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Die schlechtesten Straßen im Havelland ++ Der schlimmste Müllhaufen im Havelland ++ Der schönste Baum in Falkensee

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
ich freue mich, Sie als Newsletter-Leser an unserer Seite zu wissen. So kommen wir mit Ihnen ins Gespräch. Und ich will da mal etwas zum Wetter sagen. Sie kennen ja vielleicht den Spruch “Leute, die sich nichts zu sagen haben, reden übers Wetter.” Wie das so ist mit solchen Weisheiten, sie stimmen und sie stimmen auch wieder nicht. Na klar, auf jeder Party und an jeder Buswartehalle kann man mit Menschen damit leicht ins Gespräch kommen. So ganz unverbindlich kann man sich über das Aprilwetter austauschen. Aber da kann es dann doch ganz schnell ganz verbindlich werden. Wenn das Geplauder über den Schneefall plötzlich nämlich ernst wird, wie ein schwerer Unfall in der Nacht zum Donnerstag zeigt. Auf der B5 bei Friesack war ein Mann vom plötzlichen Schneefall überrascht worden und gegen einen Baum geprallt, an anderen Stellen waren Autofahrer schon mit Sommerreifen unterwegs. Auch das führte zu schlimmen Unfällen und zeigt: Das Wettergeplauder über das launische Aprilwetter hat zugleich das Potenzial, über wahrhaft ernste Dinge und über seine Fahrweise zu Aprilwetterzeiten nachzudenken. Bei dieser Gelegenheit noch ein aktueller Tipp für alle Verkehrsteilnehmer, die in der nächsten Woche in Falkensee unterwegs sind: Die L20 (Seeburger Straße) wird von Montag bis Freitag kurzfristig halbseitig gesperrt. Spurrillen müssen wegsaniert werden, teilte der Landesbetrieb für Straßenwesen am Donnerstag mit.
Nicht ganz so dramatisch wie ein schlimmer Verkehrsunfall, aber auch schwierig kann das Wetter für alle Gartenfreunde sein. Osterfrost und Osterfrust sind da bei manchem zusammengekommen. Den Temperatursturz hat manches zarte Pflänzchen nicht überlebt. Man darf nicht zu früh pflanzen, das wissen die Menschen im Havelland. In der Gartenstadt Falkensee haben sie deshalb ihren Termin für die jährliche Pflanzenbörse nicht zu früh gelegt. In den vergangenen Jahren war die Tausch- und Verkaufsbörse immer sehr gut besucht. Bis Corona kam. Zum Leidwesen der Veranstalter wird es die Pflanzenbörse in diesem Jahr nur digital geben. Aber die Leute mit dem grünen Daumen werden sich bestimmt auch so finden.
Und was hat die Menschen im Havelland in den vergangenen Tagen besonders bewegt? Bei der Antwort auf diese Frage kommen wir um das Impfen und Testen sowie um schlechte Straßen nicht herum. Lesen Sie mehr dazu in unserem heutigen Newsletter, den wir für Sie zusammengestellt haben.
Kommen Sie gut ins Wochenende und bleiben Sie gesund,
herzliche Grüße
Ihre Marlies Schnaibel
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern an marlies.schnaibel@maz-online.de.
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Die Top-Themen der Woche

Falkenseer entsetzt: Illegale Bauschuttentsorgung am Neuen See sorgt für Ärger
Seeburg: Skelette bei Bauarbeiten an der L20 entdeckt
Ketzin/Havel: Machtübernahme im Storchenhorst
Falkensee: Ist das der schönste Baum der Gartenstadt?
Havelland: Landkreis schafft Sonder-Förderprogramm für Sportvereine
Megaprojekt i2030: Tagebuch ab sofort online verfügbar
Havelland: Geld für kleine lokale Initiativen im Kreis
Elstal: Der Weg für Karls Natur-Feriendorf ist frei
Wustermark: Umweltnetzwerk sieht die Karls-Erweiterung kritisch
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MAZ-Aktion: Schlechteste Straße im Havelland

Die L86 in Markee ist laut MAZ-Lesern die "Schlechteste Straße im Osthavelland". (Foto: Andreas Kaatz)
Die L86 in Markee ist laut MAZ-Lesern die "Schlechteste Straße im Osthavelland". (Foto: Andreas Kaatz)
Punkt 17 Uhr setzte sich in Markee mit einem großen Hupkonzert ein Autokorso durch das Dorf in Bewegung. Knapp 30 Fahrzeuge rollten auf der Ortsdurchfahrt entlang. Mit dieser Aktion wollten die Einwohner auf den immer schlechter werdenden Zustand der L86 aufmerksam machen, die quer durch Markee führt.
Der Anlass war ein besonderer, wenn auch wenig schmeichelhafter, Titel, den die alte Pflasterstraße errungen hatte: Im Rahmen der MAZ-Aktion „Schlechteste Straße im Osthavelland gesucht“ kürten die MAZ-Leser die Buckelpiste mit insgesamt 993 Stimmen zum Sieger. Mehr als 2500 Leser hatten bei der Umfrage - zur Wahl standen 16 eingereichte Vorschläge - mitgemacht. Zur Preisverleihung durch Redaktionsleiter Sebastian Morgner hatte sich Ortsvorsteher Ralph Bluhm (LWN) heimlich etwas Besonderes einfallen lassen und überraschte damit sogar die MAZ-Delegation – mit dem unüberhörbaren Autokorso.
Ein Autokorso empfing die MAZ-Delegation in Markee. (Foto: Sebastian Morgner)
Ein Autokorso empfing die MAZ-Delegation in Markee. (Foto: Sebastian Morgner)
Innerhalb eines Tages holte er die Genehmigungen ein, für die er der Polizei auch dankbar ist, die das Korso auch begleitete.„Es ist eine Endlos-Geschichte. Die Schmerzgrenze ist schon lange überschritten“, sagte der Ortsvorsteher mit Blick auf die Pflasterstraße. Seit Jahrzehnten kämpfen die Markeer für eine neue Straße, denn die jetzige raubt den Anwohnern im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf.
Der Titel als “Schlechteste Straße im Osthavelland” hat mit der L86 durch Markee damit ganz bestimmt nicht die falsche getroffen. Die MAZ-Aktion ist für Bluhm der Startschuss, das Engagement für eine neue Straße wieder zu erhöhen, wie er uns verriet. „Als nächsten Schritt werden wir an die Verantwortlichen vom Landesbetrieb Straßenwesen herantreten und fragen, was zu tun ist, damit wir den Titel ’Schlechteste Straße’ wieder loswerden. Anfangen werden wir aber damit, wieder die 30 km/h für alle Fahrzeuge zu beantragen", kündigte er an. Den ganzen Text samt Korso-Video gibt es auf der MAZ-Website hier.
Die Bahnhofstraße in Premnitz wurde zur "Schlechtesten Straße im Westhavelland" gekürt. (Foto: Christin Schmidt)
Die Bahnhofstraße in Premnitz wurde zur "Schlechtesten Straße im Westhavelland" gekürt. (Foto: Christin Schmidt)
Nicht viel besser erging es der Bahnhofstraße in Premnitz. Auch hier vergaben die MAZ-Leser den wenig schmeichelhaften Titel der “Schlechtesten Straße im Westhavelland”. Von den insgesamt abgegebenen 221 Stimmen - zur Wahl standen hier gar 23 eingereichte Vorschläge - stimmten 14 Prozent für die Bahnhofstraße, die am Ende knapp vor dem Haveleck in Mögelin mit 12,7 Prozent der Stimmen lag.
Auch in Premnitz brachten die MAZ-Redakteure gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Tebling ein Schild an der Straße an, das zukünftig die Verkehrsteilnehmer darauf hinweist, dass sie hier die schlechteste Straße im Westhavelland befahren. Tebling kam zum Termin übrigens mit dem Fahrrad und hatte einen passenden Spruch parat: „Ich will mir doch nicht mein Auto ruinieren“, parierte er das Schmunzeln der Redakteure. Tatsächlich ist auch das Premnitzer Stadtoberhaupt der Meinung, dass die Bahnhofstraße in einem schlechten Zustand ist. Deshalb sollte sie eigentlich auch in diesem Jahr saniert werden.
Dieses Schild hängt nun in der Bahnhofstraße in Premnitz. (Foto: Christin Schmidt)
Dieses Schild hängt nun in der Bahnhofstraße in Premnitz. (Foto: Christin Schmidt)
„Wir haben aber den Neubau der Bunsenstraße und der Karl-Marx-Straße zulasten der Bahnhofstraße vorziehen müssen, weil diese Baumaßnahmen gemeinsam mit dem Wasser- und Abwasserverband und der Premnitzer Wohnungsbaugenossenschaft durchgeführt werden und für die Erschließung des ,Jungen Stadtquartiers’ erforderlich sind“, erklärte Tebling. Die Planungen für die Sanierung seien bereits in den Haushalt eingestellt. Die Bauplanung wird derzeit vorbereitet, sodass es 2024 losgehen kann.
Edgar Döring kann es kaum erwarten. Der 70-Jährige lebt seit 14 Jahren in der Bahnhofstraße und ist der Meinung, die Straße trägt den Titel zu Recht. „Gucken Sie sich das doch mal an. Überall Löcher, wenn es regnet stehen Pfützen und wenn ein Auto entlangfährt, spritzt es bis ans Haus ran“, sagt er. „Ab und zu wurde ein bisschen geflickt und ausgebessert, aber immer nur an einigen wenigen Stellen“, so der 70-Jährige. Nicht nur am brüchigen Asphalt der Buckelpiste stört sich Edgar Döring. Ein weiteres Ärgernis sind für ihn die Lkw-Fahrer, die hier trotz Verbots entlangfahren. „Wissen Sie, wie sich das anfühlt, wenn hier ein Lkw entlang donnert. Da wackeln bei uns im Schrank sogar die Gläser.“
Den ganzen Test zur "Siegerehrung” der Westhavelländer Buckelpiste können Sie an dieser Stelle weiterlesen. Wir wünschen an dieser Stelle allen Verkehrsteilnehmern im Havelland so oder so allseits eine gute und sichere Fahrt und sind uns in der Redaktion nach den nicht repräsentativen Umfrage einig: Es gibt noch viel zu tun beim Straßenbau im Kreis - und wir werden an dem Thema dran bleiben!
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Die Corona-Lage im Havelland

Marco Robitzsch (l.) leitet das Brieselanger Schnelltestzentrum. (Foto: Jens Wegener)
Marco Robitzsch (l.) leitet das Brieselanger Schnelltestzentrum. (Foto: Jens Wegener)
Impfungen und Schnelltests nahmen im Havelland in dieser Woche merklich Fahrt auf. Gleich mehrere Schnelltestzentren im Kreis nahmen den Betrieb auf und stehen den Bürgern nun zur Verfügung. Unsere MAZ-Redakteure waren vor Ort dabei, haben mit Verantwortlichen und Getesteten sowohl in Brieselang in der “Sportlerklause” als auch in Schönwalde-Glien in der Sporthalle der Grundschule “Menschenskinder” gesprochen. Die Angebote wurden vor Ort sofort und gut angenommen.
Das ist in Falkensee schon länger der Fall - dort war der Andrang im Testzentrum im ehemaligen Bistro der Stadthalle so groß, dass es gar aufgrund von längeren Wartezeiten zu unschönen Szenen kam. Die Stadtverwaltung reagierte - am gestrigen Donnerstag wurde nun in Finkenkrug im einstigen Getränkemarkt in der Karl-Marx-Straße 68 bereits das zweite Schnelltestzentrum in der Gartenstadt eröffnet. Schon nach einer halben Stunde hatten sich die ersten 20 Falkenseer eingefunden, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen.
Hausärztin Uta Krieg-Oehme aus Schönwalde-Glien impft nun auch. (Foto: Viktoria Kratz)
Hausärztin Uta Krieg-Oehme aus Schönwalde-Glien impft nun auch. (Foto: Viktoria Kratz)
Nicht nur getestet, sondern auch immer mehr geimpft wird auch im Havelland. Seit dieser Woche dürfen nun endlich auch die Hausärzte das Serum vergeben. Darunter auch die Allgemeinmedizinerin Uta Krieg-Oehme aus Schönwalde. Sie erhielt für ihren Auftakt am Mittwoch 36 Biontech-Impfdosen. Die regulierte Höchstmenge liege derzeit bei 54 Impfdosen pro Woche, berichtete sie meiner Kollegin Viktoria Kratz. Doch „man muss nehmen, was man bekommt“, sagt die erfahrene Ärztin. Der Andrang auf die geringe Impfstoffmenge war enorm: „Wir haben in kürzester Zeit über 300 Anmeldungen bekommen. Die jüngeren Leute wollen auch endlich rankommen. Doch zunächst müssen wir erst einmal die Hochrisikogruppe impfen“, berichtete Uta Krieg-Oehme, die seit über 30 Jahren ihre Praxis betreibt.
Bleibt abschließend der obligatorische Blick auf die aktuellen Zahlen. Vorweg sei gesagt: Die aktuelle Statistik mag täuschen - über die Osterfeiertage ging es ruhiger zu. Es wurde weniger getestet, weniger gemeldet, weniger Zahlen hin und her verschickt. So war der aktuelle Sieben-Tage-Inzididenzwert am gestrigen Tag bis auf 104,9 abgesunken. Donnerstag vergangener Woche hatte er noch bei 173,6 gelegen. 49 neue Positivfälle wurden gestern im Havelland vermerkt. Am Mittwoch waren es fünf, am Dienstag vier, am Ostermontag sechs gewesen.
Selbst das brandenburgische Gesundheitsministerium mahnt angesichts der aktuellen Zahlen und deren Interpretation zur Vorsicht: „Derzeit gehen wir davon aus, dass es sich noch um die Nachwirkungen der Osterpause handelt, in der die Menschen ihren Arzt nicht aufgesucht haben und auch weniger getestet wurde“, hieß es auf eine MAZ-Anfrage, wie mein Kollege Andreas Fröhlich hier aufgeschrieben hat. Es heißt also auch weiterhin: Bitte halten Sie sich an die AHA-Regeln, tragen Sie weiterhin Mund-Nasen-Schutz und vermeiden Sie unnötige Kontaktsituationen.
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Menschen aus dem Havelland

Katharina Brendel lebt für den Fußball
Görne: So kümmert sich Michael Meyer um neue Attraktionen
Falkensee: Sie betreuen Pflegekinder in der Villa Kunterbunt
Rathenow: Nachwuchstalent Johannes Oemke ist der Go-Kart-Spezialist
Falkensee: Den ersten Taubenschlag hatte er schon als Kind
Bützer: Susanne Hesse hält besondere Momente in Bildern fest
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Das MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo steht dieses Denkmal? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wo steht dieses Denkmal? (Foto: Marlies Schnaibel)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Heute geht es um ein Denkmal, das an die Toten des Krieges von 1914 bis 1918 erinnert. Wir wollen wissen, an welcher Kirche des Havellandes dieses Denkmal steht.
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 12. April, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter, der am 16. April in Ihr Postfach segelt. 
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung vom 2. April 2021
Wandbild an der Turnhalle Wustermark. (Foto: Marlies Schnaibel)
Wandbild an der Turnhalle Wustermark. (Foto: Marlies Schnaibel)
Ronald Paris ist heute eine bekannter Künstler, 1959 stand der Brandenburger noch am Anfang seiner Karriere. Damals schuf er dieses Wandbild an der Turnhalle, der zuvor neu gebauten Schule in Wustermark. Es ist ein Wandbild mit vielen Menschen und Tieren, auch ein Trecker tuckert ins Bild. Pferde, Vögel, Kühe. Das Wandbild gehört zu einem denkmalgeschützten Gebäude. Es liegt inzwischen ein bisschen versteckt, aber es hat seine Geschichte. Der Maler, Grafiker und Kunstprofessor Ronald Paris hatte mit Freunden das Wandbild in Kratzputztechnik geschaffen. Das sogenannte Sgraffito mit der ländlichen Szene voll sozialistischer Aufbruchstimmung gilt als erstes Auftragswerk des später sehr bekannt gewordenen Künstlers. Im Stil durchaus ähnlich befindet sich ein Wandbild im Schloss Ribbeck.
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Kulturelles Havelland

Bilderschau in Premnitz. (Foto: Uwe Hofmann)
Bilderschau in Premnitz. (Foto: Uwe Hofmann)
Sie blicken voraus und sie nennen es Sommerausstellung: Die Mitglieder des Karl-Mertens-Kunstvereins Rathenow stellen im Rathaus Premnitz aus. MAZ-Mitarbeiter Uwe Hofmann hat sich die Ausstellung angeschaut.
Mitte September 2020 wurde im Rathaus Premnitz, bereits in kleinem Rahmen, ohne große Vernissage, mit Bildern der Rathenowerin Ute Arndt die bisher letzte Kunstausstellung eröffnet. Mit rund 60 Bildern der Maler des Karl-Mertens-Kunstvereins Rathenow werden jetzt neue künstlerische Akzente gesetzt.
Zu den ersten Vereinsmitgliedern, die in beiden Etagen des Amtsgebäudes ausstellen, gehören Margit Kuschel, Detlef Frenkel und Martin Lenzen.
„Die Ausstellung kam ganz spontan und kurzfristig zustande. Da auch seit Monaten unsere Vereinstätigkeit coronabedingt weitgehend ruht und auch die ‚Stadtgalerie’ in der Berliner Straße in Rathenow geschlossen ist, fehlt uns nicht nur der Austausch untereinander, sondern auch der Kontakt zu unseren Gästen in der Galerie. Deshalb nutzen wir diese Möglichkeit gern, unsere unterschiedlichen künstlerischen Sichten auf die Landschaft und Ortschaften des Havellandes hier den Besuchern in Premnitz zu zeigen“, sagt Detlef Frenkel, Leiter der Malgruppe. „Über den Ausstellungszeitraum von mehreren Monaten werden die Bilder auch gewechselt, so dass mehrere Vereinsmitglieder ihre künstlerischen Werke ausstellen können.“
Nach einem halben Jahr setzt die neue Ausstellung mit dem Erwachen der Natur im Frühling neue künstlerische Akzente. Und auch die Verwaltungsmitarbeiter genießen in den Fluren die Sicht auf die neuen Bilder. Die Ausstellung der Künstler des Karl-Mertens-Kunstvereins Rathenow kann man noch bis in den Sommer im Premnitzer Rathaus besichtigen. Wegen der aktuellen Corona-Lage kann man das Amtsgebäude nur mit vorherigem Termin betreten.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Kathrin Fehlberg in ihrem Nähzimmer. (Foto: Danilo Hafer)
Kathrin Fehlberg in ihrem Nähzimmer. (Foto: Danilo Hafer)
Selber mal wieder Nadel und Faden in die Hand nehmen? Nicht jeder ist dabei so geschickt wie die Dallgowerin Kathrin Fehlberg. MAZ-Mitarbeiterin Viktoria Kratz hat ihr über die Schulter geschaut.
Das kleine gemütlich eingerichtete Nähzimmer, das sich im Erdgeschoss ihres eigenen Hauses befindet, ist der Arbeitsplatz von Kathrin Fehlberg. Die 51-jährige Ur-Dallgowerin ist gelernte Kleidungsfacharbeiterin und arbeitet seither mit „Nadel und Faden“ - so heißt auch ihr kleines Änderungsatelier in der Dallgower Bahnhofstraße.
Seit mehr als 13 Jahren repariert oder verschönert sie die unterschiedlichen Kleidungsstücke ihrer Kunden und versucht dabei, alle Kundenwünsche bestmöglich umzusetzen. „Ich möchte, dass der Kunde zufrieden aus meinem Laden herausgeht. Das steht an erster Stelle“, erzählt die Dallgowerin. Mal näht sie dazu einen Reißverschluss ein, kürzt Hosenbeine oder näht Kleider ab. Darüber hinaus stopft Kathrin Fehlberg auch Löcher in den verschiedensten Kleidungsstücken aus, so dass diese nach der kleinen Ausbesserung noch lange getragen werden können. Das ist besonders bei geliebten Kleidungsstücken von Vorteil, von denen man sich nur sehr schwer trennen kann. Kathrin Fehlberg schenkt ihnen mittels ihrer handwerlichen Fähigkeiten ein zweites Leben. Nachhaltigkeit liegt der Dallgowerin sehr am Herzen: „Ich hebe die Stoffreste, die bei Änderungsarbeiten übrig bleiben, immer auf. Häufig kann ich daraus noch etwas Schönes zaubern.“
Neben den Änderungsarbeiten tobt sich Kathrin Fehlberg gerne kreativ aus. So näht sie beispielsweise kleine Kosmetiktäschchen, Taschentücherboxen oder Kissenhüllen – in den unterschiedlichsten Farben und Stoffen. Aber auch hier geht die erfahrene Kleidungsfacharbeiterin auf individuelle Kundenwünsche ein. Eben gern für alle, die selbst nicht so begabt in Handarbeiten sind und nachhaltig denken.
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