Der Wolf ist in der Heide angekommen ++ "Unser Dorf hat Zukunft" - Sieger stehen fest ++ Wer wird neuer Bürgermeister in Rathenow?

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Ausgaben

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
schon wieder ist eine Woche rum und ich begrüße Sie zur tagesaktuellen Ausgabe unseres Newsletters “Wir im Havelland”. Ich kann Ihnen sagen, meine Kollegen in Rathenow standen gestern mächtig unter Strom, denn der Tag begann mit einer Bombendrohung im Rathaus.
Tatsächlich waren sie auch direkt von den damit verbundenen Folgen betroffen, denn auch unsere Redaktionsräume waren zunächst aufgrund der Absperrungen nicht zugänglich. Speziell ausgebildete Spürhunde waren schnell vor Ort, da ein Team zufällig wegen eines anderen Einsatzes in der Nähe war. Am späten Vormittag konnte schließlich Entwarnung gegeben werden - es war offenbar ein blinder Alarm. Übrigens nicht der erste solcher Art. Wer sich aus solch einer Aktion einen Spaß macht, wird hoffentlich bald gefasst. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Wie der Tag in Rathenow verlief, hat mein Kollege Markus Kniebeler hier noch einmal zum Nachlesen aufgeschrieben.
Viel länger will ich Sie mit dem Einstieg in unsere geballte Nachrichtenvielfalt auch gar nicht aufhalten. Aber einen Termin möchte ich doch noch schnell ans Herz legen: Merken Sie sich gern schon einmal den 16. Oktober in Ihrem Kalender vor. Dann lädt der Meilerverein Schönwalde-Glien im Ortsteil Dorf zu seinem Bockbierfest ein. Bei zünftiger Musik und ebenso zünftigem Eisbein soll dort das diesjährige Bockbier verkostet werden. Klingt nach einer Menge guten Laune und gutem Essen, oder? Voranmeldungen sind notwendig und über Veronika von Wittkowsky vom Meilerverein unter 03322/208105 oder veronikavonwitt@googlemail.com möglich, die Karte kostet 15 Euro.
Damit wünsche ich Ihnen nun viel Vergnügen mit “Wir im Havelland” und einen guten Start ins Wochenende! Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die nächsten Tage - bis Freitag!
Herzliche Grüße
Nadine Bieneck
Stellvertretende Redaktionsleiterin Havelland
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: nadine.bieneck@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Döberitzer Heide: Ziegen und Schafe gerissen - der Wolf ist in der Heide angekommen
Havelland: Das sind die Sieger von "Unser Dorf hat Zukunft"
Havelland: Das sind die Gewinner der Wirtschaftsförderpreise 2021
Wustermark: Grundschul-Eltern schlagen Alarm
Wustermark: Darum steht der Bürgerhaushalt vor dem Aus
Dallgow: Vom Rausschmiss bedrohte Mieter treffen Investor im Rathaus
Brieselang: Gemeindevertreter wollen Rücknahme der BSV-Kündigung per Gericht
Priort: So soll der Fest- und Spielplatz künftig aussehen
Rathenow: Wer wird neuer Bürgermeister?
Rathenow: Sie kämpfen für die Rechte von Radlern
Warsow: In der Abgeschiedenheit kommen kranke Kinderseelen zur Ruhe
Rathenow: Auf den Teller statt in die Tonne - Schüler zeigen, wie man Lebensmittelverschwendung vermeidet
Rhinsmühlen: In 490 Schritten durchs ganze Dorf
Milower Land: Zweiter Kita-Neubau bahnt sich an
Strodehne: Dieses Seil steht für die Dorfgemeinschaft
Nennhausen: Erinnerungsort mitten im Wald am Kirchberg
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MAZ-Havelland auf Instagram

Schon gewusst? Unsere Redaktion ist auch auf Instagram unterwegs. Täglich berichten wir auf der sozialen Plattform von Menschen, Ereignissen, Begegnungen und Veranstaltungen aus dem Havelland. Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei uns vorbeischauen und uns dort auch gern folgen: www.instagram.com/mazhavelland
MAZ Havelland: Für diese Rathenowerin gehören Facebook und Instagram zum Alltag
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Die Corona-Lage im Havelland

Acht neue Positivfälle wurden für das Havelland am gestrigen Donnerstag vermeldet, der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag damit bei 27,9 und stieg damit im Vergleich zum Vortag (26,7) wieder leicht an. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6943 Erkrankte im Havelland. 183 von ihnen verstarben an oder mit dem Virus, am gestrigen Donnerstag wurde nach langer Zeit ein neuer Corona-Todesfall für den Kreis vermeldet. Die Inzidenz für das Land Brandenburg lag am Donnerstag bei 47,1 (vergangene Woche betrug der Wert an dieser Stelle 36,8). Insgesamt wurden für das gesamte Land Brandenburg am Donnerstag 368 neue Coronafälle vermeldet. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
Im Krankenhaus behandelt werden mussten mit Stand vom Donnerstag landesweit in Brandenburg aktuell 77 Personen wegen einer Covid19-Erkrankung25 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung20 davon müssen beatmet werden.
Unterdessen wurde in Brieselang bekannt, dass sich die F.F. Peppel GmbH vom Betrieb des Testzentrums in der Gemeinde zurückzieht. Seit Dienstag dieser Woche wird das in der Sportlerklause eingerichtete Zentrum daher wieder von der Verwaltung der Gemeinde Brieselang betrieben, die dabei erneut auf ehrenamtliche Kräfte setzt. Die Gemeinde kommt damit der Bitte des Landkreises Havelland um Amtshilfe nach.
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Menschen aus dem Havelland

Wilhelminenthal: Diese junge Frau streichelt  Kinderseelen
Ketzin/Havel: Sie ist mehr als eine Köchin
Paretz: 70 Jahre durch dick und dünn - sie feiern Gnadenhochzeit
Klein-Behnitz: Wird dieser getunte Tiefflieger die schönste Schwalbe im Havelland?
Steckelsdorf: Pferdecoach Claudia Schermer bietet Kurse an
Havelland: Wahlsiegerin Sonja Eichwede und ihre unbekannten Seiten
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo im Havelland ist dieses Bild zu sehen? (Foto: Christin Schmidt)
Wo im Havelland ist dieses Bild zu sehen? (Foto: Christin Schmidt)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird dieses Bild, das für die langjährige Kreisstadt im Havelland wirbt. Wissen Sie, wo es zu sehen ist? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 11. Oktober, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 15. Oktober direkt in Ihr Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Ein Mann grüßt an dieser Hausecke. (Foto: Marlies Schnaibel)
Ein Mann grüßt an dieser Hausecke. (Foto: Marlies Schnaibel)
Der Sämann an der Dammstaße von Nauen, kurz vor dem Bahnhof, wird schnell übersehen. Dort war früher ein Saatgutbetrieb, die Kurmark. 1937 wurde das alte Kurmarkgebäude nebenan abgerissen und 1938 das neue Haus schon fertig gestellt, weiß Wolfgang Wiech zur Geschichte des Ortes zu berichten. Die Figur passt zu Nauen als Ackerbürgerstadt und erinnert an die Zeit, als Landwirtschaft das Leben in der Stadt noch stärker bestimmte.
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Kulturelles Havelland

Der Bluthänfling hat die Mehlschwalbe, den Steinschmätzer, Feldsperling und Wiedehopf als Konkurrenten bei der Wahl zum Vogel des Jahres. (Foto: NABU)
Der Bluthänfling hat die Mehlschwalbe, den Steinschmätzer, Feldsperling und Wiedehopf als Konkurrenten bei der Wahl zum Vogel des Jahres. (Foto: NABU)
Seit dieser Woche läuft unter anderem durch den Naturschutzbund (NABU) die öffentliche Wahl zum “Vogel des Jahres”. Auch die Havelländer sind aufgerufen, unter www.vogeldesjahres.de mitzubestimmen, wer der Vogel 2022 wird.
„Bei der ersten öffentlichen Wahl hatten sich über 455.000 Menschen beteiligt und das Rotkehlchen zum Vogel des Jahres 2021 gekürt – eine überwältigende Beteiligung“, sagt Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU Brandenburg, „Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an Naturschutz und der heimischen Vogelwelt so groß ist und legen darum die Vogelwahl auch für die kommenden Jahre in die Hände aller, die mitentscheiden wollen.“
307 Vogelarten leben in Deutschland. Damit die Wahl etwas leichter wird, hat der NABU fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann. Für den Jahresvogel 2022 ins Rennen gehen daher der Bluthänfling, der Feldsperling, die Mehlschwalbe, der Steinschmätzer und der Wiedehopf.
Die Mehlschwalbe hat als Insektenfresser und Gebäudebrüter zwei Probleme, die ihren Bestand gefährden: Durch das Insektensterben hat sie weniger Nahrung zur Verfügung. Zudem werden ihre Nistplätze etwa bei Gebäudesanierungen entfernt. Ihr Wahlkampfslogan lautet darum: „Mieterschutz für Vögel!“ Der Steinschmätzer wiederum ist ein Langstreckenzieher und mit 30.000 Kilometern Jahreszugstrecke rekordverdächtig unter den Singvögeln. Er ist vom Aussterben bedroht, weil Brachen fehlen. „Mut zur Brache“, ist sein Wahlspruch.
Der Wiedehopf ist mit seinem langen Schnabel und seinen orangefarbenen Scheitelfedern der optisch spektakulärste Kandidat. Er lebt ausschließlich in warmen Gegenden in Deutschland, in Brandenburg ist er auf Truppenübungsplätzen anzutreffen. Er braucht halboffene Landschaften mit vielen Insekten. Der Wahlkampfspruch des Wiedehopfs heißt: „Gift ist keine Lösung!“ Der Feldsperling unterdes hat sich den Menschen angepasst und lebt häufig in Siedlungen. Die Spatzenart hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Vögel versammeln sich dann gern in Sträuchern. Der Feldsperling brütet in Baumhöhlen oder Nistkästen. Er fordert: „Ohne Gehölz, ohne mich!
Sein gruseliger Name täuscht: Der Bluthänfling ist kein Greifvogel, sondern eine kleine Finkenart mit roter Brust und Vorliebe für vegetarische Kost, wie Körner und Früchte. Sein Bestand ist gefährdet, weil er in monotonen Ackerlandschaften keine Heimat findet. Er fordert für seinen Brutplatz: „Mehr Hecken zum Verstecken!
Seit 6. Oktober ist das virtuelle Wahllokal unter www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Noch bis zum Vormittag des 18. November kann dort abgestimmt werden. Noch am gleichen Tag wird der Sieger bekanntgegeben. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Erst seit vergangenem Jahr wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Eine Rose liegt am Stolperstein im Gedenken an Gertrud Kolmar in Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
Eine Rose liegt am Stolperstein im Gedenken an Gertrud Kolmar in Falkensee. (Foto: Marlies Schnaibel)
Geschichtsorientierte, Radfahrer sowie geschichtsorientierte Radfahrer sollten sich den morgigen Sonnabend im Kalender notieren. Dann nämlich bietet die „Vorbereitungsgruppe Stolpersteine“ für Falkensee und Umgebung im Osthavelland eine ganz besondere Radtour an. Seit 15 Jahren engagiert sich die Gruppe um Ines Oberling für diese besonderen Erinnerungssteine für Verfolgte des Nationalsozialismus. In Falkensee, Brieselang, Dallgow-Döberitz und Nauen wurden seitdem insgesamt 46 Stolpersteine verlegt, die sich vor den letzten, selbst gewählten Wohnorten der Menschen befinden. Die Stolpersteine dienen dem Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten. 
Am Sonnabend nun lädt die Gruppe - nicht zum ersten Mal - zu einer Radrundfahrt ein, die zu historisch bedeutsamen Orten in der Region führen soll. Ziel ist diesmal die Gemeinde Dallgow-Döberitz. Los geht es beim Stolperstein für Gertrud Kolmar, die im Konzentrationslager Ausschwitz ermordet worden ist, an ihrem letzten Wohnort in Falkensee in der Feuerbachstraße 13. Treffpunkt für die Teilnehmer der Radtour ist 11 Uhr, anschließend geht es zu den Erinnerungsorten in Dallgow.
An jedem Haltepunkt, auf den sich das Team um Ines Oberling vorbereitet hat, werden historische Hintergründe erläutert oder auch kleine Geschichten erzählt. Auf der Fahrt wird zudem auch den drei in Dallgow-Döberitz verlegten Stolpersteinen ein Besuch abgestattet. Erst im August waren in der Nauener Straße zwei Steine in Gedenken an Herta und Richard Katz verlegt worden.
Das Ende der Fahrt ist gegen 13.30 Uhr am Bahnhof Dallgow geplant. Dort gebe es dann auch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, so Ines Oberling.
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Schnappschuss der Woche

(Foto: Winfrid Ganzer)
(Foto: Winfrid Ganzer)
Diesen wunderbaren Morgennebel hat MAZ-Leser Winfrid Ganzer in dieser Woche an der Milower Havel im Westhavelland aufgenommen.
Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Vielleicht sogar auch schon ein Herbstmotiv? Dann schicken Sie es gern an havelland@maz-online.de!
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