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Ärger ums Impfzentrum ++ Großbrand in Dallgow ++ Bio-Käse aus dem Herzen des Havellands

Wir im HavellandWir im Havelland
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich freue mich sehr, Sie heute zu unserer ersten Ausgabe von Wir im Havelland, dem neuen Newsletter der Märkischen Allgemeinen Zeitung, begrüßen zu dürfen. Immer freitags nimmt unsere Redaktion sie künftig auf einen Streifzug durch den Landkreis mit den wichtigsten und spannendsten Themen mit.
Was bewegt die Menschen, die im Havelland leben? Wie gehen sie mit der Corona-Situation um? Wo wird neu gebaut, und wie steht es aktuell um die Verkehrsplanung? Welche Neueröffnung ist Thema Nummer 1? Welche Havelländer können außergewöhnliche Geschichten erzählen? All dies schreiben wir auf und wollen für Sie darüber berichten.
Die Pandemie und ihre Auswirkungen werden uns noch längere Zeit begleiten und sind daher auch für uns tagtägliches Thema. In dieser Woche hat insbesondere die Standortentscheidung des Landkreises für das Impfzentrum die Gemüter erhitzt. Wir haben nachgehakt und Stimmen zusammengetragen. Auch der Wintereinbruch zu Wochenbeginn hat die Havelländer bewegt. Meine Kollegin Christin Schmidt hat auf der Havel bei Rathenow gar Sportler beobachtet, die trotz frostiger Temperaturen und leichter Eisdecke ihrem liebsten Hobby nachgingen. Und auch sonst sind die Havelländer längst im Winter angekommen, wovon sich unsere Kollegen selbst vor Ort überzeugen konnten. Beeindruckend sage ich Ihnen! Kritik am Streueinsatz der Rathenower Straßenmeisterei nach dem großen Schneefall weist deren Leiter unterdessen zurück.
Sie sehen - es gibt viel zu berichten aus dem Havelland!
Herzliche Grüße
Ihr Sebastian Morgner
Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Schreiben Sie mir gern an sebastian.morgner@maz-online.de
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Das waren die Top-Nachrichten in dieser Woche

Feuerwehr kämpft in Dallgow stundenlang gegen die Flammen
Freude bei Frisören im Havelland: Telefone stehen nicht still
Weiter Stillstand beim Neubau der Falkenseer Bibliothek
Kälte-Andrang in Unterkunft für Obdachlose bleibt aus
B-Plan am Nauener "Luch Center" soll geändert werden
Premiere: Sitzung der Rathenower Stadtverordneten endlich online
Wo sonst das Leben tobt: Wegen Corona bleiben diese Orte still
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Die Corona-Lage im Havelland

Intensivärztinnen berichten: Unser Jahr auf der Covid19-Station
Standortkritik für Impfzentrum im Havelland wächst
Corona-Abitur: Stresstest für Schüler und Lehrer
Zoom-Treffen statt Studentenpartys: Ein Jahr Online-Studium
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Menschen aus dem Havelland

Walther Binsau engagiert sich leidenschaftlich für sein Dorf Buckow
Antje Hochkirch ist die treue Seele der Schützengilde
Anja Wienekamp aus Semlin: Bücher über Terrier Manni
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Fotorätsel: Woher stammt das "Bild der Woche"?

Gesucht wird ein Engel. Foto: Marlies Schnaibel
Gesucht wird ein Engel. Foto: Marlies Schnaibel
Wie gut kennen Sie das Havelland? In unserem Bilderrätsel können Sie mitraten und sich testen: Wie gut kennen Sie die Region? In der ersten Ausgabe geht der Rätsel-Blick in eine Kirche. Zu Engeln haben die Menschen seit Langem eine besondere Beziehung. Und mal ehrlich: Schutzengel können wir doch alle gut gebrauchen, erst Recht in Zeiten wie diesen. Kein Wunder also, dass auch Taufengel so beliebt sind. Im Osthavelland sind gleich fünf von ihnen erhalten. Wissen Sie, in welcher Kirche des Havellands dieser Engel schwebt?
Schicken Sie Ihre Antwort bis Montag, den 15. Februar, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort “Bilderrätsel” an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es in unserem nächsten Newsletter, der am 19. Februar in Ihr Postfach flattert.
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Kulturelles Havelland

Kriminalistisch unterwegs: Autor Christoph Heiden. Foto: Verlag
Kriminalistisch unterwegs: Autor Christoph Heiden. Foto: Verlag
Das Havelland macht deutschlandweit von sich reden. Genauer gesagt, der Havelland-Krimi „Zurück im Zorn“ tut es. Das Buch von Christoph Heiden ist für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Fachleute wissen: Der ist neben dem “Deutschen Krimi Preis” der wichtigste Preis für Kriminalromane im deutschsprachigen Raum, benannt nach dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser (1896 - 1938).
Von der Schweiz zurück ins Havelland. Hierher hat Christoph Heiden seine Geschichte verlegt und einen packenden, atmosphärisch dichten Kriminalroman mit vielen sozialen Schilderungen geschrieben, wie Redakteurin Marlies Schnaibel weiß. “Christoph Heiden gelang ein Thriller, der weniger Gruselschocker als vielmehr spannende Unterhaltung ist”, findet sie. Heiden führt die Leser ins fiktive Dorf Gollwitz, das er zwischen Rathenow und Friesack ansiedelt. Heiden selbst ist Ur-Berliner, in Lichtenberg geboren, wo er heute noch lebt. Ein Teil seiner Familie jedoch lebt im Havelland. Die Regionalkenntnisse, die der Autor daraus schöpft, tun dem Buch gut.
„Zurück im Zorn“ erzählt von der 32-jährigen Anna, die vor 20 Jahren bei einem Hausbrand Eltern und Bruder verlor. Als Brandstifter wurde ein Jugendlicher aus dem Dorf verurteilt und in eine Klinik für psychisch kranke Straftäter gesteckt. Er wird nun entlassen. Das alte Verbrechen lässt das Dorf jedoch nicht zur Ruhe kommen, es gibt weitere Brände und weitere Opfer. Die verschlossene Anna trifft auf verschlossene Dorfbewohner. Resignation, Neid, Gewalt, Schmutz und Alkohol bestimmen das Klima im Ort. Wer hier lebt, zählt zu den Abgehängten. So mancher in diesem Buch ist Opfer und Täter zugleich. Anna versucht, mit dem ehemaligen Polizisten Willy Urban den aktuellen und den damaligen Fall aufzuklären.
Das ungleiche, spröde Paar sucht Wahrheiten. Und an dieser Suche lässt der Autor seine Leser in bester Krimimanier teilnehmen. Er versteht es, seine Leser zu packen, nicht nur, weil er durch die Handlung Spannung erzeugt, sondern auch, weil er mit großem sprachlichen Vermögen die Spannung verstärkt. 
Der junge Autor hofft, mit seinem Werk auch die Glauser-Jury überzeugen zu können. Am 21. April soll der Gewinner verkündet werden. Egal ob Preisträger oder „nur“ Nominierter - ein Lesetipp für Krimi- und Havellandfreunde ist „Zurück im Zorn“ (erschienen im Gmeiner-Verlag) allemal.
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Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Kunst und Information in Nauen. Foto: Andreas Kaatz
Kunst und Information in Nauen. Foto: Andreas Kaatz
So mancher Neu-Nauener mag sich bereits gewundert haben, warum es die Feldstraße quasi zwei Mal in der Stadt gibt. Bis 1988 war die Straße tatsächlich eine durchgehende Verbindung von der Altstadt bis zur Kita “Kinderland”. Wer sich die Ausstellung “Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Feldstraße sowie des Stadtteils Nauen Ost” anschaut, kann all dies und noch viel mehr erfahren. Ein Ticket ist dafür nicht nötig, auch die Corona-Einschränkungen haben keine Auswirkung auf die Schau. Denn diese befindet sich unter freiem Himmel, wie unser Kollege Andreas Kaatz zu berichten weiß.
Sepp Steinbrecher mit einem gereiften Havelländer Käse. Foto: Juergen Ohlwein
Sepp Steinbrecher mit einem gereiften Havelländer Käse. Foto: Juergen Ohlwein
Kulinarisch wird es bei unserem zweiten Tipp. Die Havelländer essen gern Käse. Das erkannte auch Sepp Steinbrecher, der in Garlitz im Herzen des Havellands seit 2009 eine eigene Käserei betreibt. Neben Schnittkäse stellt er dort im Einmannbetrieb auch Jogurt, Quark und Frischkäse her. Steinbrechers Kunden lieben vor allem seine Käsesorten „Luchkäse“ und „Havelländer“. Durch Reife und Rezeptur entwickeln sie sich völlig unterschiedlich. “Jeder von mir hergestellte Laib ist somit ein Unikat“, sagt Sepp Steinbrecher stolz.
Neben seinen Bio-Produkten ist er auch in Sachen Nachhaltigkeit gut aufgestellt. „Ich biete meine Produkte wie Jogurt, Quark und Frischkäse in Mehrweggläsern an. Auch beim Käse kommen keine konservierenden Verpackungsmaterialien zum Einsatz”, sagt er. Das sei zwar ein zusätzlicher Aufwand, die Kunden jedoch seien dafür dankbar. “Mein Käse erhält auch keine künstliche Rinde, auch wenn es für einen Bio-Betrieb gestattet wäre, sondern entwickelt durch aufwendige Pflege eine natürliche Rinde“, erklärt Steinbrecher.
Seine Milchprodukte verkauft der Havelländer hauptsächlich über Wochenmärkte. Und einmal in der Woche auch auf seinem Hof, immer donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr in Garlitz, Neues Ende 14A. Steinbrecher will sich weiter vergrößern und die Produktion noch weiter auszubauen. Sein Kundenstamm und die Nachfrage würden das auf jeden Fall zulassen.
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