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Baulandpreise im Havelland steigen immer weiter ++ Baustellenwahnsinn in Falkensee ++ Tausende Aale stranden in Rathenow

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen und Leser,
das Waldbad in Falkensee hat einen neuen Chef, der ambulante Hospizdienst im Havelland eine neue Koordinatorin und die MAZ eine neue Redakteurin. Mein Name ist Christin Schmidt und ich freue mich, Sie nun künftig ebenfalls an dieser Stelle mit den wichtigsten Nachrichten aus der Region versorgen zu können.
Meine Premiere als Autorin unseres Newsletter “Wir im Havelland” beginnt mit einer verdammt heißen Woche. Wie haben Sie es geschafft, bei 35 Grad im Schatten einen kühlen Kopf zu bewahren? Für einen Tipp wäre ich Ihnen sehr dankbar, denn die nächste Hitzewelle lässt sicher nicht lange auf sich warten. Nutzen wir also die kleine Abkühlung, die uns das Wetter gerade beschert, und verschaffen uns einen Überblick über die Nachrichten im Havelland.
Die Schule ist aus und Dank der Lockerungen konnten viele Schulabgänger doch noch ihren Abschluss gebührend feiern. In Rathenow diente der Bismarckturm den Abiturienten des Jahngymnasiums und der Bürgelschule erstmals als Kulisse für ihre Sause. Bis spät in die Nacht wurde hier getanzt und noch Tage danach schwärmten alle von dem rauschenden Fest. Wer weiß, vielleicht war das ja der Anfang einer schönen Tradition.
Grund zur Freude gibt es auch in Paaren im Glien, denn die Rettung des MAFZ-Erlebnisparks naht. So zumindest wollen es die Mitglieder des Kreistags. Die haben sich in ihrer Sitzung am Montag entschlossen, den Park zu erhalten und ihn künftig als Kompetenzzentrum für Landwirtschaft und Klimaschutz auszurichten.
Vielleicht stellen die Abgeordneten damit ja die Weichen für eine prosperierende Zukunft. Immerhin ist Grün gerade total en vogue. Bleiben wir also optimistisch!
Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Wochenende, bleiben Sie gesund und bis zum nächsten Mal an dieser Stelle hier
Ihre Christin Schmidt
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: christin.schmidt@maz-online.de.
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Havelland: So teuer wie noch nie – Baulandpreise steigen immer weiter
Rathenow: Verkehrschaos - „Eine gute Lösung gibt es nicht“
Falkensee: Planungsirrsinn - an beiden Zufahrtstraßen wird gleichzeitig gebaut
Paaren im Glien: MAFZ-Insolvenz - so hat der Kreistag entschieden
Rathenow: Rettungsaktion - tausende junge Aale stranden in der Havel
Falkensee: Neuer Havelbus-Standort geht ans Netz
Rhinow: 300.000 Euro für die Sport-Außenanlage
Das sind die Sportler des Jahres 2020 im Havelland
Rathenow: Das sind Bürgels beste Abiturienten
Dallgow-Döberitz: Das sagen Abiturienten über ihr Corona-Abi
Osthavelland: Die acht besten Ferientipps der MAZ 
Westhavelland: Wo Ferien so richtig Spaß machen 
Kater: Leben am Königsgraben - einsamer geht es kaum
Nauen: Neue Kita an der Schillerstraße kann pünktlich starten
Brieselang: Zweiter Anlauf - so geht’s mit dem Seebeirat weiter
Havelland: Blitzer-Anhänger wird immer wieder beschmiert
Havelland: 66 Teilnehmer bei Auftakt von Sielmanns Heidelauf
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Bundestagswahl 2021 im Havelland

Die Wahlkreise des Havellands. (Graphik: MAZ/Detlev Scheerbarth)
Die Wahlkreise des Havellands. (Graphik: MAZ/Detlev Scheerbarth)
Die Kandidatenliste komplettiert sich langsam. Nun steht auch fest, wen die FDP als Direktkandidaten für den Wahlkreis 60 ins Rennen schickt: 100 Tage vor der Bundestagswahl nominierten die FDP-Kreisverbände Brandenburg an der Havel, Potsdam-Mittelmark, Havelland und Teltow-Fläming in einer gemeinsamen Wahlkreisversammlung im Vereinsheim des SV Empor Brandenburg ihren Direktkandidaten Patrick Meinhardt.
Einstimmig votierten sie für den Kandidaten, der seit März in Brandenburg lebt und seit kurzem der FDP-Kreisvorsitzende von Brandenburg an der Havel ist. Meinhardt war in seiner badischen Heimat 13 Jahre lang Stadtrat und Fraktionsvorsitzender, acht Jahre lang für Mittelbaden bis 2013 im Deutschen Bundestag und Generalsekretär der FDP Baden-Württemberg.
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Die Corona-Lage im Havelland

Keine neuen Positivfälle vermeldete das Gesundheitsministerium Brandenburg am gestrigen Donnerstag für das Havelland. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie bis heute 6269 Erkrankte im Kreis. 182 Menschen aus dem Havelland verstarben seitdem an oder mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz für unseren Kreis lag am Donnerstag bei 2,5 und damit leicht über Brandenburgs Gesamtschnitt von 2,3. Für den heutigen Freitag lagen bei Versand unseres Newsletter noch keine aktuellen Zahlen vor.
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Menschen aus dem Havelland

30 Jahre Grundschulleiterin: Sylvia Hoffmann geht in Rente
Rathenow: DJ Andre Jahr legte auf Kreuzfahrtschiffen auf
Havelland: Brandenburgerin koordiniert Hospizdienst im Kreis
Rathenow: Lehrerin Annerose Meier in den Ruhestand verabschiedet
Buckle: Sven Poser hat sich einen Traum erfüllt
Falkensee: Er ist der neue Chef im Waldbad  
Rathenow: Mit eigenem Kochbuch auf den Geschmack gekommen
Dallgow: Soldat Sven Pohl - vom Havelland an den Polarkreis
Nauen: Leiter der Nauener Arco-Schule geht in den Ruhestand
Rathenow: Neuer Vorsitzender für das Kinder- und Jugendparlament
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MAZ-Fotorätsel der Woche

Botschaft in Goldbuchstaben. (Foto: Archiv)
Botschaft in Goldbuchstaben. (Foto: Archiv)
Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird ein markantes öffentliches Gebäude im Westhavelland, über dem Eingang findet sich eine Botschaft in Goldbuchstaben, die an die Erbauungszeit des Hauses erinnert. Wir möchten wissen, um welches Haus aus welchem Ort es sich handelt.
Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 28. Juni, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 2. Juli in Ihrem Postfach.
MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche
Das Hexenhaus von Finkenkrug. (Foto: Marlies Schnaibel)
Das Hexenhaus von Finkenkrug. (Foto: Marlies Schnaibel)
Um ein markantes Haus ging es auch in unserem Fotorätsel vor einer Woche. Gesucht war das Hexenhaus im Falkenseer Stadtteil Finkenkrug. Wer sich’s leisten konnte, der baute schon vor mehr als einhundert Jahren ein Häuschen im Grünen. Und der Berliner Kaufmann Alexander Steinmetz konnte es sich leisten. Er kaufte kein Haus von der Stange, er ließ sich 1903 in Finkenkrug etwas Einmaliges zimmern: ein Waldhaus, ganz aus massiven Eichenstämmen, die außen noch ihre Borke tragen. Weil das Gebäude mit seinen Giebelchen, Türmchen und Schnörkeleien so verwunschen anmutete, hieß es bald nur noch: das Hexenhaus. Die Eingangstür ist geschmückt mit Motiven aus dem Wald - mit Eichenlaub und Eichhörnchen. Heute betritt man das Haus aber von der Hofseite. Das Haus hat eine wahrhaft wechselhafte Geschichte hinter sich, stand lange leer und war auch mal Ort für einen Filmdreh, nämlich für die Komödie “Männerpension”. Seit diesem Jahr hat das Haus einen neuen Besitzer und der knüpft an vergangene gastronomische Traditionen wieder an. Am Wochenende wird serviert - im Garten.
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Kulturelles Havelland

Fontane und sein Werk „Der Stechlin“ standen im Fokus der 7. Biennale. (Foto: Christin Schmidt)
Fontane und sein Werk „Der Stechlin“ standen im Fokus der 7. Biennale. (Foto: Christin Schmidt)
Noch ist es ruhig im 50-Seelen-Dorf Neuwerder im Ländchen Rhinow. Nur selten fährt ein Auto die Dorfstraße entlang, ab und zu bellt ein Hund oder Kinder laufen lachend über die Wiese. Ansonsten passiert hier nicht viel. Das wird sich schon bald ändern, denn Neuwerder bereitet sich auf eine Veranstaltung vor, die auch in diesem Jahr wieder etliche Besucher anlocken dürfte.
Zum achten Mal verwandelt sich der beschauliche Ort abseits der Landesstraße 17 in ein Mekka für Kunstliebhaber und lädt zur Biennale Land(schafft)Kunst ein. An drei Wochenenden wird der Kastanienweg wieder zur Galerie.
Seit 2006 gehört die Biennale, die die Künstlerin und Wahl-Neuwerderanerin Ulrike Hogrebe ins Leben rief, zu den Höhepunkten im Kulturkalender der Region. Daran soll sich auch im Jahr 2021 nichts ändern. Freilich heißt es allerdings, noch etwas Geduld zu wahren. Denn das Treffen der Kunstszene findet aufgrund der Coronapandemie nicht wie sonst üblich bereits im Juni statt, sondern erst im Spätsommer.
Nicht das erste Mal bei der Biennale dabei: Ernst Baumeister (2.v.r.) (Foto: Christin Schmidt)
Nicht das erste Mal bei der Biennale dabei: Ernst Baumeister (2.v.r.) (Foto: Christin Schmidt)
Die Eröffnung ist für den 28. August geplant. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Denn die Dorfbewohner müssen auf ihren Höfen, in den Gärten, Ställen und Scheunen zunächst Platz für die Werke der 26 Künstlerinnen und Künstler schaffen, die sich in diesem Jahr an der Biennale beteiligen.
Mit dabei sein werden alte Bekannte wie der Holzbildhauer Ernst Baumeister, der seit Jahren die Atmosphäre in Neuwerder genießt. Auch Bildhauer Bodo Rau, Vorsitzender des Kunstvereins Bahnitz, beteiligt sich. Viele Havelländer kennen ihn als Kurator der internationalen Ausstellungen in der Bahnitzer Kunsthalle. In Neuwerder wird Bodo Rau nun seine eigenen Arbeiten zeigen.
Eine Übersicht mit allen Künstlern und Informationen gibt es auf der Internetseite www.land-schafft-kunst.de.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Von Amerika nach Rathenow. Ja, das geht auch. Der Siegeszug des Hotdogs begann schon im Jahr 1867 in Brooklyn in den USA. Der deutsche Einwanderer Charles Feltmann steckte eine Wurst in ein weiches Brötchen, gab etwas Sauerkraut dazu und verkaufte es als Fast Food auf die Hand.
Auch in Rathenow gibt es einen, der seit mehr als 15 Jahren seine Leidenschaft für Hotdogs zum Beruf gemacht hat. MAZ-Mitarbeiter Jürgen Ohlwein hat mit ihm gesprochen. „Ich habe mir damals ein Lastenfahrrad mit einer Hotdog-Küche bauen lassen. Das Fahrrad fährt sich leicht. Es wurde ja für Einkaufspassagen konstruiert“, erzählt Marcus Froe.
Marcus Froe steht jeden Wochentag auf dem Märkischen Platz gleich neben dem Bäcker Thonke. Pünktlich um 9.30 Uhr fängt er an, seine mobile Hotdog-Küche einzurichten. Zuerst muss natürlich der große Schirm aufgespannt werden. „Damit bin ich schon von Weitem zu sehen“, sagt Marcus Froe und lächelt.
Viele seiner Kunden sind Stammkunden, die jeden Tag zu ihm kommen. Sie lieben nicht nur seine leckeren Hotdogs, sie mögen auch seine nette und freundliche Art. Vier verschiedene Hotdogs bietet Marcus Froe an. Es gibt den einfachen und kompletten Hotdog, Chili Dog und Doppeldecker. Für den Verkäufer ist allerdings eines wichtig. „Bei mir müssen alle Zutaten frisch sein“. Wie lange er täglich vor Ort ist, kann er nicht sagen. „Wenn alles verkauft ist, packe ich zusammen. Das ist sehr unterschiedlich von der Zeit. Das kommt auch auf die Kauflaune der Kunden an. Die ist meistens vom Wetter abhängig. Wenn es regnet oder zu heiß ist, läuft’s nicht so optimal. An anderen Tagen stehen die Leute Schlange“, so Marcus Froe.
Auch auf Veranstaltungen kann man den mobilen Hotdog-Verkäufer buchen. Zur Geburtstagsparty, zu Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten - das geht auch mit Hotdog.
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Schnappschuss der Woche

Diesen Schnappschuss sandte uns während der vergangenen heißen Tage Familie Pokorny aus Falkensee zu. “Als Stammleser der MAZ freuen wir uns auch über Kurioses”, schrieben sie dazu. Und weiter: “Heute fanden wir bei tropischen Temperaturen in unserem Dachboden eigentlich winterlichen Schmuck, der offenbar die Hitze nicht überstanden hatte. Weihnachten kommt doch erst im Dezember.” Herrlich! Na bis dahin ist ja noch etwas Zeit, die Kerzen wieder zu richten. Haben Sie auch einen Schnappschuss, den wir an dieser Stelle abbilden sollen? Dann schicken Sie ihn gern an havelland@maz-online.de!
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