
Der Wolsierer Ortsvorsteher Bill Neubüser sieht den Senf-Salon als absolute Bereicherung für das Dorf und das gesamte Ländchen Rhinow. Der Umzug des Manufakturbetriebs hat bereits begonnen. Ein ehemaliger Bauernhof, dessen Ursprung vermutlich bis ins Jahr 1722 zurückgeht, wird nun zur “Senf-Zentrale” der Region. Merit Schambach bringt sämtliches zur Herstellung von Senfsorten erforderliche Zubehör mit. In Kreuzberg steht schon alles zum Abtransport bereit. „Auch die Etikette mit der neuen Anschrift Havelaue sind schon in Arbeit“, sagt sie und fügt hinzu: „Havelaue klingt gut und ist ein schöner Name für eine Gemeinde.“
Im August soll die Herstellung der ersten Senfsorten in Wolsier beginnen. Wolfgang Herkt ist der Mann an ihrer Seite und freiberuflicher Archäologe. In seiner Freizeit hat er mit fleißigen Helfern ein Stallgebäude für die Manufaktur seiner Frau hergerichtet. Das Paar hatte das Grundstück in der Hauptstraße gekauft und zog vor einem Jahr in den Ort. „Wir sind in dem Dorf gut aufgenommen worden“, sagt Merit Schambach. Sie wolle es etwas ruhiger haben, sagt sie, ohne dabei Seufzer über das hektische Berliner Großstadtdasein zu verlieren. Der benachbarte Sternenpark habe weniger Einfluss auf die Entscheidung gehabt, sagt die 50-Jährige. Aber es habe schon etwas romantisch Anmutendes, wenn man abends auf dem Hof sitzt und dabei die Milchstraße sehen kann.
Weitere Informationen und Kontaktdaten zum “Senf-Salon” gibt es unter www.senfsalon.de.
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Schnappschuss der Woche

Einen MAZ-Kollegen aus unserem Verlagsnetzwerk verschlug es dieser Tage nach Ribbeck ins Havelland. Von seinem Ausflug schickte er uns dieses Foto. “Ihr habt doch immer einen Schnappschuss der Woche im Newsletter, wäre das nicht was?”, meinte er. Offensichtlich will er unerkannt bleiben, meinte aber immerhin noch: “Wunderbar ist es hier in Ribbeck, immer eine Reise wert!” Na dann!
Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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